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Bei Spotify hört Ihr Musik legal und kostenlos

Was ist Spotify?

Von News Team - Dienstag, 07.07.2015 - 09:17 Uhr

Von Claudia Frickel

Wer früher ein Wohnzimmer betrat, konnte anhand der Schallplatten und später CDs im Regal schnell den Musikgeschmack des Besitzers herausfinden. Das ist heutzutage nicht mehr so einfach, denn immer weniger Menschen erwerben Alben oder Singles auf Tonträgern. Sie kaufen sie überhaupt nicht mehr, auch nicht digital - warum auch? Denn Streaming-Dienste haben die Musikwelt komplett umgekrempelt. Lieder sind überall und immer zum Abspielen verfügbar, eine Internetverbindung vorausgesetzt. Der bekannteste dieser Dienste ist Spotify.

Er unterscheidet sich gravierend von Online-Musikläden wie iTunes oder Amazon: Dort kauft Ihr Lieder zum Beispiel im MP3-Format und ladet sie auf seine Festplatte herunter. Die Musik gehört Euch dann auch. Bei Spotify hört Ihr Songs jederzeit online an, sie gehören Euch aber nicht. Der Nachteil: Wenn Ihr Euch abmeldet, habt Ihr auch keinen Zugriff mehr auf die Musik. Bei einem Durchschnittspreis von 13 bis 15 Euro pro CD lohnt sich die Nutzung für die meisten aber in jedem Fall, vor allem in der Gratisvariante. Ein weiterer Vorteil zu früher: Zu Zeiten von LP und CD musste man das komplette Album kaufen, auch wenn vielleicht nur zwei, drei gute Lieder darauf enthalten waren. Nun hört Ihr Euch wirklich nur die Songs an, die Euch gefallen.

30 Millionen Songs im Spotitfy-Katalog


Spotify ist ein riesiger Musikkatalog, bei dem Ihr Euch das herauspickt, was Euch gefällt. Der Katalog umfasst 30 Millionen Songs von allen möglichen Künstlern, von Queen und Led Zeppelin über Depeche Mode und Radiohead bis hin zu aktuellen Chartstürmern und unbekannteren Independent-Musikern. Vertreten sind alle großen Plattenlabels, aber auch viele kleine Plattenfirmen. Die Songs kann man unbegrenzt oft abspielen. Das ist sogar kostenlos, dann müsst Ihr allerdings Werbeeinblendungen in Kauf nehmen. Alle paar Lieder wird das Abspielen für eine Anzeige unterbrochen.

Um Spotify daheim am Computer zu nutzen, müsst Ihr eine Software installieren. In das Suchfeld im Programm gebt Ihr den Künstler, den Namen eines Songs oder Albums ein. Spotify zeigt dann alle Treffer an, aber auch ähnliche Künstler, die Euch vielleicht interessieren. Mit einem Klick spielt Ihr die entsprechende Musik ab. Ihr könnt Euch Playlisten anlegen und die von anderen Nutzern abonnieren und anhören. Integriert sind auch viele Radiosender: Damit spielt Ihr Musik eines Genres, so wie Rock, Klassik oder 70er.

Die Vorteile des Abos


Spotify ist kostenlos, wer will, kann aber auch ein Premium-Abo abschließen. Das kostet 9,99 Euro pro Monat. Ihr habt damit ebenfalls Zugriff auf den gesamten Katalog, die Werbeunterbrechungen fallen aber weg. Zudem bekommt Ihr ein paar weitere Extras: So könnt Ihr Songs auch offline abspielen und die Soundqualität ist besser. Die Musik wird mit einer maximalen Bitrate von 320kbit/s gestreamt, nicht nur mit 160kbit/s wie bei der Gratisversion. Außerdem gibt es keine Einschränkungen bei der Nutzung auf mobilen Geräten: Zahlt Ihr nichts für den Dienst, könnt Ihr mit den Apps für Android, iOS und Windows Phone Songs nur in der Zufallswiedergabe anhören. Ihr dürft außerdem nur sechs Songs pro Stunde überspringen. Mit der Premiumversion seid Ihr beim Musikhören unterwegs nicht eingeschränkt.

75 Millionen User und auch Kritik


Egal ob Ihr Spotify kostenlos oder im Abo nutzt: In jedem Fall müsst Ihr Euch ein Konto anlegen, dazu braucht Ihr nur eine gültige E-Mail-Adresse. Der Dienst ist ganz legal: Er hat Vereinbarungen mit der Verwertungsgesellschaft Gema getroffen. Nach eigenen Angaben hat Spotify weltweit 75 Millionen User, 20 Millionen sind zahlende Kunden. Die Firma wurde im Oktober 2006 von dem schwedischen Start-up Spotify AB gestartet. Heute ist der Musikservice in mehr als 50 Ländern verfügbar, in Deutschland seit 2012. Spotify ist aber nicht der einzige Streaming-Dienst: Konkurrenten wie Simfy, Google Play Music und Apple Music bieten ebenfalls Gratismusik über das Internet.

Kritik gibt es immer wieder, weil die Künstler beim Streaming weniger verdienen als beim Verkauf einer CD. So zahlt etwa Spotify weniger Tantiemen, wenn Nutzer die Songs gratis hören. Apple Music wollte gar nichts zahlen, wenn User den Service in der Testphase kostenlos ausprobieren. Erst nach massiver Kritik der US-Sängerin Taylor Swift änderte der Konzern seine Pläne.

4 Kommentare

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Hallo,

wieder eine schöne Übersicht.

Eins möchte ich aber noch ergänzen:

Auch bei Diensten wie Amazon ist es möglich, Musik direkt ohne herunterladen "aus der Cloud" abzuspielen - aber eben nur das, was einmal gekauft worden ist. Und natürlich muss man auch dort nicht ganze CDs kaufen, einzelne Lieder sind ebenfalls möglich (und ganze CD kosten auch oft weniger als 10 EUR).

Es bleibt spannend, ob nach dem Einstieg von Apple in das Streaming diese Form die "Musik zum Kaufen" verdrängen wird. Das wäre sicher schade, denn - was zum Streamen zur Verfügung steht, kann jeder Zeit auch wieder verschwinden.
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Eigentlich Schrott, denn man kann nur sein tatsächliches land einstellen und bekommt demnach auch nur die Songs aus dem jeweiligen Land angeboten !
Was bitte meinst Du mit "den Songs aus dem jeweiligen Land" ??
Dass ich zum Beispiel nur spanische Musik angezeigt bekomme und auch die suchfunktion auf Spanien beschränkt ist
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