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Periscope ermöglicht Livestreams von jedem Internetnutzer

Was ist Periscope?

Von News Team - Dienstag, 28.07.2015 - 16:30 Uhr

Von Claudia Frickel

In der Stadt findet eine große Veranstaltung statt, Ihr seid bei einem netten Volksfest oder wollt der Welt einfach nur etwas mitteilen - jetzt, in Echtzeit, in diesem Moment? Dann ist die App Periscope interessant für Euch. Sie ermöglicht es mit ganz einfachen Mitteln, Livestreams zu erstellen und mit anderen Nutzern zu teilen. Das heißt, Ihr nehmt mit der Kamera des Smartphones oder Tablets auf, was um Euch herum passiert, oder Ihr filmt Euch selbst.

Das wird wie bei einer Livesendung ins Internet übertragen, alle anderen Nutzer der App können Euch zusehen. Alles, was Ihr dafür braucht, ist ein mobiles Gerät mit den Betriebssystemen iOS oder Android, die App und Internetanschluss.

Periscope ist ein soziales Netzwerk


Gleichzeitig könnt Ihr natürlich auch die Livestreams anderer Nutzer ansehen und verfolgen. Die App und die Nutzung sind kostenlos. Periscope gehört seit Anfang 2015 zu Twitter, deshalb werden viele Livestreams auch direkt über die Social-Media-Plattform geteilt. Aber auch Periscope selbst funktioniert wie ein soziales Netzwerk: Man kann anderen Nutzern folgen, um keinen ihrer Streams zu verpassen. Mit einem Klick informiert man seine eigenen Follower, dass man jetzt live sendet. Ihr könnt die Clips von anderen kommentieren und bewerten - mit einem Herzchen, das entspricht einem "Gefällt mir" bei Facebook.

Wenn Ihr nicht wollt, dass wirklich jeder Eure Videos sehen kann, begrenzt Ihr die Zuschauer auf bestimmte Menschen. Periscope hat ein paar Besonderheiten: Bislang werden die Streams ausschließlich im Hochformat aufgenommen. Außerdem bleiben die Streams nicht unendlich verfügbar: Die Echtzeit-Videos bleiben nach der "Ausstrahlung" 24 Stunden online, danach werden sie automatisch gelöscht. Wer will, kann seine eigenen Streams aber auf dem Handy dauerhaft sichern.

Konkurrenz für Nachrichtensender von Periscope und Meerkat


Neben Periscope gibt es noch weitere Apps, die Livestreams ermöglichen, vor allem Meerkat. Dort allerdings sind die Streams nach der Erstausstrahlung sofort verschwunden. Livestreaming für alle Nutzer gilt als das nächste große Dinge im Internet. Schließlich kann so jeder Mensch in Echtzeit zeigen, was gerade jetzt um ihn herum passiert - und damit sogar Nachrichtensendern Konkurrenz machen. Die erste Version der App erschien erst im März im App Store von Apple, später kam Android hinzu. Seitdem sollen aber schon insgesamt 380 Jahre an Live-Videos in die Welt gesandt worden sein.

Problematisch sind solche Livestreaming-Apps in Bezug auf Urheberrechte. Theoretisch kann jeder Nutzer damit ein Konzert oder ein Sportevent live ins Internet übertragen. In den USA werden deshalb schon Zuschauer auf ein Verbot der Apps während Veranstaltungen hingewiesen. Twitter verbietet Piraterie ausdrücklich, allerdings ist das praktisch kaum zu verhindern.

Andererseits nutzen Prominente die beliebte Anwendung für einen direkten Draht zu den Fans: Der Tennisspieler Roger Federer etwa sendete im Juni live von Wimbledon aus. Madonna übertrag bereits ein eigenes Konzert, der TV-Moderator Jan Böhmermann streamt Redaktionskonferenzen und Bild-Chefredakteur Kai Diekmann zeigt anderen Nutzern Ereignisse aus seinem Privatleben.

1 Kommentar

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*seufz* Da wird der Selfie-Wahn potenziert ...
Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum so viele Menschen das brauchen.
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