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Zombie

Der virtuelle Tod

Von wize.life-Nutzer - Samstag, 24.10.2015 - 05:00 Uhr

Es ist doch schön, wenn man neben dem virtuellen Leben im Netz noch ein echtes reales Leben hat. Also Eines mit persönlich gegenüber stehen, anfassen, riechen - wenn man sich sogar bewegen muss, um von einem Punkt zum Anderen zu kommen ohne Google-Maps zu bemühen. Es ist ein ganz neues Erlebnis, wenn man mal rausgeht und feststellt, dass es plötzlich Verkehrsampeln an Stellen gibt, die erst vor Kurzem - also in den letzten zwei Jahren - aufgestellt wurden.

Das ist schon für einen kurzen Moment ein Ausdruck des Erstaunens wert. Aber wenn man sich einmal sagen muss "wie sehr hat sich die Welt seit meiner Jugend verändert" dann ist es an der Zeit, seine Online Zeit zu überdenken. Es lohnt sich, denn so bleibt man eher auf dem Laufenden, als wenn man sich ferngesteuert mit den Worten an den PC setzt: "Heute gehe ich wieder mal shoppen" Oder "Ich besuche gerade eine Wellness-Oase"

Gedanken sollte man sich auch machen, wenn eine Handy-App an Toilettengänge erinnert oder wenn man SB nur dazu nutzt, um seinen Schimpfwörter-Wortschatz zu erweitern. "Ey Alda, tu mich nich aggro sein" hört sich real viel spannender an, als wenn man erst einmal eine halbe Stunde braucht, um solche geschriebenen Worte in reale Sprachfetzen zu übersetzen. Man muss sich im realen Leben auch nicht lange überlegen, wie man darauf reagiert. Eine gezielte Rechte mitten ins Zifferblatt befriedigt mehr, als mit einem lange überlegten Text auf etwas zu reagieren, das gar keine Überlegung wert ist. Spannend sind ja auch die Konsequenzen, die sich daraus ergeben könnten. Nicht Alle haben schließlich einmal einen Verhandlungssaal von innen gesehen.

Das Beste ist aber: Wer im realen Leben einmal tot ist, bleibt das für gewöhnlich auch, wenn man nicht gerade unter Katalepsie leidet.. Im virtuellen Leben sieht das wieder ganz anders aus. Man kann zwar immer wieder auferstehen, aber zum Erlöser wird man dadurch auch nicht. Da finden sich hier unzählige Beispiele. Da gibt es doch tatsächlich Leute, die einfach nicht sterben wollen. Neu geboren und mit einem neuen Namen ausgestattet treiben sie ihr Unwesen. "Walking Dead" lebt! Über das Denkvermögen dieser virtuellen Zombies möchte ich mich nicht äussern. Dazu wären auch nicht viele Worte nötig. Wo nix ist, kann man auch nix beschreiben. Sie wissen einfach nicht, dass sie eigentlich tot sein sollten.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass ein reales Leben vielleicht doch befriedigender ist, als ein Virtuelles - selbst wenn es sich auf Seniorbook abspielt. Da geht kacken auch ohne App und Browser.

1 Kommentar

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