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ThuleTuvalu Wenn das Eis in Thule schmilzt, versinkt Tuvalu im Meer

Von wize.life-Nutzer - Montag, 14.12.2015 - 17:07 Uhr

https://filmefuerdieerde.org/filme/e...huletuvalu- gestern auf 3 SAT gesehen

Offizieller Filmbeschrieb...
THULETUVALU handelt von Menschen an zwei völlig unterschiedlichen Enden des Globus, die durch die fortschreitende Erwärmung der Erdatmosphäre zunehmend miteinander verbunden sind und sich beidenorts vor die Tatsache gestellt sehen, dass sie ihre Existenz grundlegend verändern müssen.

Der Film erzählt von Jägern in Thule in Nord-Grönland, dem nördlichsten Ort der Erde, die noch immer, wie ihre Vorfahren, die meiste Zeit des Jahres bei Temperaturen bis unter vierzig Grad in Fellkleidern und mit Hundeschlitten zur Jagd fahren, um ihre Familien und ihre Hunde zu ernähren. Und er erzählt von Inselbewohnern in Tuvalu, die in den endlosen Weiten des Pazifiks auf schmalen Korallenriffen leben und sich, wie viele Generationen vor ihnen, von Fischen, Kokosnüssen und selbst angebautem Gemüse ernähren.

An beiden Orten nimmt der Film mit den Menschen am teilweise archaischen Leben in ihren so gegensätzlichen Welten im eisigen Norden und auf der tropischen Insel im Pazifik teil. Dabei werden neben den Unterschieden auch immer mehr Verbindungen und Gemein-samkeiten deutlich: An beiden Orten zeigt sich, sei es beim Jagen oder beim Fischen, bei Eisfahrten oder beim Kanubau, wie das Meer als wichtigste Nahrungsquelle das ganze Dasein der Einheimischen prägt. Hier wie dort erleben wir, wie aus dieser engen Abhängig-keit von der Natur und in der grossen Abgeschiedenheit von der übrigen Welt über Jahrhunderte ihre besonderen Lebensweisen entstanden sind, die sich bis heute erhalten haben.

Zunehmend zeigt sich anhand der Protagonisten, wie die Eisschmelze im Norden sowohl die Jahreszeiten, die Landschaft als auch ihr ganzes Leben verändert und wie der daraus entstehende Wasseranstieg gleichzeitig die Menschen in Tuvalu damit bedroht, dass ihre Heimat eines Tages in den Fluten des Meeres versinken wird. Mit den Hauptpersonen des Films erleben wir, wie diese Veränderung ihrer Umwelt, ihre Lebensentwürfe und Gedanken immer mehr bestimmt. Zwischen Hoffen und Wut, Resignation und Zuversicht suchen sie eine Haltung zu dieser Bedrohung. Und einige sehen sich gar gezwungen, einen Schlussstrich unter ihre bisherige Existenz zu ziehen und von Grund auf ein neues Leben zu beginnen.

Indem der Film die beiden Orte miteinander verbindet, erzählt er nicht nur von einer Schicksalsgemeinschaft, sondern erzeugt auch ein Gefühl für den Globus, an dessen Oberfläche Thule und Tuvalu fast wie zwei Antipoden zueinander stehen und der rundum vom gleichen Phänomen betroffen ist. Die Geschichten aus den beiden Orten verbinden sich im Lauf des Films zu einer einzigen Geschichte, in der die Protagonisten zunehmend als erste und feinste Seismografen jenes Wandels erkennbar werden, der einmal alle Menschen der Welt betreffen wird.

sehr beeindruckend..

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3 Kommentare

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Das sieht man nicht nur in Grönland, auch an den Gletschern der Alpen kann man den erschreckenden Rückgang der Gletscher beobachten.
Hier auf der Stelle an der ich dieses Foto gemacht habe, war vor einigen Jahren noch eine 2m dicke Eisdecke des Gletschers.
Ja wir machen unseren Planeten langsam aber sicher kaputt und alle machen mit, auch ich.
http://www.seniorbook.de/fotowand/fo...0c5488b45b6
National-Geographic:Sechs-Grad bis zur Klimakatastrophe- Film
Dort wird schon sehr deutlich aufgezeigt, was so passieren wird, wenn wir so weiter machen.
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Durch Fotosynthese erzeugen Pflanzen aus CO2, Wasser und Sonnenenergie Traubenzucker und Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen. Aus dem Traubenzucker (C6H12O6) besteht die pflanzliche Biomasse und aus dieser bildeten sich vor Millionen Jahren die fossilen Ablagerungen Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas und Torf. Außerdem wurden beträchtliche Mengen Biomasse auch im bisher von Permafrost konservierten Boden der Arktis abgelagert. Natürlich war zuvor der CO2-Gehalt der Atmosphäre höher als heute, aber durch die Ablagerungen wurde er auf das heutige für uns Menschen und alle übrigen Lebewesen erträgliche Maß verringert.
Nun holen wir alle diese fossilen Materialien aus dem Boden, verbrennen sie und erhöhen damit allmählich den CO2-Gehalt unserer Atmosphäre, bis er irgendwann wieder den Stand wie vor Millionen Jahren erreicht und damit das Leben auf unserem Planeten in der heutigen Form unmöglich machen wird.
Hinzu kommt, dass durch die Abholzung der Regenwälder und die weltweite Bodenversiegelung die Menge der CO2 bindenden Pflanzen rapide abnimmt.
Auch das durch die Klimaerwärmung verursachte Abschmelzen der Permafrostspeicher in der Arktis und die damit verbundenen Freisetzung von Jahrtausende langen CO2-Ablagerungen trägt zu diesem verhängnisvollen Vorgang bei.
Der Einfluss des Menschen auf die Klimaerwärmung ist also eindeutig und nicht zu leugnen.
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