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"Fliegende Zecke": Hirschlausfliege beißt in den Nacken und kann gefährliches Bakterium übertragen

News Team
Beitrag von News Team

Bei einem Spaziergang in der Natur achten viele Menschen auf Insekten wie Fliegen, Mücken und Zecken. Doch es gibt auch andere Plagegeister, die für den Menschen unangenehm werden können - wie die sogenannte Hirschlausfliege.


Auch als „fliegende Zecke“ bezeichnet, weil sie wie eine Zecke mit Flügeln aussieht, ist die Hirschlausfliege hierzulande noch relativ unbekannt. Doch das könnte sich nun ändern.

Die Fliege breitet sich in Mitteleuropa immer weiter aus. In manchen Regionen wird sogar von einer Massenvermehrung gesprochen. Normalerweise reproduziert sie sich im Spätsommer, doch dieses Jahr sind die Fliegen etwas früher dran.

Hirschlausfliege: Auch für den Menschen eine Gefahr?

Die Lipoptena cervi - wie die Hirschlausfliege auf Latein heißt - ist circa fünf bis sechs Millimeter groß inklusive Flügeln und befällt Hirsche, Rehe, junge Wildschweine und Hunde. Doch auch Menschen werden von der „fliegenden Zecke“ gebissen, vorzugsweise im Nacken.

Die Stiche der Hirschlausfliege können Hautentzündungen verursachen, schmerzhaft werden und jucken. Wie gefährlich sie aber in der Tat sind, ist noch nicht ausreichend erforscht worden.

Es besteht der Verdacht, dass das Bakterium Bartonella schoenbuchensis, das die Hirschlausfliege in sich trägt, für den Menschen gefährlich sein könnte. Gelangt der Erreger in den Körper, wird vermutet, dass er schwere Entzündungen des Herzens verursachen kann. Gesichert ist dies aber noch nicht.

Das Auftreten der Hirschlausfliege ist nicht meldepflichtig.