Mann (48) verliert Beine und Arme, nachdem ihn der Familienhund leckt
Mann (48) verliert Beine und Arme, nachdem ihn der Familienhund lecktFoto-Quelle: ABC13 Houston / Youtube

Mann (48) verliert Beine und Arme, nachdem ihn der Familienhund leckt

News Team
Beitrag von News Team

Er wollte nach einem anstrengenden Junitag nur ein wenig entspannen, mit dem Familienhund spielen - doch was für die meisten von uns harmlos ist, wurde einem 48-jährigen US-Amerikaner diesen Sommer zum Verhängnis. Infolge einer Infektion durch Keime im Hundespeichel mussten seine beiden Arme und Beine amputiert werden.

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Es klingt nach einem Science-Fiction-Thriller, in dem Wesen aus dem All auf der Erde landen und tödliche Bakterien oder Viren verbreiten. Doch was Greg Manteufels Organismus angriff, ist irdisch und kommt oft im Maul von Hunden und Katzen vor. Unschädlich für das Tier, kann das Bakterium aber in seltenen Fällen beim Menschen zu Infektionen führen.

Schon nach wenigen Tagen zeigte der 48-Jährige, der zusammen mit seiner Familie in West Bend im Bundesland Wisconsin lebt, die Symptome der seltenen Krankheit. Dem Sender „Fox 6 Now“ erzählte seine Frau Dawn, Manteufel hätte schnell bleue Flecken am ganzen Körper entwickelt. „Er sah aus, als ob jemand ihn mit dem Baseballschläger geschlagen hätte.“

Symptome sind wie die einer Grippe

Tatsächlich sehen die Symptome einer Infektion durch den Keim Capnocytophaga canimorsus wie die einer Grippe aus. Laut dem amerikanischen Center for Disease Control and Prevention gehören dazu Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Fieber und Schwellungen am Körper. Sie treten in der Regel drei bis fünf Tage nach dem Kontakt mit dem Keim auf.

Kurz nach der Infektion wurde Manteufel in eine Klinik eingeliefert, doch sein Zustand verbesserte sich nicht. Eine Woche später mussten die Ärzte seine Beine amputieren, kurz danach waren die Unterarme dran. Da die Infektion auch seine Nase angriff, musste er sich einer wiederherstellenden Operation am Gesicht unterziehen.

Trotz des fast tödlichen Vorfalls ist Manteufel froh, am Leben zu sein. Auch mit den vielen traurigen Nachrichten, die die Ärzte ihm immer wieder mitteilen mussten, versuchte er so gut wie möglich umzugehen. Angeblich soll er ihnen gesagt haben, sie dürfen alles entfernen, solange er am Leben bleibt.

Der Keim Capnocytophaga canimorsus wurde Mitte der 1970er Jahre entdeckt. Eine Infektion durch ihn ist äußerst selten und trifft einen Menschen aus einer Million. Rechtzeitig diagnostiziert, kann sie mit Antibiotika behandelt werden. 2014 soll zum letzten Mal ein tödlicher Fall registriert worden sein.

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