Android: Mega-Datenklau bekannt geworden - 115 Millionen Nutzer betroffen
Android: Mega-Datenklau bekannt geworden - 115 Millionen Nutzer betroffenFoto-Quelle: Pixabay

Neuer Mega-Datenklau auf Handys - 115 Millionen Nutzer betroffen - Das müsst ihr jetzt wissen

News Team
Beitrag von News Team

Die Nachricht über einen riesigen Spionage-Skandal bei Google erobert gerade das Netz: Offenbar hat eine Gruppe von Betrügern 125 Android-Apps mit Trackern infiziert, die das Verhalten der Eigentümer bei der Bedienung der Programme genau aufzeichneten. Zu den betroffenen Apps zählen Spiele für Kinder, Selfie-Filter sowie Anwendungen mit Tipps für gesunde Ernährung.

Gestohlen wurden also keine sensiblen Daten, der Vorfall ist aber nicht deshalb weniger brisant. Denn durch das Installieren der Apps wurden nach Angaben von „Buzzfeed News“ und „Chip“ Verhaltensmuster von mindestens 115 Millionen Nutzern aufgezeichnet und an die Betrüger weitergeleitet. Bei der oder den Banden soll es sich um Kriminelle aus Israel und Deutschland handeln.

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Google bestätigte den Vorfall

Nach Informationen von „Buzzfeed News“ und „Chip“ bestätigte Google am Dienstag den Vorfall und erklärte, die betroffenen Apps seien bereits aus dem Play Store entfernt worden. Die Art und Weise, auf die die Betrüger agierten, ist aber komplex und sei derzeit Objekt eines Ermittlungsverfahrens: Anscheinend soll eine Firma namens „We Purchase Apps“ Programme gekauft haben und an neue Eigentümer weitergeleitet haben.

Mit den durch die Tracker aufgezeichneten Daten über das Verhalten der Nutzer erstellten die neuen Eigentümer anschließend Nutzungsprofile, die dann verwendet wurden, um sogenannte „Bots“ zu programmieren. Dabei handelt es sich um Programme, die weitgehend automatische sich wiederholende Aufgaben abarbeiten - Roboter also. Sie sollten wie echte Nutzer wirken.

Millionensumme erbeutet

Durch die Bots produzierten die Betrüger eine völlig aufgeblähte Nutzerzahl für die von ihnen vertriebenen Apps. Da in den Anwendungen Werbung angezeigt wurde, konnten sich die Kriminellen eine Millionensumme erschleichen. Erst nach einem längeren Zeitraum ist es Google mit der Hilfe von Sicherheitsexperten gelungen, die Fakenutzer zu identifizieren.

Eine Liste der mit den Trackern infizierten Apps gibt es hier.

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