Hurrikans künftig auch in Europa möglich: Forscher geben düstere Prognose ab
Hurrikans künftig auch in Europa möglich: Forscher geben düstere Prognose abFoto-Quelle: Pixabay

Hurrikans künftig auch in Europa möglich: Forscher geben düstere Prognose ab

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Beitrag von News Team

Waren Hurrikans früher ein Europäern fremdes Wetterphänomen, dürfte sich dies in den kommenden Jahren drastisch ändern. Forscher der Tschechischen Akademie der Wissenschaften haben Daten aus den letzten hundert Jahren analysiert und dabei festgestellt, dass die Wirbelstürme immer weiter in Richtung Norden wandern. Für Europa könnte dies dramatische Folgen haben.

Grund für die Entwicklung ist die Erwärmung der Ozeane. Denn Hurrikans entfalten sich dort, wo das Meereswasser am wärmsten ist, nämlich in den Tropen. Kaltes Wasser entzieht ihnen ihre Kraft. Da die Tropen sich seit Jahren in Richtung der Erdpole ausdehnen, könnten die Wirbelstürme künftig vermehrt in Regionen vorkommen, wo sie bisher nicht bekannt sind - wie beispielsweise in Europa.

Die Daten der tschechischen Forscher beziehen sich auf den westlichen Pazifik. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung einer Publikation im Fachmagzin „PNAS“ berichtet, treffen diese Taifune bereits seit den 1920er Jahren immer weiter nördlich auf Land. Das haben die Forscher einer Datenbank von Baumringen entnommen, die ein geographisches Gebiet von Südkorea bis zur russischen Ostküste überspannt.

Anhand der Wachstumsmuster der Urwaldbäume habe das Team bestimmt, wie häufig Bäume einer Region durch die starken Winde eines tropischen Zyklons beschädigt worden seien. Die Untersuchungsergebnisse lassen darauf schließen, dass solche Stürme künftig auch in Süd- und Osteuropa auf Land treffen könnten - in Asien seien Bäume auf der geographischen Breite von Bordeaux immer häufiger beschädigt worden.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

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Europas Schutzschild verschwindet

Die Ausläufer von Hurrikanen lassen sich inzwischen auch in Europa öfter spüren. Ein Beispiel war Sturm Ophelia. Im Oktober 2017 zog der Zyklon in Richtung Norden und krachte noch mit der Starke eines Hurrikans der Kategorie 2 mit voller Wucht auf die irische Küste. Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 190 Stundenkilometern ließen dort ein Bild der Zerstörung zurück.

Obwohl Sturm Ophelia ungewöhnlich war - normalerweise sind Hurrikane an den Küsten Europas nur noch unwetterartige Stürme - gab er einen Eindruck von dem, womit wir künftig zu tun haben könnten. Weil Europas Schutzschild aus kaltem Meerwasser langsam schwächer wird, könnten solche Stürme bald auch in Großbritannien, Frankreich und auf der iberischen Halbinsel öfter vorkommen.

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