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Liefergebühren werden steigen! Online-Handel kann sich Gratis-Versand nicht mehr leisten

News Team
Beitrag von News Team

Kunden von Online-Shops müssen sich nach Einschätzung von Marktkennern im nächsten Jahr auf drastisch steigende Liefergebühren einrichten. Grund sei die hohe Auslastung der Transportfirmen. Sowohl in Lagern als auch bei der Zustellung seinen Kapazitätsgrenzen erreicht.

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Viele Händler werden das Weihnachtsgeschäft noch abwarten. Danach ist mit Erhöhungen der Liefergebühren im zweistelligen Prozentbereich zu rechnen
, sagte Branchenexperte Sven Kromer der "Welt am Sonntag". Kromer befasst sich als Geschäftsführer bei dem Beratungsunternehmen Accenture Strategy mit dem E-Commerce, er weiß:
Die Transportdienstleister arbeiten am Limit.

Online-Handel boomt


Der Online-Handel wächst seit Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten. Parallel zu Preiserhöhungen werde die Schere zwischen teuren Express-Lieferungen und Zustellungen für zeitlich flexible Kunden auseinandergehen.

Online-Händler werden nicht um eine Steuerung der Nachfrage über die Preise herumkommen

, sagte Kromer. Wenn ein Kunde zu Nebenzeiten beliefert werden könne, könne er von günstigen Konditionen profitieren.

Wer nur wochentags um 18 Uhr verfügbar ist, wird mehr zahlen müssen

, sagte der Experte voraus.

Kostenloser Versand oft Hauptargument für Kauf


Liefergebühren sind für die Online-Händler ein heikles Thema. Viele Kunden brechen den Einkaufsvorgang am Smartphone oder Laptop ab, wenn ihnen die Gebühren zu hoch erscheinen. Nach einer aktuellen Studie der auf den E-Commerce spezialisierten Technologiefirma Pitney Bowes ist kostenloser Versand für die meisten Deutschen nach wie vor Priorität Nummer eins.

82 Prozent bevorzugen nach der Umfrage eine Gratis-Lieferung – auch wenn sie ein paar Tage dauert – gegenüber einem kostenpflichtigen Express-Versand. Vor allem jüngere Kunden sind aber laut der Studie bereit, für besondere Leistungen bei der Lieferung einen Extra-Bonus zu zahlen.