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Behörde schlägt Alarm: Super-Keime könnten bis zu 100.000 Menschen in Deutschland töten

News Team
Beitrag von News Team

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schlägt Alarm: In reichen Ländern könnte es bis 2050 zu 2,4 Millionen Todesfällen kommen - Superkeime sollen sie auslösen. Denn laut der OECD könnten unsere Antibiotika bald ihre Wirksamkeit verlieren.


In der Analyse heißt es: „In Europa wird sich das Vorkommen von Keimen, die gegen solche Reserveantibiotika resistent sind, im Zeitraum 2005 bis 2030 verdoppelt haben, wenn wir das nicht mit verstärkten Anstrengungen bekämpfen.“

Von den 2,4 Millionen Toten, die es bis 2050 in Nordamerika, Europa und Australien den Superkeimen zum Opfer fallen könnten, dürften rund 100.000 aus Deutschland stammen. Für die USA ist die Prognose um einiges schlimmer: Jährlich könnten dort 30.000 Menschen ihr Leben verlieren.

Die Gefahr ist eigentlich schon lange bekannt, doch bisher wurde laut der OECD nicht genug dagegen vorgegangen. Deshalb schlägt die Organisation drei Gegenmaßnahmen vor:

  • Erstens sollte Antibiotika weniger großzügig verschrieben werden. Dann könnten die Keime nicht weitere Resistenzen bilden.
  • Zweitens müsste die Hygiene in Krankenhäusern verbessert werden.
  • Zu guter Letzt sollten Länder mehr Geld in die Entwicklung besserer Arzneien investieren. So ließen sich viele Todesfälle verhindern.
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