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Herpes-Studie: Körpereigene Proteine könnten gegen den Virus helfen, sagen bayerische ForscherFoto-Quelle: Pixabay

Herpes: Körpereigenes Protein könnte gegen den Virus helfen - Zweidrittel der Bevölkerung infiziert

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Beitrag von News Team

Erlangen. Im Kampf gegen den weltweit verbreiteten Herpes-Virus haben Forscher der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) einen neuen Abwehrmechanismus des Körpers gegen die Erreger entdeckt. Körpereigene Proteine könnten laut den Forschern gegen die Viren wirken und somit eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Infektion spielen.

„Wir interessieren uns für die sogenannte intrinsische Immunantwort, also Eiweißmoleküle, die die Vermehrung von Viren direkt in den Zellen verhindern können“, erklärte Dr. Florian Full vom Virologischen Institut am Universitätsklinikum. „Unsere Ergebnisse beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus des Körpers zur Abwehr von Herpesviren.“

Bei diesem Abwehrmechanismus handelt es sich um Proteine - sogenannte TRIM-Proteine - die andere Proteine binden und deren Abbau veranlassen können. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Verbindung „Perizentrin“ zu. Indem ein bestimmtes TRIM-Protein - TRIM43 - Perizentrin abbaut, hemmt es die Vermehrung des Herspesvirus im Körper.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

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Hoffnung auf neue Therapien

Bemerkenswert bei der Entdeckung war, dass Zellen als Antwort auf die Virusinfektion sehr große Mengen von TRIM43 herstellen. „In normalen Zellen ist TRIM43 fast nicht nachweisbar, aber nach einer Virusinfektion ist die Zelle voll mit dem Protein“, sagte Full. Die Entdeckung könnte nun den Weg für neue Therapien öffnen:

„Das beweist, dass TRIM43 bei der Infektion im Menschen eine Rolle spielt, und weckt die Hoffnung, dass es möglich sein könnte, auf Basis der Ergebnisse neue Therapien gegen Herpesviren zu entwickeln“, erklärte Full.

Die wissenschaftliche Arbeit begann an der Harvard University und an der University of Chicago in den USA und wird nun am Virologischen Institut des Uni-Klinikums Erlangen fortgeführt.

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