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Eisbären-Invasion auf Nowaja Semlja
Eisbären-Invasion auf Nowaja SemljaFoto-Quelle: Screenshot / YouTube

Nowaja Semlja Eisbären aus Atomtestgebiet greifen Menschen an - Notstand ausgerufen

Von News Team - Montag, 11.02.2019 - 11:26 Uhr

Eine Eisbären-Rotte aus dem Atomtestgebiet Nowaja Semlja versetzt eine ganze russische Region in Angst und Schrecken. Nachdem die Tiere auch Menschen attackiert haben, wurde jetzt der Notstand ausgerufen. Während Eisbären eigentlich als Einzelgänger leben, wurden im betroffenen Gebiet bis zu 52 Individuen gesichtet. Dieses besondere Verhalten könnte eine ganz bestimmte Ursache haben.

Wie die Welt berichtet, hätten sich in diesem Winter seit Dezember immer wieder Eisbären menschlichen Siedlungen auf der Doppelinsel Nowaja Semlja im russischen Nordpolarmeer genähert. Bei der Siedlung Beluschja Guba wurden bisher mindestens 52 verschiedene Tiere gezählt, von denen sich eine Rotte von zehn Bären ständig in dieser Gegend aufhalten soll. Der Gouverneur der Region Arkhangelsk hat jetzt den Notstand ausgerufen, nachdem die Tier auch Menschen angegriffen und Häuser und Büros besucht haben:

Die Menschen haben Angst. Sie haben Angst, ihr Zuhause zu verlassen. Eltern haben Angst, ihre Kinder in die Schule oder in den Kindergarten gehen zu lassen.

Im Video: Eisbären - 5 unbekannte Fakten

Als Sicherheitsmaßnahmen wurden in der Nähe von Kindergärten zusätzliche Zäune aufgestellt und ein Shuttle-Service mit Spezialfahrzeugen für Militärpersonal und Angestellte organisiert. Weil Eisbären zu den bedrohten Arten gehören, wurde bisher keine Abschuss-Erlaubnis erteilt. Sollten sich die Bären aber nicht zurückziehen, könnte sich das rasch ändern. Experten erklären sich das auffällige Verhalten der Tiere mit dem Schmelzen des arktischen Eises, weshalb die Tiere gezwungen würden, nach Süden zu wandern. Dass sie sich auf Nowaja Semlja sammeln, läge am Nahrungsangebot vor Ort:

Da es Behälter mit genießbarem Abfall gibt, hören sie auf zu wandern.

Nowaja Semlja als Atomtestgebiet

Ab 1955 wurde Nowaja Semlja unter dem Codenamen „Objekt 700“ für Kernwaffenversuche der Sowjetunion genutzt. Unter anderem wurde über diesem Gelände auch die sogenannte Zar-Bombe getestet, die mit 57 Megatonnen TNT-Äquivalent die größte je gezündete Kernfusionswaffe ist. Insgesamt wurden in dem Gebiet bis 1990 in drei Zonen 130 Kernwaffenversuche durchgeführt, darunter 88 atmosphärische, 39 unterirdische und drei unter Wasser. Laut verschiedener Berichte lagern auf der Insel und in den Gewässern davor große Mengen radioaktiven Mülls.

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(Quelle: u.a. Wikipedia)

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