wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Die Kinder des Firmengründers Anton Schlecker (r.) müssen ins Gefängnis: Der ...

Schlecker-Kinder müssen ins Gefängnis - BGH lehnt Revision von Lars und Meike Schlecker ab

Von News Team - Donnerstag, 25.04.2019 - 11:45 Uhr

Revision abgeschmettert: Lars und Meike Schlecker, die beiden Kinder des Schlecker-Gründers Anton Schlecker, müssen für zwei Jahre und sieben Monate ins Gefängnis. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden und die Revision der Schlecker-Kinder gegen eines Entscheidung des Landgerichts Stuttgarts zurückgewiesen. Damit ist das Urteil des Landgerichts rechtskräftig.

Das Landgericht Stuttgart hatte Lars und Meike Schlecker im November 2017 wegen Untreue, vorsätzlichem Bankrott, vorsätzlicher Insolvenzverschleppung und Beihilfe zu Bankrottstraftaten ihres Vaters zu Freiheitsstrafen verurteilt.

Revision "ganz überwiegend unbegründet"

Der Bundesgerichtshof habe die Revisionen der beiden Angeklagten "ganz überwiegend als unbegründet" abgelehnt, heißt es in einer Mitteilung des BGH vom Donnerstag (25. April 2019) zum Beschluss des obersten deutschen Gerichts vom 14. März 2019.

Haftstrafe herabgesetzt

Um einen, beziehungsweise zwei Monate herabgesetzt wurde lediglich eine Freiheitsstrafe wegen Beihilfe zum vorsätzlichen Bankrott, weil das Landgericht "die den Angeklagten fehlende Schuldnereigenschaft nicht zu ihren Gunsten bedacht" habe.

Damit sind Lars und Meike Schlecker rechtskräftig zu jeweils einer Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt, so der BGH. Das Landgericht hatte Lars Schlecker zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt, seine Schwester Meike zu einem Monat weniger.
Auch interessant:

Insolvenz: Gläubiger bleiben auf fast all ihren Forderungen sitzen - Milliardenverluste


Der Vater der beiden, Anton Schlecker, war vom Landgericht Stuttgart zu einer zweijährigen Bewährungs- und einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte auf eine Revision gegen seine Verurteilung verzichtet.

Geld kurz vor der Insolvenz beiseite geschafft

Den drei Angeklagten wird zur Last gelegt, dass ihnen spätestens seit dem 1. Februar 2011 klar war, dass Anton Schlecker pleite war. In diesem Wissen habe Anton Schlecker, so der Vorwurf, Geld zugunsten seiner Kinder beiseite geschafft.

Im Video:

Revision abgelehnt: Schlecker-Kinder müssen jetzt ins Gefängnis

Zum einen, indem er überhöhte Stundensätze an den Personaldienstleister LDG GmbH zahlte, deren Gesellschafter seine Kinder waren. Außerdem soll er Lars und Meike Schlecker einen Karibikurlaub sowie seinem Sohn eine Wohnung bezahlt haben. Bei alldem sollen ihn seine Kinder unterstützt haben.

7 Millionen Euro per Blitzüberweisung

Die Kinder sollen sich außerdem im Januar 2012 insgesamt sieben Millionen Euro per Blitzüberweisung ausgezahlt haben - nur wenige Tage, bevor ihr Vater einen Insolvenzantrag stellte. Den Betrag hatte Anton Schlecker kurz zuvor an ihre Personaldienstleistungsgesellschaft überwiesen.

Um zu vermeiden, dass sie den Millionenbetrag an den Insolvenzverwalter ihres Vaters zurückzahlen müssen, haben Lars und Meike Schlecker nach Ansicht des Landgerichts Stuttgart vorsätzlich eine Überschuldung des Personaldienstleisters LDG herbeigeführt.

25.000 Mitarbeiter verloren ihre Jobs

In der Untreue in Tateinheit mit vorsätzlichem Bankrott habe das Landgericht die "schwerwiegendste Tat" gesehen, so der Bundesgerichtshof.

Die Schlecker-Pleite gehört zu einem der größten Fälle von Wirtschaftskriminalität in Deutschland. Durch die Insolvenz verloren rund 25.000 Mitarbeiter der Drogerie-Kette ihre Arbeit.

2 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich wette fast das diese "beiden" wohl keinen Tag im Knast verbringen müssen, außer in der Nacht auf das "Himmelbett" verzichten. Damit werden selbige wohl leben können, da ein neuer oder alter Job "Sie" umgehend zu Freigängern macht. Nun ja auf den "Koks" und den Schampus zu verzichten werden zwar schwere Zeiten, jedoch was solls es kommen wieder bessere Zeiten. Die Investoren sowie die "Schleckerfrauen" wirds freuen. Mamma wird es dann schon richten um einen Neustart für die Kids zu ermöglichen. Was für eine perverse Welt !!!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
und wieder der Bony zuschlag , würde es ein normal Sterblicher machen , würde noch ein Nachschlag drauf kommen.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren