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Baumarkt-Test: Wer liegt vorn?

Baumarkt-Test: Wer liegt vorn?

Bernd Berke
18.03.2014, 21:54 Uhr
Beitrag von Bernd Berke

In Sachen Baumarkt sind die Deutschen mit Abstand Europameister. Wenn man sich in so manchen Siedlungen und Wohnungen umsieht, glaubt man es sofort. „Der große Baumarkt-Test“ (ZDF) ist also eine durchaus mehrheitsfähige Sendung. Es gibt ja bekanntlich immer etwas zu tun...

Man ließ die drei umsatzstärksten Baumarkt-Ketten gegeneinander antreten: Marktführer OBI sowie die Verfolger Bauhaus und Hagebau. Ins Rennen geschickt wurden vor allem die (meist billigen) Eigenprodukte, mitunter auch im Quervergleich zu teureren Markengeräten.

Von der Axt bis zum Akkuschrauber

Und so ging es in dem - oft gar zu flott geschnittenen - Film buchstäblich Schlag auf Schlag: Bei OBI kann man die meisten Schnäppchen machen. Bringt einen Punkt. Sodann testete der Europameister im Sportholzfällen die Äxte, die allesamt Mängel haben. Die Axt von Hagebau ist immerhin noch halbwegs passabel. Das gibt ebenfalls einen Punkt.

Wie pflanzenfreundlich sind die Blumenerden? Wird man vor dem Bau einer Hundehütte fachgerecht beraten? Wie verantwortungsbewusst werden Heimtierabteilungen im Baumarkt geführt? Was taugen Stichsägen und Akkuschrauber? Und wie fällt die Beratung bei einem so sensiblen Thema wie Rattengift aus?

Schindluder mit Rattengift

Fast in jeder Disziplin machte mindestens ein Baumarkt völlig schlapp, mehrfach gab es erschreckende, zuweilen gar gefährliche Mängel. Nicht fachgerecht gehaltene Tiere und auch das Rattengift wurden teilweise bedenkenlos abgegeben. Güteklassen, Materialien und Maße stimmten bei genauer Prüfung manchmal nicht mit den Angaben überein. Und immer wieder zeigte sich, dass kostspieligere Markenware für ambitionierte Heimwerker tatsächlich besser ist als die Billigheimer-Angebote. Wen wundert’s?

Auch Zufall war im Spiel

Es gab also ein paar interessante Erkenntnisse mit deutlicher Tendenz. Die Entscheidung zwischen den Baumärkten (OBI 4 Punkte, die beiden anderen je 3) fiel allerdings eher auf Zufallsbasis. Hie und da wurden Äpfel mit Birnen verglichen: Die Hundehütte, mit der Hagebau punkten konnte, war halt viel teurer als die der Konkurrenten, die Stichsäge von OBI desgleichen. Beim Schwerpunkt Beratung und Service hing es jeweils an einem bestimmten Mitarbeiter, der über Wohl und Wehe seiner Firma entschied. Da konnte man noch so viele hochkarätige Institute und Testreihen aufbieten: Objektiv war das letzten Endes doch nicht.

1 Kommentar

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Bernd Berke
Dass Menschen generell nicht hundertprozentig objektiv sind, ist schon klar. Aber hier wurden einerseits wissenschaftliche Methoden angewendet (Spektralanalysen zur Materialprüfung usw.), andererseits hing manches vom bloßen Zufall ab: Schon der nächste Verkäufer beim Baumarkt XY hätte vielleicht viel besser oder schlechter beraten...
  • 21.03.2014, 13:07 Uhr
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