Die neue Terrasse
Die neue Terrasse

Unsere neue Terrasse - der Sommer darf noch bisschen bleiben

Beitrag von wize.life-Nutzer

Um das Leben und die Münchener Sonne draußen noch mehr genießen zu können, haben wir in unserer Familie nach langer Überlegung beschlossen, uns eine Terrasse anzulegen. Diese sollte nicht zu viel kosten, daher haben wir ausschließlich das notwendige Material gekauft und uns um alles andere selbst gekümmert. Das hat zwar einiges an Arbeit und Zeit in Anspruch genommen, aber dafür bin ich meinen Blumen und der Sonne jetzt viel näher. Ich finde auch, dass das Haus jetzt mit der Terrasse sehr viel gemütlicher und vollständiger aussieht. Hier ist der perfekte Platz, um entspannt ein Buch zu lesen und dabei vielleicht etwas braun zu werden.

Gute Planung ist alles


Wir wollten zwischen unserer neuen Terrasse und der Laube nicht weit hin und her laufen, daher haben wir sie klassischerweise direkt dran angebaut. Hier sitzt man jetzt angenehm windgeschützt. Ein befreundetes Paar hat uns empfohlen, dass mindestens die Hälfte der Terrassenfläche in der Sonne liegen sollte. Das war ein guter Rat, denn Grillen und Sonnenbaden ist so wesentlich angenehmer. Die Steinfliesen erwärmen sich in der Sonne und geben diese Wärme in der Dämmerung wieder ab. Glücklicherweise liegt unser Garten zur Südseite des Hauses hin. Damit es im Hochsommer nicht zu heiß wird, überlegen wir uns noch, ob wir zusätzlich an der Laubenaußenwand eine Markise installieren sollen oder vielleicht eine Art Sonnensegel, die sind ja derzeit recht angesagt. Durch die Nähe zum Haus hat man übrigens den Vorteil, dass Kabelanschlüsse in der Nähe sind – so kann man ab und zu auch mal im Garten fernsehen. Bei der WM haben wir das schon das ein oder andere Mal getestet, zumindest bei schönem Wetter.

Die ersten Schritte zur neuen Terrasse


Anfangs hatten wir ein paar Probleme mit dem Untergrund. Hier ist doch einiges mehr zu beachten, als wir anfangs angenommen hatten. Der Boden musste nämlich noch für die Terrasse vorbereitet und verdichtet werden, sonst hätte er später absacken oder vom Regen weggeschwemmt werden können. Außerdem mussten wir nicht nur eine gerade Fläche schaffen, sondern dabei gleichzeitig auf eine leichte Neigung achten, damit das Regenwasser nicht zur Laube hinlaufen und dort Schäden anrichten kann. Um den Boden zu verdichten, haben wir uns eine Rüttelplatte von einem befreundeten Bauunternehmer geliehen. Das Fundament haben wir aus Beton gegossen und gerade mit einem leichten Gefälle abgezogen.

So fanden die Terrassenfliesen ihren Platz


Holzdielen sind zwar günstiger als Fliesen, aber sie reagieren empfindlicher auf Wasser und müssen daher regelmäßig entsprechend behandelt werden. Darum haben wir uns nach reiflicher Überlegung für langlebige Terrassenfliesen als Bodenbelag entschieden. Gefunden haben wir sie bei Fliesen Kemmler. Damit die Terrasse uns auch wirklich lange erhalten bleibt, haben wir die Terrassenplatten auf dem gegossenen Betonfundament in einem stabilen Mörtelbett verklebt. Da es bei Mörtel viel zu beachten gibt, haben wir uns bei der Auswahl von einem Fachmann beraten lassen. Gut war auch die Seite baumarkt.de, die uns beispielsweise beim Anrühren des Mörtels gute Dienste leistete. Der Mörtel musste schließlich für das Material unserer Terrassenplatten und außerdem auch für den Außenbereich geeignet sein. Der Experte hat uns erklärt, dass der Untergrund zuvor mit einer Grundierung vorbehandelt werden muss und dass man jede einzelne Terrassenplatte auf fünf Mörtelsäckchen (jeweils unter den Ecken und eines in der Mitte) legen und dabei einen gleichmäßigen Fugenabstand von 3 Millimetern einhalten muss. Die Terrassenplatten haben wir dann von der Laubenwand aus beginnend verlegt, damit es hier einen geraden Abschluss gibt und anschließend mit einem Gummihammer sorgfältig festgeklopft. Dabei mussten wir stets darauf achten, dass weiterhin das Gefälle vom Haus weg führte. Betreten werden durfte die Terrasse erst, als der Mörtel abgebunden war. Die Fugen haben wir mit feinem, lehmfreiem Sand aufgefüllt. Praktisch an unserem neuen Fliesenbelag ist, dass zwischen den Fugen kaum Unkraut hervorsprießt und die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger ganz leicht von der Hand geht.

Noch einmal in der Übersicht, was wir beim Anlegen unserer Terrasse gelernt haben:


- Die geplante Terrasse vor Ort skizzieren
- Die Menge der benötigten Materialien bestimmen
- Boden vorbereiten durch Ausheben und Verdichten
- Fundament anlegen und auf Gefälle sowie die Höhe der Bodenbeläge im Vergleich zur Terrassentür achten
- Eigenschaften des Mörtels beachten
- Fliesen vom Haus aus beginnend verlegen
- Nicht passende Fliesen notfalls mit einem Fliesenschneidegerät anpassen
- Fugen mit lehmfreiem, feinem Sand auffüllen


Ohne die Tipps von Freunden und Bekannten hätten wir sicherlich auf den einen oder anderen Punkt weniger geachtet. Ich bin froh, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann, und möchte jedem, der ebenfalls plant, eine Terrasse selbst anzulegen, raten, sich im Zweifelsfall an einen Fachmann zu wenden.
Und jetzt werden hoffentlich noch die vielen Sonnenstrahlen auf der neuen Terrasse genossen.

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