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Eine Familie verlässt mit gut gefülltem Einkaufswagen das Ikea-Möbelhaus...
Eine Familie verlässt mit gut gefülltem Einkaufswagen das Ikea-Möbelhaus...Foto-Quelle: © WDR/Thomas Brill

Kratzer am schönen Bild von Ikea

Von Bernd Berke - Montag, 25.08.2014 - 21:47 Uhr

Gibt es da draußen noch jemanden, der noch kein Ikea-Regal zusammengebaut hat? Wohl kaum. Eine Reportage über das „unmögliche Möbelhaus“ geht uns also alle an.

Viele verbinden mit Ikea eine entspannte, freundliche und familiäre Atmosphäre. Doch „Der Ikea-Check“ (ARD), der über weite Strecken überzeugte, fiel nicht ganz so schmeichelhaft aus. Ein erster Vergleichstest mit einem großen Kölner Möbelhaus ergab, dass der Einkauf bei Ikea offenbar deutlich stressiger ist – Körpersensoren brachten es an den Tag.

Die Lust am Zusammenbauen

Erstaunlich, wie Versuchsgruppen ein und dasselbe Nachtschränkchen teurer einschätzten, wenn es noch zusammengebaut werden musste, als wenn es schon fertig vor ihnen stand. Allen Flüchen beim Hämmern und Schrauben zum Trotz: Das Zusammenbauen macht letztlich meistens Spaß und bringt auch ein wenig Stolz mit sich. Ein raffiniertes Prinzip, das weltweit Kunden an die Firma bindet.

Ein bisschen Schwund...

Ein Klassiker wie das „Billy“-Regal ist mit den Jahren billiger geworden. Wie kann denn das angehen? Nun, ein Tischler prüfte nach: Die Maße sind geschrumpft, die Qualität von Holz und Schrauben ist gezielt gesenkt worden. In Dekra-Testreihen erzielten die untersuchten Ikea-Produkte gerade mal das Prädikat „ausreichend“.

Fabrik im Lande des Diktators

Schließlich die „Fairness“. Ikea behauptet beispielsweise, eine bestimmte Kommode werde in Litauen gefertigt. Verdeckte ARD-Recherchen ergaben hingegen, dass zumindest wesentliche Mengen im diktatorisch regierten Weißrußland produziert werden, wo Löhne und sonstige Kosten noch sehr viel niedriger sind und wo Gewerkschaften nichts zu melden haben. Ikea zeichnet jedoch ein ganz anderes Bild von den eigenen Gepflogenheiten. Darf man hier von Vortäuschung falscher Tatsachen sprechen?

Da mag die Pressesprecherin von Ikea noch so sehr begütigen: Manche Leute, die diese Sendung gesehen haben, dürften beim nächsten Ikea-Einkauf vielleicht ein bisschen nachdenklicher werden.

4 Kommentare

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ich kann es mir leisten bewusst einzukaufen----Gesundheit ,,Arbeit, eigener Garten------auch wenn mir einige nun den Kopf,,,abreissen wollen----,ich kenn weder Ikea Aldi usw. von Innen,,,wenn etwas billig angeboten wird----,,,das geht nur mit Verlierer,,,

Wiederum,,gibts leider zuviele Menschen,,denen es sehr schlecht geht und leben--überleben müssen wir alle auf eine Art und Weise
Ja diese Einstellung finde ich gut, lieber Qualität statt Quantität. Oft ist weniger mehr. Aber der Slogan" Geiz ist geil " ist leider schon fest verwurzelt in deutschen Heimen. Waren die so billig sind erzeugen in den Herstellerländern leider nur Ausbeutung und maßlose Armut. Aber das ist den meissten Menschen Scheißegal. Lieber 4 Mal im Jahr in den Urlaub fliegen und auch da nach Schnäppchen schauen. Wann werden wir feststellen dass man Geld nicht essen kann.
und im Urlaub,ganz ,,billig essen,,
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Ja, IKEA hat Europa mit Möbeln versaut und jetzt kommt der Rest der Welt dran.
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