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Soll man einen alten Baum verpflanzen?

Schöner Wohnen im Alter - großes Haus oder kleines Appartement?

Von Christine Kammerer - Donnerstag, 11.06.2015 - 09:38 Uhr

Immer dieses leidige Treppensteigen! Dann auch noch der Hausputz und die Gartenarbeit. Hecke schneiden, Rasen mähen und im Winter Schnee räumen… Spätestens dann, wenn sich die ersten Zipperlein einstellen, beschäftigen sich viele Menschen mit der Frage: wie möchte ich im Alter wohnen?

My home is my castle

Ein Haus ist eine wunderbare Sache – so lange man jung und fit ist. Doch die Kosten sind hoch und Arbeit nimmt kein Ende: Kaum ist das Dach gemacht ist auch schon wieder die Heizung fällig. Und dann auch noch das leidige Putzen.

Im Garten hat man alle Hände voll zu tun – der Rasen will gepflegt, die Hecke geschnitten, die Beete wollen bepflanzt und gejätet sein und dann noch das ewige Gießen...

Aber natürlich kann man im eigenen Garten den Sommer auch besonders gut genießen. Man erntet je nach Jahreszeit ständig neue Früchte, freut sich an den vielen schönen Blumen und Blüten, genießt die Grillsaison und kann im Liegestuhl unter dem eigenen Apfelbaum herrlich entspannen…

Viel Arbeit und jede Menge Stolpersteine…

Wenn dann die ersten Zipperlein kommen – die Hüfte oder das Knie schmerzt – werden Haus und Garten schnell zum Klotz am Bein. Die damit verbundene Arbeit ist oft einfach zu belastend im Alter:

Auf die Leiter steigen im Garten? Viel zu gefährlich. Treppen fegen, Fenster putzen, Schnee schippen? Und wer kann sich schon einen Gärtner und eine Putzfrau leisten! Dann auch noch die nötigen Umbauten und Sicherheitsvorkehrungen im Haus – das kann ganz schön ins Geld gehen.

Das Appartement - klein, aber fein

Die Alternative: Das Appartement in einer Wohnanlage mit Hausmeister. Kein Treppenputzen mehr, kein Straße fegen, kein Schneeräumen. Eine Wohnung von übersichtlicher Größe, pflegeleicht und gemütlich. Und dazu auch noch um einiges kostengünstiger als ein Häuschen. Einen Aufzug sollte es natürlich auch haben, damit wir im Alter nicht mit schweren Lasten Treppen steigen müssen.

Die lieben Nachbarn

Das Appartement hat einen weiteren großen Vorteil: Man hat Nachbarn, die Pakete annehmen und im Urlaub nach dem Rechten sehen. Gerade für allein stehende Menschen ist das soziale Umfeld oft wohltuend.

Aber natürlich haben Nachbarn nicht nur Vorteile, zum Beispiel wenn der neue Mieter nebenan gerne auf dem Balkon grillt, Partys feiert und die Bässe aufdreht…

Soll man einen alten Baum entwurzeln?

Die Entscheidung, das geliebte Heim zu verlassen fällt schwer, wenn man fast ein ganzes Leben darin verbracht hat und dort stark verwurzelt ist. Das eigene Häuschen ist nicht nur ein Statussymbol, sondern auch von hohem ideellen Wert. Doch das Leben in einer Wohnung ist tatsächlich um vieles einfacher. Und immerhin ist das Appartement für viele auch eine bessere und akzeptablere Lösung als zum Beispiel ein Pflegeheim oder das betreute Wohnen.

48 Kommentare

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Ich habe vor 5 Jahren das richtige für mich gefunden, eine 2-Zimmer-Wohnung mit Garten und meine Söhne sind auch noch meine >Nachbarn. Perfekter geht es nicht.
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Guckt doch einfach mal im Netz unter "Wohnen im Alter ." Vielleicht findet sich da eine Lösung. Wie wäre es denn z.B.mit Studenten als Untermieter, die günstig oder mitfrei wohnen gegen Hilfe`?
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ich beschäftige mich schon länger mit dieser Frage....ich könnte mir vorstellen in ein ..."Mehrgenerationenhaus .."...zu ziehen...jung und alt zwar in getrennten Wohnbereichen...aber in einem bereichernden Miteinander verbunden.....es gibt zahlreiche Pilotprojekte deser Art...und ich persönlich fnde sie interessant....
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Bei mir hat sich "das Zipperlein" schon eingestellt und ich kann mein großes Haus (165 qm) nicht mehr alleine sauber und in Ordnung halten. Die Kinder sind ausgeflogen bzw. leben bei ihrer Mutter und eine Hauswirtschafterin kann ich mir nicht leisten. Auf dem Dorf ist die Nachbarschaftshilfe zwar noch intakt, aber man kann sie ja nicht für jedes und alles fragen. Wie es diesbezüglich bei mir weitergehen soll beschäftigt mich seit über einem Jahr - allein, eine Alternative will sich nicht ergeben wenn ich das Dorfleben weiterhin leben möchte........
Meine Situation ist ähnlich lieber Arnold. Ein Haus voller schöner, alter Möbel. Überall Erinnerungsstücke aus meiner Jugend und meiner verstorbenen Mutti. Mir würde das Herz bluten, alles auszuräumen und mich auf ein Minimum zu verkleinern. Sogar meinen Rasen mähe ich selbst und die Hecke stutze ich mit der Elektro Heckenschere. Versuchte jemanden anzuheuern und auf Stundenbasis zu zahlen..... War nicht sehr erfolgreich und in "Naturalien" zu zahlen ist auch nicht mein Ding. Dann mache ich es halt selbst!
Hallo Christa,
ich verstehe dich sehr gut.
Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Wohngemeinschaft zu machen.
Aber sicher hast du schon darüber nachgedacht.
Margarethe, ich verdränge diese Option. Mir ist klar, dass ich mit meinen 70 Jahren heute oder morgen umkippen kann und ich mein tägliches Pensum nicht mehr schaffe.... Aber wie gesagt ich bin Weltmeister im verdrängen!
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Es gibt verschiedene Wohnmodelle,
die ich mir für mein Alter vorstellen könnte: Z.B. eine "Erwachsenen-WG".
Ein großes Haus, am liebsten einen ehemaligen Bauernhof mit Tenne als "Mehrzweckraum" (gemeinsame Feste etc.) und großem Garten.
Gleichgesinnte Geister, tolerante Mitbewohner, leben und leben lassen.
Oder lieber doch ganz alleine zurückgezogen in meinem Häuschen?
Mal sehen, was kommt...
Ja, Absprachen, an die sich alle halten sind bei einem solchen Unternehmen unabdingbar. Theoretisch müsste es klappen...
Inga, ich komme
Wichtig ist, dass man in die gleiche Richtung schaut.
Die früheren Mutterhäuser von Diakonissen vermittelten bis zum Ende geborgenheit. leider ist das heute auch nicht mehr so. Im Alter sich gegenseitig nahe sein ohne sich auf den geist zu gehen. Das wünsche ich mir auch.
Liebe Margarethe,
das wäre auch meine Wunschvorstellung, vielleicht wird es ja mal Wirklichkeit? Man soll nie "nie" sagen...
Ja Inga, wer weiß wohin der Wind uns noch weht.
Bis dahin sei gut beschützt
Danke, liebe Margarethe, Du auch!
Hallo Christine,
wir warten auf dich.
Lass uns hier miteinander vertraut machen
Liebe Christine,
für Dich immer! Wir sind schließlich fast Doppelte Lottchen was unsere Gemeinsamkeiten angeht.
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Wenn man jung ist, träumt man von einem Haus.....
Für mich ist ein Haus inzwischen ein Haufen Steine. Es kostet Geld, Kraft und Zeit. Ich habe einige Menschen erlebt, die an ihrem Haus "kleben", keine Kraft und auch nicht das Geld hatten für Instandsetzungen. Je eher man sich davon trennt, desto leichter ist es. Kein Mensch auf dieser Welt kann etwas mitnehmen.... Loslassen ist die Devise!
Kein Problem Klaus
Wenn die Kinder oder Enkelkinder das Haus dann wirklich wollen, ok, aber heute ist der Arbeitsmarkt so kompliziert, dass man gezwungen ist, der A r b e i t hinterher zu ziehen. Keiner weiß, wie sein Leben verläuft.
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Hatte so zwischen 25 und 30, also lange vor den ersten Zipperleins, Haus und Garten gemietet und erinnere mich jetzt noch mit Grauen an die nie enden wollende Garten- und Hausarbeit. Für Leute, die das nötige Dienstpersonal gleich mit ordern, kann es eine mögliche Alternative sein. Ansonsten ist die Variante eher für Masochisten geeignet ...
Wie gut, dass jeder eine andere Ansicht zu dem Thema hat!
Würde jeder ein Haus mit Garten haben wollen, wäre unsere Landschaft noch mehr zersiedelt!
Jeder soll nach seinen Wünschen glücklich leben dürfen.
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Ich fände es toll unser großes Haus (ca. 130 qm) mit sehr steiler Treppe innen auf einem 500 EW Dorf !!! und zu versorgendem 3000 qm Grundstück !!! gegen eine 70-80 qm Wohnung in der Kleinstadt mit evtl. Balkon tauschen zu können, aber mein Mann wird da niemals mitziehen,da er im Haus geboren und dort inzwischen 64 Jahre drin lebt........
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...ich hatte früher ein Haus gemietet...und jetzt habe ich eine schöne Wohnung...
...wenn ich daran denke wie viel arbeit das Haus gemacht hat, Strasse kehren, morgens Schnee schippen..Hecke schneiden, Rasen mähen...usw....
...will und brauche ich alles nicht mehr....
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bin allei,hab aber eine große Wohnung-ist viell. im Pflegefall von Vorteil
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