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Frau setzt sich in Flüchtlingsheim selbst in Brand - Polizei findet daraufhi ...

Frau setzt sich in Flüchtlingsheim selbst in Brand - Polizei findet daraufhin ominöse Handynachricht

News Team
12.08.2017, 15:43 Uhr
Beitrag von News Team

Bei einem Zimmerbrand in einer Unterbringung für Flüchtlinge in Bad Driburg, Nordrhein-Westfalen, kam am Freitag, 11.08.2017, gegen 16:40 Uhr, eine 28-jährige Frau aus Albanien ums Leben. Bei den Ermittlungen der Polizei und Feuerwehr stellte sich heraus, dass die Frau den Brand offensichtlich, in der Absicht sich selbst zu töten, verursacht hat.

Die Mitarbeiter bemerkten eine Rauchentwicklung aus einem Zimmer im zweiten Obergeschoss des Hauses. Daraufhin evakuierten sie 91 Menschen aus dem Gebäude, so wie es schon mehrfach geübt wurde. Die Flüchtlinge konnten noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr in einer Turnhalle und später in einem anderen Wohntrakt untergebracht werden.

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes versuchten den Brand zu löschen, was wegen starker Rauchentwicklung aber nicht gelang. Die Feuerwehr konnte mit Atemschutzgeräten vorgehen und hatte den Brand dann schnell unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte fanden dann die Bewohnerin des Zimmers tot auf einem Bett liegend.

In der ZUE Bad Driburg sind überwiegend behinderte und hilfsbedürftige Menschen untergebracht. Die Tote war nach ersten Erkenntnissen gehbehindert. Drei weitere Flüchtlinge, die das Zimmer mit der Frau bewohnten, befanden sich zum Brandzeitpunkt nicht dort.

Bei den ersten Löschversuchen setzten sich zwei Mitarbeiter der Einrichtung, eine Frau und ein Mann, den Rauchgasen aus, so dass sie vor Ort durch einen Notärztin versorgt und dann durch den Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurden.

Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und ein Sanitätszug des Deutschen Roten Kreuzes waren mit 126 Einsatzkräften vor Ort. Notfallseelsorger wurden zur Betreuung der Bewohner und Mitarbeiter der ZUE eingesetzt. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen vor Ort auf.

Die Ergebnisse zur Untersuchung der Brandstelle, die nach derzeitigem Stand ein Fremdverschulden und einen technischen Defekt ausschließen, deuten auf ein absichtlich gelegtes Feuer durch das Opfer hin. Zudem erhärtet eine inzwischen aufgefundene Handynachricht der Verstorbenen den Verdacht der Selbsttötung.

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