Geld anlegen in Krisenzeiten - Darauf sollten Sie jetzt achten!

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Börsen auf Talfahrt - Wohin jetzt mit meinem Geld?
Börsen auf Talfahrt - Wohin jetzt mit meinem Geld?Foto-Quelle: imago images/Westend61
News Team
Von News Team

Die Angst vor dem Corona-Virus sorgt auch auf dem Finanz- und Anlagemarkt für Unsicherheit. Viele fragen sich, wie sie ihr Geld nun investieren sollten. Ist angesichts der gefallenen Kurse der ideale Zeitpunkt für den Einstieg in den Aktienmarkt gekommen? Ist Gold eine sichere Bank? Oder sollte man sich doch lieber auf konservative Anlagen besinnen?

Der erste Rat lautet: Bewahren Sie Ruhe. "Es ist keine Lösung, schnell und übereilt hektisch zu werden und jetzt Entschlüsse zu fassen, die nachteilig sind", sagt Ralf Scherfling, Finanz-Experte bei der Verbraucherzentrale NRW, gegenüber wize.life. "Möglicherweise lohnen sich, abhängig vom Einzelfall, Änderungen in der persönlichen Anlagestruktur. Hier sollte man aber vorsichtig sein." Keinesfalls sollten Anleger jetzt auf sogenannte "Geheimtipps" hören, wie man jetzt sein Geld in "sichere Häfen" rettet. Bei diesen Geheimtipps handle es sich oftmals um Produkte, die aus Sicht der Verbraucherzentrale für Privatanleger nicht geeignet oder schlicht spekulativ seien, etwa geschlossene Fonds oder Kryptowährungen wie Bitcoin.

Konservative Anlagen jetzt sinnvoll?

Verbraucher könnten in diesen unruhigen Zeiten nun geneigt sein, ihr Geld in konservativen Anlagen zu investieren. Diese haben durchaus ihren Platz in der eigenen Vermögensstruktur. Welches Gewicht sie hier haben, hängt von der individuellen Situation ab. Kurzfristig könnten konservative Anlagen jetzt sinnvoll sein, um die weitere Entwicklung abzuwarten, sagt Scherfling.

"Mittel- und langfristig hingegen machen Verbraucher mit diesen Anlagen ein reales Minus, da die Habenzinsen unter der Inflationsrate liegen." Das bedeutet: Investieren Verbraucher ausschließlich in konservative Anlagen, machen sie dauerhaft einen realen Verlust.

"Nicht in ein fallendes Messer greifen"

Dann also doch an die Börse? Schließlich sind die Kurse zuletzt stark gefallen, Verbraucher könnten also vergleichsweise günstig einsteigen. Eine alte Börsenweisheit rät dazu zu "kaufen, wenn die Kanonen donnern". Allerdings gibt es auch die gegenteilige Empfehlung, die da lautet, "nicht in ein fallendes Messer zu greifen". "Letztlich", sagt Scherfling, "hängt es von der persönlichen Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont ab, ob und wann man diesen Schritt wagen will." Der Anlagehorizont sollte mindestens zehn Jahre betragen.

Wenn Aktienmarkt, dann ETF

Sollte man sich entschließen, jetzt in den Aktienmarkt einzusteigen, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW einen ETF mit entsprechender Anlagestrategie. Wer bereits einen bestehenden Aktienfondssparplan hat, kann diesen weiterführen und sogar von den derzeit fallenden Kursen profitieren.

Scherfling gibt ein fiktives Rechenbeispiel: Wer pro Monat 100 Euro spart, konnte vor Kurzem bei einem Kurs von 40 Euro monatlich 2,5 Anteile kaufen. Wenn der Kurs jetzt auf 25 Euro gefallen ist, bekommt man monatlich 4 Anteile. Wenn sich die Kurse zu einem späteren Zeitpunkt erholen, profitiert man davon, mehr Anteile zu besitzen. „Aber Achtung“, sagt Scherfling. „Diese Kurserholung kann Jahre dauern. Die Zeit muss man haben.“

Vorsicht bei Gold

Gold ist keine Lösung, zumindest nicht für jeden. Auf dem Aktienmarkt setzt man rein auf mögliche Kurs- und Währungsgewinne (Gold wird in US-Dollar gehandelt). Physisches Gold in Form von Barren oder Münzen wird seinen Wert zwar nie vollständig verlieren. Allerdings kann der Goldkurs stark schwanken, so dass Verluste ebenso möglich sind wie Gewinne. "Gold ist daher keine sichere Geldanlage", bilanziert Scherfling. "Wer in Gold investieren will, kann einen Sachwert wie physisches Gold als Beimischung seines breit gestreuten Portfolios nutzen. Als Maximalwert empfehlen wir hier fünf bis zehn Prozent des Vermögens."

Jetzt Immobilie kaufen?

Anleger, die in diesen Zeiten etwas mehr Geld zur Verfügung haben, könnten überlegen, in eine Immobilie zu investieren. Gerade für die Altersvorsorge kann eine Immobilie ein wichtiger Baustein sein, sagt Scherfling. Vor dem Erwerb stellten sich aber viele grundsätzliche Fragen. "An vielen Orten sind Immobilien in den letzten Jahren im Preis zum Teil deutlich gestiegen", so der Finanz-Experte.

"Wer heute kauft, muss sich also überlegen, ob er den Kaufpreis bei einem späteren Verkauf wieder erreichen oder sogar übertreffen kann." Lage und Qualität des Objekts spielten hier eine entscheidende Rolle. Zudem müssten sich Anleger mit der Frage befassen, ob sie überhaupt Vermieter werden wollten.

Pflegeimmobilien sichern das Alter ab

Mietersuche, Nebenkostenabrechnung, Instandhaltung – Vermieter sein, das bedeutet Arbeit. Wer hier für sich eine weniger aufwändige Lösung sucht, für den könnte eine Pflegeimmobilie das Richtige sein. Bei Pflegeimmobilien übernimmt der Betreiber alle anfallenden Arbeiten. Als Geldanlage ist eine Pflegeimmobilie auch deshalb interessant, weil sie dem Anleger und dessen Angehörigen im Pflegefall ein bevorzugtes Belegrecht einräumt.

Pflegeimmobilien bringen nicht nur Rendite, sondern sichern auch für das Alter ab. Auch hier gelten allerdings die Regeln wie für jeden Immobilienkauf. Lage und Qualität der Immobilie entscheiden über den künftigen Wert des Objekts.

Für was sich Anleger nun auch immer entscheiden, eines sollten sie dabei immer beherzigen, sagt Scherfling. "Der beste Schutz des Vermögens bleibt eine breite Streuung über verschiedene Produktklassen hinweg."

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