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Fünf Stunden Schlaf pro Nacht reichen für einen Erwachsenen? Besser für die  ...

Gesunder Schlaf: Diese Irrtümer können euch krank machen

Von News Team - Dienstag, 23.04.2019 - 14:23 Uhr

Gesunder Schlaf ist enorm wichtig für unser Wohlbefinden. Wie aber genau sieht er aus - der gesunde Schlaf? Darüber gibt es zahllose Ansichten. Es geht bei der Länge der Nachtruhe los - und hört bei den unzähligen Tipps zum Einschlafen längst nicht auf.

Ein amerikanisches Forscherteam der New York University hat jetzt rund 20 Mythen rund um gesunden Schlaf auf ihren wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt hin abgeklopft.

Schlafen ist ein vitales Grundbedürfnis, das Auswirkungen hat auf unsere Produktivität, Laune und unser Wohlbefinden

sagt Dr. Rebecca Robbins, die an der Studie beteiligt war, deren Ergebnisse jetzt in "Sleep Health" veröffentlicht wurden.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass an vielen Mythen nichts dran ist. Sie können sogar zu mitunter schweren Gesundheitsschäden führen.

Im Video:

Einschlafprobleme? Mit diesem Trick dauert es nur 2 Minuten

Einige weit verbreitete Irrtümer, von den Forschern als falsche Mythen entlarvt:

Mythos 1: Erwachsene brauchen nur fünf Stunden Schlaf oder weniger

Dass für Erwachsene fünf Stunden Schlaf oder weniger ausreichen, sei ein "weit verbreitetes Missverständnis", sagt Dr. Rebecca Robbins von der New York University.

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Daran ist nichts dran, im Gegenteil: Durch zu wenig Schlaf steige das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und einen frühzeitigen Tod. "Für eine optimale Gesundheit raten wir dringend dazu, nachts regelmäßig 7 bis 8 Stunden zu Schlafen", so die Medizinforscherin.

Mythos 2: Alkohol hilft beim Einschlafen

Viele glauben, dass ein Glas Wein, Bier oder andere alkoholische "Absacker" beim Einschlafen helfen. Womöglich stimme dies sogar, sagt Rebecca Robbins - dass Alkohol uns schneller einschlafen lässt. Allerdings: "Durch Alkohol sinkt die Qualität des Schlafs dramatisch", so die Wissenschaftlerin. Längere Tiefschlafphasen seien seltener. Selbst wenn man einige Stunden geschlafen habe, erwache man morgens nicht besonders erholt.

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Mythos 3: Vorm Schlafengehen hilft Fernsehschauen dabei, sich zu entspannen

Im Bett vorm Einschlafen Fernsehen zu schauen, sei "leider nicht optimal, um zu entspannen", so Rebecca Robbins. Nachrichten oder andere aufwühlende Sendungen sorgen demnach einerseits kurz vorm Schlafengehen für Stress. Fernsehgeräte, Laptops oder Smartphones strahlen zudem hellblaues Licht aus. Robbins: "Genau dieses blaue Licht signalisiert unserem Gehirn am Morgen, wach zu werden." Nicht gerade das, was der Körper am Abend braucht.

Mythos 4: Bei Schlaflosigkeit sollte man einfach im Bett bleiben

Keine gute Idee, so das Ergebnis der Schlafforscher. Denn wer sich lange im Bett wälze, assoziiere schließlich das Bett mit Schlaflosigkeit. Und gerät in einen Teufelskreis.
Ein Mensch mit gesundem Bett brauche rund 15 Minuten, um einzuschlafen. Klappe das nicht in dieser Zeit, sollte man aufstehen und sich außerhalb des Schlafzimmers mit einer "stumpfsinnigen Tätigkeit" beschäftigen, sagt Rebecca Robbins. Ihr Tipp: Licht runterdimmen und: Socken falten.

Mythos 5: Schnarchen ist harmlos

Schnarchen nerve zwar die Umgebung, sei aber ansonsten harmlos, so eine landläufige Meinung. Zwar sei es möglich, dass hinter Schnarchen eine harmlose Ursache stecke, sagt die Medizinforscherin.
Möglich sei aber auch das Gegenteil: Schnarchen kann auch ein Zeichen für Schlafapnoe sein. Bei dieser schweren Schlafstörung kann die Atmung mehrfach in der Nacht aussetzen, was Herz-Kreislauferkrankungen zur Folge haben kann. Die Forscher raten laut schnarchenden Patienten, einen Arzt aufzusuchen. Er kann demnach abzuklären, ob hinter dem Schnarchen ein möglicherweise schwerwiegendes Gesundheitsproblem liegt.

Mythos 6: Wenn morgens der Wecker klingelt, ist es besser, auf die Schlummer-Taste zu drücken statt sofort aufzustehen

Sich morgens kurz etwas erschlagen und groggy zu fühlen, wenn der Wecker klingele, sei ganz normal, sagt die Schlafforscherin. "Das geht uns allen so." Dennoch sollte man der Versuchung widerstehen, die "Schlummer-Taste" zu drücken, damit der Wecker später noch einmal klingele. In der Zeit schlafe man zwar wieder ein. Doch dieser Schlaf sei sehr leicht und für den Körper nicht gut. Besser: Gleich aufstehen. Den Körper so schnell wie möglich blauem Tageslicht aussetzen, so das Ergebnis der Forscher.

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