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Neue Studie: Substanz krebserregend und genverändernd! Diese Lebensmittel si ...

Neue Studie: Substanz krebserregend und genverändernd! Diese Lebensmittel sind besonders belastet

News Team
09.02.2017, 14:17 Uhr
Beitrag von News Team

Palmöl gehört zu den billigsten Ölen in der Lebensmittelindustrie. Zahlreiche Produkte enthalten dieses Fett, das jedoch nachweislich gesundheitsschädlich ist.

Eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA ergab jetzt, dass Palmöl in Lebensmitteln sogar krebserregend und genverändernd sein kann. Schuld daran ist der Stoff Glycidyl-Ester, der bei der Herstellung des Öls entstehen kann. Welch großen Schaden der gefährliche Stoff im menschlichen Körper anrichtet, verdeutlichte Professor Edmund Maser, Toxikologe an der Uniklinik Kiel gegenüber dem "SWR Marktcheck":

Sie können die Chromosomen schädigen, die DNA schädigen und dementsprechend auch in unserem Körper Krebs auslösen. Also da jetzt Glycidil-Fettsäureester ein kanzerogenes Potential besitzen, gibt es eigentlich keine sichere Dosis. Grundsätzlich haben Substanzen, die genotoxisch sind, nichts in Lebensmitteln zu suchen.

Vier von zehn Produkten schadstoffbelastet

Die Realität sieht anders aus. Der "SWR Marktcheck" analysierte zehn zufällig ausgewählte Produkte im Labor, bei denen Palmöl ein großer Bestandteil ist (u. a. Nußnougat-Cremes, Säuglingsnahrung, Kekse, Chips und Fertiggerichte). Das Ergebnis der Analyse: In vier der zehn Stichproben vor Glycidol gefunden.

  • Oreo-Kekse: 0,6 mg/kg
  • TUC-Cracker: 0,5 mg/kg
  • Deli Reform Margarine: 0,1 mg/kg
  • Tortilla Chips von Chio: 0,1 mg/kg

Keine Grenzwerte vorgeschrieben

Verboten ist das nicht. Bislang gibt es keinerlei Grenzwerte für den Einsatz von Glycidyl-Ester in Lebensmitteln. Die Europäische Kommission will bis zum Herbst 2017 jedoch Grenzwerte einführen. Für pflanzliche Öle soll dann ein Grenzwert von 1 mg/kg gelten. Für Säuglingsnahrung 0,075 mg/kg.

Für Professor Maser ein erster Schritt in die richtige Richtung aber noch nicht ausreichend.

Bei Substanzen, die also die DNA schädigen können, die also Krebs auslösen können, hat man immer die Schwierigkeit , einen Grenzwert oder eine Höchstmenge zu definieren, weil theoretisch schon jedes einzelne Molekül im Körper einen Schaden anrichten kann. Und daraus dann eben unter bestimmten Umständen Krebs entstehen kann. Von daher ist es sehr schwierig einen Wert zu definieren, unterhalb dessen man sich als sicher wiegen kann. Langfristig sollte man überlegen, dass man diese Substanzen verbietet.


Italien zieht Konsequenzen

Eine "SWR"-Umfrage bei Nahrungsmittelherstellern und Lebensmittelketten ergab: Auf den Einsatz von Palmöl will trotz der Studie kein Hersteller verzichten. Einzig Lidl stellt vereinzelt Produkte um.

Außerhalb Deutschlands ist die Entwicklung schon fortgeschritten. So nahm in Italien beispielsweise die Supermarkt-Kette Coop hunderte Produkte mit Palmöl aus dem Sortiment. Nudel-Hersteller Barilla stellt sogar die Produktion auf palmölfrei um.

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