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Positiv- und Negativ-Aufnahme des Turiner Grabtuches

Turiner Grabtuch: Website veröffentlicht wissenschaftliche Aufnahmen

Von News Team - Freitag, 12.04.2019 - 10:55 Uhr

Eine neue Website macht wissenschaftliche Fotografien des Turiner Grabtuchs jetzt öffentlich zugänglich. Zu sehen sind die Veränderungen der Strukturen unter ultraviolettem Licht oder mikroskopische Vergrößerungen.

Wie die Catholic News Agency meldet, stammt die Sammlung von Aufnahmen von Vernon Miller, einem Fotografen des Brooks Institute of Photography of Santa Barbara in Kalifornien. Er war einer der Mitarbeiter, die das Turiner Grabtuch 1978 untersuchten. Bereits 90 Jahre zuvor hatte eine Fotografie die Verehrung der Reliquie neu angefacht, als das Negativ einer Aufnahme den abgebildeten Körper in einer zuvor ungeahnten Deutlichkeit hervortreten ließ.

HIER FINDEN SIE DIE JETZT VERÖFFENTLICHTEN BILDER VON 1978!


Vorder- und Rückseite als Negativ - die Spuren am Rücken sollen von der Auspeitschung stammen
gemeinfreiVorder- und Rückseite als Negativ - die Spuren am Rücken sollen von der Auspeitschung stammen

Als die Reliquie am 26. August bis 8. Oktober 1978 zum vierhundertjährigen Jahrestag der Überführung von Chambéry nach Turin, wieder einmal öffentlich ausgestellt wurde, erfolgte auch eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung im Rahmen des Shroud of Turin Research Projects (STURP), an der Vernon Miller als Fotograf mitwirkte. Während einige der beteiligten Wissenschaftlern Farbpigmente zu erkennen glaubten, beharrten andere darauf, dass die Verfärbungen durch menschliches Blut hervorgerufen worden seien.

Im Video: Das geheime Regelwerk des Vatikans

Fünf Jahre Später wurde es von den bisherigen Besitzern, dem Hauses Savoyen dem Papst und seinen Nachfolgern vermacht. 1988 wurden zur Ermittlung des Alters Proben des Tuches nach den Methoden der Radiokohlenstoffdatierung untersucht und eine wahrscheinliche Entsteheung um das Jahr 1325 ermittelt wurde.

Das gesamte Turiner Grabtuch ausgebreitet
gemeinfreiDas gesamte Turiner Grabtuch ausgebreitet

28 Kommentare

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Hallo, bin ich hier richtig beim "Turiner Grabtuch"?
Vor lauter Werbung ... nah ja ,,,

Hier mein Beitrag . gelesen auf JW.ORG
zumindest eine Überlegung wert.


Ist das Grabtuch von Turin das Leichentuch Jesu?


Die Antwort der Bibel

Das Grabtuch von Turin wird in der Bibel nicht erwähnt. Viele halten dieses Leinentuch für das Leichentuch von Jesus Christus. Aus diesem Grund wird es von manchen als eine der heiligsten christlichen Reliquien betrachtet. Aktuell wird es in einer Kathedrale in Turin in einem Hightech-Schutzgehäuse aufbewahrt.

Wird die Echtheit des Turiner Grabtuchs durch den Bibelbericht gestützt? Nein.

Hier drei Fakten über das Grabtuch, die im Widerspruch zum Bibelbericht stehen.

Das Grabtuch ist ein einzelnes Stück Leinenstoff, das 4,42 Meter lang und 1,13 Meter breit ist mit einem 8 Zentimeter breiten Streifen, der an der Längsseite angenäht ist.

Was die Bibel sagt: Jesu Leichnam wurde nicht in ein einzelnes Leinentuch gewickelt, sondern in mehrere Streifen aus Leinen. Sein Kopf wurde in ein separates Tuch gehüllt. Nach seiner Auferstehung kam einer seiner Apostel zu dem leeren Grab und „sah die Binden daliegen“. Die Bibel fügt hinzu: „Das Tuch, das auf seinem Kopf gewesen war, [lag] nicht bei den Binden . . ., sondern an einer Stelle für sich zusammengerollt“ (Johannes 20:6, 7).

Das Grabtuch weist Spuren auf, die angeblich Blutflecken eines ungewaschenen Leichnams sein sollen.

Was die Bibel sagt: Als Jesus tot war, bereiteten ihn seine Jünger für die Bestattung vor, „so wie es bei den Juden Sitte“ war (Johannes 19:39-42). Dazu gehörte es, den Leichnam zu waschen und mit Öl sowie aromatischen Substanzen einzureiben (Matthäus 26:12; Apostelgeschichte 9:37). Jesu Jünger hätten seinen Leichnam also gewaschen, bevor sie ihn in Leinentücher wickelten.

Das Grabtuch zeigt das Bild eines Mannes, das so aussieht, als ob man ihn „längs auf die eine Hälfte des Grabtuchs gelegt hätte, während die andere Hälfte an seinem Kopf umgeschlagen wurde und die gesamte Vorderseite des Körpers bedeckte“, so die Encyclopædia Britannica.

Was die Bibel sagt: Jesu Jünger unterhielten sich über seinen Tod, das leere Grab und den Augenzeugenbericht von Frauen, die „einen übernatürlichen Anblick von Engeln gehabt [hatten], die sagten, er lebe“ (Lukas 24:15-24). Wenn das Grabtuch in Jesu Grab gewesen wäre, hätten die Jünger es zweifellos erwähnt und sich auch über die Abdrücke darauf unterhalten. In der Bibel wird jedoch nichts davon gesagt.

Sollte das Grabtuch verehrt werden?

Nein. Selbst wenn es echt wäre — es zu verehren wäre dennoch nicht richtig. Die Bibel macht auch deutlich, warum.

Es ist nicht nötig. Jesus erklärte: „Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:24). Um Gott richtig anzubeten, ist es also nicht nötig, Reliquien oder Ikonen zu verehren.

Es ist nicht erlaubt. In den Zehn Geboten wird die Anbetung von Götzen verboten (5. Mose 5:6-10). Und auch Christen wurde in der Bibel geboten: „Hütet euch vor Götzen“ (1. Johannes 5:21). Manche argumentieren vielleicht, das Grabtuch sei für sie lediglich eine Ikone, ein heiliger Gegenstand ihrer Religion. Doch sobald man einen Gegenstand verehrt, wird er zu einem Götzen *. Wer also Gott gefallen möchte, verehrt keine Gegenstände, auch nicht das Grabtuch.

Wissenschaftliche Untersuchungen

Seit dem späten 19. Jahrhundert haben Forscher immer wieder versucht, die Echtheit des Grabtuchs mithilfe wissenschaftlicher Methoden zu bestätigen. Die Ergebnisse waren allerdings nicht wirklich aussagekräftig. 1988 schickte dann der Vatikan kleine Proben des Grabtuchs an drei Labors in verschiedenen Ländern. Die Labors datierten die Proben nach der Radiokarbonmethode und kamen einheitlich zu dem Schluss, dass das Grabtuch aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt.
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Natürlich kann ein Gläubiger die kosmische Macht fühlen, wenn er vor so einem berühmten Stück steht! Wenn dann jedoch z. B. der leibhaftige Mick Jagger plötzlich neben ihm stehen würde, dann würde sein Puls augenblicklich nochmal die Frequenz verdoppeln! Alles mystische, heilige und wunderbare das wir kennen, ist Menschenwerk! Selbst die Schönheit der Natur erkennt nur derjenige, der das gelernt hat. Wächst ein Kind in der Großstadt und mit Nintendo & Co auf, gefällt es ihm in der virtuellen Welt womöglich besser als zwischen Blumen und Bienchen! Genau aus dem Grund gibt es auch Perversion und finden Menschen z. B. daran Gefallen, sich den Popo versöhnen zu lassen. Von den pädophilen Dienern Jesus ganz zu schweigen! Aber zurück zu dem alten, vergammelten Fetzen, der bringt gutes Geld, also alles richtig gemacht, Jesus AG!
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Typisch katholische Kirche mit ihrem abergläubischen, profitträchtigen Reliquienkult.

Aber Millionen von Menschen sprechen auf so einen Unsinn positiv an, und wenn ihnen die "Reliquien-Placebos" in ihrem Leben weiterhelfen und es ihnen damit besser geht, dann soll es mir egal sein, solange ich diesen Kult nicht mitbezahlen muss.
Der historische Jesus, hätte jeden christlichen Reliquienkult, vor allem wenn er ihn betrifft, verabscheut und sich davon distanziert.

Falls es den christlichen Jesus gibt, hält DER die katholische Kirche mit all ihren weltlichen Verfehlungen eh für ein Produkt Satans.

Aber der Jesus, als Sohn Gottes, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eh eine reine Erfindung, deshalb macht dieser fiktive Jesus Christus auch nichts gegen den Satansbraten "Kirche".*

*siehe z.B. die vielen sexuellen Missbrauchsfälle von Priestern in der Kirche
"Der historische Jesus, hätte jeden christlichen Reliquienkult, vor allem wenn er ihn betrifft, verabscheut und sich davon distanziert."

Das ist reine Spekulation. Niemand weiß, wie der "historische Jesus" wirklich gedacht hat. Es ist ja nicht einmal sicher, ob er überhaupt gelebt hat.

Der "historische Jesus" ist genauso eine Phantasiegestalt wie der Jesus der Kirche: Man stellt sich was vor und malt sich was aus.

Das einzig Sichere, was über diesen Jesus bekannt ist, ist, dass nichts sicheres bekannt ist.
Schon mal etwas vom Konjunktiv gehört?...

Den historischen Jesus gab es wahrscheinlich, Jesus, als Jesus Christus, als Gottes Sohn, ist eine Erfindung.
Ja es war ein Terrorist.
Du meinst, deshalb wurde er auch zu recht gekreuzigt?
Franc,

Warum antwortest du auf meine Beiträge, wo du doch mehrfach betont hast, das sie dich nicht interessieren?

Egal.

Was soll das bedeuten "Den historischen Jesus gab es wahrscheinlich" ?

Sicherlich haben zur fraglichen Zeit viele Menschen dieses Namens in der betreffenden Gegend gelebt, es wird wohl kein überaus seltener Name gewesen sein.
Sicherlich sind auch Menschen dieses Namens hingerichtet worden, zu der Zeit war man mit der Todesstrafe nicht zimperlich.
Das ist aber schon alles, was "wahrscheinlich richtig" ist.

Alles weitere, was man mit dem Namen "Jesus" assoziiert (weil man damit im Reli-Unterricht zugeschüttet wurde) ist unsicher und ziemlich sicher zu großen Teilen erfunden.

Den "historischen Jesus" gibt es also deshalb gar nicht, weil wir nichts über ihn wissen. Der "historische Jesus" ist lediglich ein Ausdruck dafür, dass der "Glaubens-Jesus" so nicht existiert hat, wie es uns die Kirchen weismachen möchten.
Wenn wir aber vom "Glaubens-Jesus" alles Unsichere wegnehmen, was bleibt dann noch übrig?

NICHTS.
Drehe deine tristen Runden alleine, Hauptsache (für mich) kein infiniter Regress!
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Es gibt hier in Deutschland etwas Ähnliches, der "heilige Rock", das angebliche Untergewand Jesu, der im Trierer Dom aufbewahrt wird. Alle paar Jahre, letztens 2012 wurde er wieder einmal ausgestellt und von Walfahrern aus aller Welt besucht. Wir waren zu dieser Zeit an der Mosel in Urlaub, und wollten natürlich einmal sehen, wie es dabei so zugeht. Hunderte Meter lange Schlangen, links die angemeldeten Pilgergruppen, rechts die Einzelbesucher. Wir wollten natürlich nicht so lang warten und schmuggelten uns unbemerkt in eine der weit vorn stehenden Pilgergruppen. So kamen wir sogar zu einem Pilgerausweis der bestätigte, das wir ihn gesehen haben.
Die meisten wissen wohl, dass dieses Gewand um die 1000 Jahre alt ist und vermutlich nichts mit Christus zu tun hat.
Was uns überrascht hat, war die Andacht und die Ehrfurcht der meisten Menschen, manche haben den Glaskasten geküsst.
Solche Phänomene beeindrucken mich immer, auch wenn ich nicht an Reliquien glaube - aber ich beurteile gar nichts, sondern nehme zur Kenntnis, dass es Menschen jeden Alters, jeder sozialen Herkunft, jeder Klasse und Rasse gibt, die in solchen Momenten einmal stille halten und Zwiesprache mit ihrem Inneren halten.
Falls die meisten Besucher wissen, dass der Rock nichts mit dem biblischen Jesus zu tun hat, dann muss man sich doch fragen, wieso sie ihn sehen wollen.

Wieso brauchen Menschen ein gefälschtes Kleidungsstück um "einmal stille zu halten und Zwiesprache mit ihrem Inneren zu halten "?

Ist es so, dass sich diese Menschen intensiv wünschen, es möge ein Mensch gelebt haben, wie ihn die Bibel mit Jesus beschreibt?

Aber wieso betrügen sich diese Leute dann selber? Brauchen sie diese Illusion so notwendig?

Grade kommt mir der Gedanke, was wohl aus dem Fu0balltrikot geworden ist, das Helmut Rahn 1954 trug, als er das Siegtor gegen Ungarn schoss. Liegt das auch in irgendeinem Tresor und wird alle paar Jahre ehrfürchtig hervorgeholt und bestaunt? Gibts davon auch Fälschungen? Wofür steht dieses Trikot und wofür steht der "heilige Rock"?
Ich denke schon, dass das ein frommer Selbstbetrug ist, aber völlig harmlos.
Ich habe die Minuten im Dom zu Trier ja auch als etwas Besonderes empfunden. Und wenn es denn glücklich macht! Man bleibt ja nicht in der Stimmung. Nach kürzerer oder längerer Zeit verfliegt sie wieder. Ich denke, am ehesten ist es mit einer Bergbesteigung zu vergleichen, man genießt das Glücksgefühl, es auf einen Gipfel geschafft zu haben.
Mit dem Gipfelgefühl bei einer Bergwanderung würde ich es nicht vergleichen. Das entsteht durch die Endorphinausschüttung aufgrund der Anstrengung.

Aber wir Menschen haben wohl das Bedürfnis, gelegentlich von etwas fasziniert zu sein. Das "Mysterium tremendum et fascinosum", das "Heilige" zieht uns an. Auch wenn wir wissen, dass es sich bloß um eine Fälschung handelt: es ist faszinierend, sich auch nur vorzustellen, den Rock vor sich zu haben, mit dem ein "Gott" auf Erden gewandelt ist.
Der Rock muss nicht einmal wirklich das sein, was er vorgibt zu sein, allein die Vorstellung genügt schon.
Hier spürt man den intensiven Wunsch, "glauben" zu können.

Klar, das ist harmlos. Harmlos wie Kino, da ist ja auch nichts wirklich echt. Und auch Kino und Theater zieht uns magisch an.

Solange man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfindet. Bei manchen scheint das leider nicht der Fall zu sein. Da wird der Wunsch, mit dem "Heiligen" in Kontakt treten zu können, übermächtig und der Blick auf die Realität wird durch Wunschdenken verstellt.
Gut gesagt: Volker, du machst dich!
Franc,

Siehste, für meine Beiträge interessieren sich doch manche.

Ich finde es schade, dass auf meine Beiträge du immer nur mit Antworten kommst, bei denen man den Hass regelrecht spüren kann..

Ich hab jedenfalls nichts gegen dich.
Halten wir also fest:

Es ist egal, ob Reliquien "echt" sind oder nicht. Menschen WOLLEN einfach glauben, dass sie echt sind.

Die Kritik an diesen Reliquien, nämlich dass sie Fälschungen seien, geht also komplett am Problem vorbei! Das Problem ist vielmehr, warum Menschen von der Vorstellung fasziniert sind, etwas vor sich zu haben, was "heilig" ist, was also eine große Bedeutung für sie hat - selbst wenn sie wissen, dass es gewissermassen nur ein Symbol ist.
(Ältere) Fußballfans würden sicher etwas empfinden, wenn sie (nur) eine KOPIE des Trikots vor sich hätten, in dem Helmut Rahn 1954 das Siegtor für Deutschland geschossen hat...

Vielleicht kann man das mit Kino oder Theater vergleichen, wo wir uns ja auch GERNE den Illusionen hingeben, die da dargeboten werden. Wir sind ergriffen von der Schauspielerin, die da auf der Leinwand ewige Liebe und Treue darstellt - auch wenn wir wissen, dass sie in der Realität schon viermal geschieden wurde.

Dieses "ehrfürchtige" Staunen über einen "heiligen" Gegenstand ist etwas, was jeder bei sich beobachten kann - je nachdem, für was er sich interessiert.

Damit diese Gegenstände uns "heilig" erscheinen, müssen sie unserem Wunschdenken entsprechen. WIr möchten gewissermassen etwas "erleben", was wir uns insgeheim wünschen. Etwa ein Fußballheld zu sein. Oder von einem übermächtigen Wesen beschützt und überwacht zu werden.

Gerade Letzteres kann sehr nützlich sein: wer mit vielen ungelösten oder gar unlösbaren Problemen in seinem Leben zu tun hat, wird es als angenehm empfinden, die Verantwortung an dieses übermächtige Wesen delegieren zu können - das nimmt den Druck weg, seine Probleme selber lösen zu müssen.

Wenigstens vorübergehend - die Versuchung ist allerdings groß, diesen Druck endgültig auf ein gedachtes übernatürliches Wesen abzuladen. DIe Folge ist eine gewissen Gleichgültigkeit (das "Kismet", die Schicksalsgläubigkeit des Islam) und eine Abhängigkeit von den "weltlichen" Repräsentanten dieses Wesens.

Man sollte daraus nicht schliessen, dass Religion nur etwas für Dumme und Schwache sei. Jeder geht mal gerne ins Kino oder ins Theater, oder er hockt vor der Glotze. Nur übertreiben sollte man es eben nicht.
Du sagst es! PS: Frac ist ein Fach weiter oben...
Mir ist gerade der Gedanke gekommen, dass wir deswegen von "heiligen" Dingen fasziniert sind, weil es uns selber aufwertet, wenn wir sie vor uns haben.

Bin ich nicht ein viel wichtigerer, erfahrener, weiser Mensch, wenn es mir gelang, den Rock im Orginal anzusehen, den ein "Gott" einmal getragen hat? Habe ich dadurch nicht an "Lebenserfahrung" gewonnen? Bin ich nun nicht vielen meiner Zeitgenossen überlegen?

Etwas Ähnliches hat man doch, wenn man reist: Ist es nicht ein tolles Gefühl, zum ersten Mal den Eiffelturm zu sehen, vielleicht sogar anzufassen und hinaufzusteigen? Dabei ist doch damit - vernünftig betrachtet - keinerlei Gewinn für mich verbunden. Jedermann weiß, wie der Eiffelturm aussieht, und es gibt bestimmt genug Bilder von der Aussicht, die man vor der Plattform hat. Aber es macht mich zu einem erfahrenen, vielgereisten Menschen, wenn ich von mir sagen kann, ich hätte den Eiffelturm (natüürlich..) schon gesehen, schon erlebt. Es befriedigt meine Eitelkeit. Ich bin also ein so bedeutender Mensch, dass ich dieses berühmte Bauwerk persönlich besteigen durfte...

Tja, die menschliche Psyche... Wir sind zwar vernunftbegabt. Aber vernünftig? Nein.
Kann sein, dass das bei einigen so ist: Bei mir war es im Trierer Dom lediglich ein Staunen über die Ergriffenheit der anderen, die zugegebenermaßen kurzzeitig auf mich übergegriffen hat.
Mit dem Reisen ist es wohl heute anders. Jeder verreist und die meisten wollen nur Abwechslung und sich amüsieren. Sonst müsste es nicht solche Verordnungen geben, dass Komasaufen auf Mallorca heute nur noch in den Kneipen und nicht mehr davor möglich ist.
Früher konnte man mit Reisen ja wohl noch angeben.
Frage: Warum verreist du denn?
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ein gut gemachter Schwindel, wie jede Religion!
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Der Stand heute: Erstmals erwähnt wurde das Tuch im 14. Jahrhundert, heute lagert es im Turiner Dom und wird nur selten öffentlich gezeigt. Kritiker halten es für eine geschickte, mittelalterliche Fälschung. Die Katholische Kirche hat bislang nicht offiziell Position zu dem Stück bezogen.

Also ein Schmä wie man in Wien sagt, oder kommen weniger Besucher und Kollekte ist nicht mehr so voll.
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Wieder so ein verzweifelter Versuch die vermeintliche „Wahrheit“ zu finden. Alles nur hinausgeworfenes Geld. Die Gelder wären bei der Hilfe von Kriegsflüchtlingen etc. besser angelegt.
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Was soll daran interessant sein?

Naja, ob das "Turiner Grabtuch" wirklich 2000 Jahre alt ist, ist möglicherweise für Archäologen interessant.

Ob die darin angeblich sichtbare Person Jesus hieß, wird sich jedenfalls nicht feststellen lassen. Und selbst wenn: zu dieser Zeit war die Hinrichtung durch Kreuzigung nichts besonderes. Irgendein Jesus (der Name wird auch nicht selten gewesen sein) wird wohl auch irgendwann gekreuzigt worden sein.

Das eigentlich Wichtige an diesem Lumpen ist doch, dass er einem "Gottessohn" zugschrieben wird. Und das ist reine Fiktion.

Es kann bei diesen Grabtuch-Untersuchungen höchstens herauskommen, dass es eine Fälschung ist, z.B. weil es nicht so alt ist wie behauptet. Alles andere ist "Glauben".

Wenn die Untersuchungen von katholischen "Wissenschaftlern" duchgeführt worden sind, darf man wohl getrost daran zweifeln, dass sie vorurteilsfrei gemacht und ausgewertet wurden.

Die ganze Story ist billige Senstationshascherei.
Da schon seit Jahrhunderten diese Walfahrten stattfinden, würde ich es kaum Sensationshascherei nennen, denn vor Jahrhunderten gab es dieses Wort noch gar nicht. Es ist eine Tradition; manche "pilgern" stattdessen zu ihrem Lieblingsfußballverein. Der Effekt, das dabei Erlebte dürfte sich ähneln. "Gehobene" Gefühle
Nun, "Sensationshascherei" ist sicherlich ein modernes Wort. Heute stehen uns Informationen im Übermass zur Verfügung, und wenn eine Informationsquelle gehört werden will, muss sie ihre Infos auf eine gewisse eingängige Art präsentieren, wobei es nicht hilfreich ist, nüchtern und objektiv zu berichten, Übertreibungen und holzschnittartige Vereinfachungen sind dagegen nützlich.

Im Prinzip war das früher nicht anders, ohne die Informationsflut aber noch einfacher.

Die Kirche bot ihren Anhängern durch die Präsentation dieses Lumpens die Möglichkeit, ihren "Glauben" zu festigen. Endlich konnte man einen Beweis sehen, dass die Kreuzigungsstory historische Wahrheit ist. Dass es sich um einen Betrug handelt ist mehr als wahrscheinlich.

Der Vergleich mit dem Fußballclub ist treffend, wenn auch hinkend. Der Fußballclub ist real, kein Mensch zweifelt daran, dass diese Fußballspiele tatsächlich stattfinden. Die Kreuzigungsstory ist erfunden, da ist also schon ein Unterschied.
Beiden gemeinsam ist der Kontakt zu etwas sehr Bedeutsamen. HIer ist es ein "Gott", da ist es ein Fußballclub, auch das Interesse an Schauspielern gehört in dieselbe Kategorie.

Es wäre zu überlegen, wieso uns der Kontakt zu Dingen, die uns etwas bedeuten, so wichtig ist. Wahrscheinlich können wir unsere Illusionen auf diese Art lebendig erhalten.

Den von der Kirche präsentierten "Gott" gab es nie, die Fußballspiele sind zwar real, aber lediglich Unterhaltung ohne tieferen Sinn und die Schauspieler haben die Begebenheiten, die man im Kino sehen kann, nicht wirklich erlebt. Wir hätten das aber gerne, weil uns das aus irgendeinem Grunde wohltut.
Das hast du gut ausgedrückt, aber für viele sind Fußball- oder Filmstars auch schon Halbgötter. Ihnen werden Eigenschaften zugeschrieben, die sie gar nicht haben.
Ja, ganz richtig.
Es sind aber eigentlich nicht die Eigenschaften, die ihnen zugeschireben werden. Es sind die Geschichten, die sie erzählen.

Fußballstars erzählen uns die Geschichte vom gemeinsamen Kampf und gemeinsamen Erfolg oder Misserfolg. Jesus von Nazareth erzählt uns die Geschichte vom liebenden Übervater und seiner Aufopferung in unserem Interesse. Schauspieler erzählen uns - je nach Film - die Geschichte vom Verliebtsein, die Geschichte vom Helden, der die Welt rettet, die Geschichte von der heilen Welt in der sich alle gernehaben usw. Es sind alles Geschichten, die uns guttun. Warum? Weil wir die Realität, wie sie nunmal ist, nur schwer ertragen können. Irgendwie brauchen wir diese Ausflüge in Traumwelten.
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