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"Diese Kundin bekommt hier nichts!" - Das erlebte eine dm-Angestellte bei Ro ...

"Diese Kundin bekommt hier nichts!" - Das erlebte eine dm-Angestellte bei Rossmann!

News Team
19.01.2017, 18:43 Uhr
Beitrag von News Team

dm-Mitarbeiterin Giannina Z. war einkaufen. Nicht etwa im eigenen Laden, sondern bei der Konkurrenz von Rossmann. Doch dort wurde ihr der Großeinkauf von Sonderangeboten zu Jahresbeginn untersagt, wie die "WAZ" schreibt.

Auf der Facebook-Seite von Rossmann machte Z. ihrem Ärger Luft. Sie schreibt von Demütigung und Diskriminierung, die sie im Umgang mit den Mitarbeitern in Bedburg-Hau erfahren habe, weil man ihr die Waren nicht verkaufen wollte. „Ohne böse Hintergedanken“ habe sie „viele Produkte aus der aktuellen Werbung“ kaufen wollen, für sich, ihre Mutter und Bekannte aus den Niederlanden.

Sie stand offenbar bereits an der Kasse, als das Drama seinen Anfang nahm: „Von hinten aus dem Lager kam eine Frau, lauthals durch den Laden wurde gerufen: Bonabbruch, sofort Storno. Diese Kundin bekommt hier nichts!“, so Z. Es sei ihr „ganz persönlicher Albtraum“ gewesen, denn man habe ihr unmittelbar unterstellt, im Auftrag für dm einzukaufen.

Laut FOCUS-Informationen kaufen dm-Mitarbeiter gezielt Sonderangebote

Mitarbeiter von dm kaufen nach Informationen des FOCUS bei den Konkurrenten wie Rossmann oder Müller gezielt Sonderangebote auf und stellen diese in die eigenen Regale.

FOCUS beruft sich dabei auf eine ihm vorliegende interne Anweisung der dm-Zentrale in Karlsruhe an die rund 1800 Filialen in Deutschland.

Ein dm-Sprecher in Karlsruhe bestätigte das Vorgehen: Man stelle den Mitarbeitern die Information zur Verfügung, wo sie am günstigsten einkaufen können, sagte er am Freitag auf Anfrage.

Konkret sollen, so erfuhr FOCUS, „strategisch relevante Aktionsartikel bei Wettbewerbern“ eingekauft werden. „Hierzu wird eine Liste mit relevanten Artikeln montagsmorgens bereitgestellt“, zitiert FOCUS aus der Direktive.

Das Scheiben enthält einen Link auf eine Seite im dm-Intranet, auf der die korrekte Verbuchung des „Fremdeinkaufs in den Filialbestand“ erläutert wird.

Christoph Werner, Geschäftsführer „Marketing + Beschaffung“ bei dm, bestätigte gegenüber dem FOCUS: Die Einkaufsquellen „können auch Wettbewerber sein, wenn diese Artikel unseres Sortiments zu einem Preis anbieten, der unter unserem Einkaufspreis beim Hersteller liegt“, so der Sohn von Firmen-Gründer Götz Werner zu FOCUS.

Gegenüber FOCUS Online teilte dm-Konkurrent Rossmann mit, dass die Beutezüge der dm-Mitarbeiter in den eigenen Läden bereits bemerkt worden seien. Umgekehrt wende Rossmann diese Taktik nicht an.

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