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So funktioniert die Venen-OP - Und in welchen Bahnen läuft das Blut nach dem ...

So funktioniert die Venen-OP - Und in welchen Bahnen läuft das Blut nach dem Adern-Ziehen?

Monika Preuk
01.06.2017, 17:02 Uhr
Beitrag von Monika Preuk

Krampfadern lassen sich veröden, verkleben oder ziehen. Mehr über die Venen-Operationen und wie der Blutfluss im Bein danach wieder richtig pumpt.

Ist die Venenerkrankung schon fortgeschritten, hilft oft nur noch die Operation. Dabei sind die Techniken inzwischen so verfeinert, dass sie den Patienten wenig belasten und Venenoperationen oft ambulant durchgeführt werden können. Je nach Ausprägung des Venenleidens wird der Phlebologe oder der Chirurg sich in Absprache mit dem Patienten für die entsprechende Methode entscheiden:

Sklerosierung – veröden, verkleben

Dabei injiziert der Arzt ein Verödungsmittel in das kranke Gefäß, das dadurch von innen verklebt, danach langsam verwächst und verschwindet. Die Methode, bei der spezielle Gefäßkleber oder Schaum zum Einsatz kommen, eignet sich vor allem für Besenreiser und kleinere Krampfadern. Die Behandlung kann mehrmals durchgeführt werden, etwa wenn es ganze „Nester“ von Besenreisern gibt

EVP (Externe Valvuloplastie)

Der Arzt setzt über einen kleinen Hautschnitt eine winzige Polyurethan-Manschette um die erweiterte Vene – vergleichbar mit einem inneren Kompressionsstrumpf. Die Vene hat dadurch wieder ihren normalen Durchmesser. Die Methode eignet sich nur, wenn sich das Venenleiden noch im Anfangsstadium befindet.
Radiofrequenz oder Laser. Unter Ultraschallkontrolle führt der Arzt über eine Punktion die Laser- oder Radiowellen-Sonde zur erweiterten Vene. Nun wird die Sondenspitze heiß, die Veneninnenwände verkleben dadurch. Die Vene ist verschlossen und baut sich in den nächsten Wochen langsam ab.

CHIVA (Cure Conservatrice et Hémodynamique de l'Insuffisance Veineuse en Ambulatoire)

Das heißt übersetzt so viel wie ambulante, Blutfluss korrigierende Behandlung von Krampfadern. Der Gefäßchirurg zieht über winzige Hautschnitte erkrankte Venenabschnitte heraus, bindet sie ab und platziert sie wieder zurück. Dadurch soll sich die Krampfader in den nächsten Wochen regenerieren.

Stripping (Venen ziehen)

Dabei werden Teile von Krampfadern abgebunden und ganz herausgezogen. Der Eingriff erfolgt je nach Ausmaß der Venenerkrankung ambulant oder stationär und kann wiederholt werden. Venen-Stripping ist die häufigste operative Maßnahme zur Behandlung von Krampfadern.

Nach der Venen-Operation sind die Beine trotzdem gut durchblutet

Nach dem Venen-Stripping stellt sich jedoch die Frage, wie die Blutversorgung danach in den Beinen funktioniert. Tiefer gelegene Venen übernehmen dann den Bluttransport. Die Blutversorgung ist nach der Operation oft sogar besser als vorher. Denn in der Regel werden Krampfadern dann gezogen, wenn in ihnen mehr Blut versackt als transportiert wird. Die Durchblutung war also schlecht.
Voraussetzung für den Erfolg jeder dieser Maßnahmen ist jedoch, dass Sie sich nach dem Eingriff an die Anweisungen des Arztes halten. So ist nach den meisten Venen-Operationen wichtig, Kompressionsstrümpfe über mehrere Wochen hinweg zu tragen. Und damit sich nicht erneut Krampfadern bilden, sind vorbeugende Maßnahmen sinnvoll, etwa regelmäßige Venengymnastik.


Wie das ganz einfach geht, sehen Sie hier: