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Messermord in Prien: Musste Farima S. (38) sterben, weil sie Christin war?

Messermord in Prien: Musste Farima S. (38) sterben, weil sie Christin war?

News Team
01.05.2017, 12:57 Uhr
Beitrag von News Team

+++ Update am 2. Mai 2017, 11:50 Uhr +++


Nachdem in Prien am Chiemsee die afghanische Mutter Farima S. (38) vor den Augen ihrer Kinder (5 und 11) von einem ebenfalls aus Afghanistan stammenden Mann (29) erstochen worden war, gibt es jetzt erste Hinweise auf den Tathintergrund.

Wie Bild berichtet, könnte der Lidl-Mord in Prien religiös motiviert gewesen sein. Gegenüber der Zeitung erklärte die Schwester des Opfers, Somi A. (31):

Meine Schwester musste sterben, weil sie Christin wurde.

Farima war demnach bereits vor acht Jahren konvertiert und hatte sich evangelisch taufen lassen:

Auf einer Reise in den Iran hatte sie einen Priester getroffen, der sie vom Christentum überzeugt hat. Farima war die einzige konvertierte Christin unter den Afghanen in Prien.

Das könnte die Ursache gewesen sein, dass sich der Täter ausgerechnet Farima als Opfer ausgesucht hatte, wie ihre Schwester Somi vermutet:

Ich habe gehört, dass der Täter seine Tat angekündigt haben soll. Er war wütend, weil er abgeschoben werden sollte. Er wusste, dass meine Schwester Christin war. Er hat sie auf dem Weg zur Kirche gesehen.

Ursprüngliche Meldung


Nach der grauenhaften Bluttat vor dem Lidl-Markt in Prien, wurden inzwischen weitere Details vom Tathergang bekannt. Die gesamte Ortschaft steht unter Schock!

Wie Chiemgau24 berichtet, soll der mutmaßliche Täter, ein Mann aus Afghanistan (29) zunächst auf einer Bank gegenüber des Supermarkt-Eingangs gesessen haben. Als die ebenfalls aus Afghanistan stammende Frau (38) gerade mit dem Einkaufswagen und den beiden Kindern (5 und 11) den Supermarkt verließ, habe er sich völlig unvorhergesehen auf sie gestürzt:

Er sei dann von hinten auf die Frau los, habe ihr in den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten. Wie in Trance soll er dann weiter auf sein Opfer eingestochen haben.

Dies berichtet ein junger Feuerwehrmann, der am Vorabend zum 1. Mai, an dem in Bayern traditionell das Aufstellen des Maibaums gehört, die Blutspuren der Schreckenstat beseitigen sollte. Freunde hatten ihm als Augenzeugen von dem Tathergang berichtet. Eine Frau aus Prien stand gerade am Flaschenautomaten, als sie einen Tumult vor dem Lidl-Markt bemerkte:

Ich hörte angsterfüllte Schreie wie 'Er hat ein Messer, er will sie abstechen!' Das war schlimm. Ein mutiger Bürger, ich weiß nicht, ob das der Polizist war, versuchte noch dazwischen zu gehen und die Frau zu retten. Alles war voller Blut, es war unfassbar schrecklich!

Ein Verwandter des Opfers ist sich sicher:

Das war ein gezielter Anschlag, aber keine Beziehungstat. Brutaler geht es nicht. Ich habe die verstörten Kinder in Empfang genommen.

Eine junge Mutter, die mit ihren Kindern Blumen an dem Tatort niederlegte, fasst die Stimmung und den Schock der Bewohner treffend zusammen:

Ich wohne nur fünf Minuten von hier und gehe jeden Tag zum Lidl - ich hätte niemals gedacht, dass so etwas hier in der kleinen beschaulichen Marktgemeinde passieren kann.

Berliner zeigt Zivilcourage und wird selbst zum Opfer - Polizei sucht diese Täter!


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