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Depression - Die Folgen einer schnellen Zeit - Ein Erlebnisbericht

Depression - Die Folgen einer schnellen Zeit - Ein Erlebnisbericht

09.07.2016, 10:14 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Depressionen haben sehr oft etwas mit Verlust zu tun. Das kann der Verlust eines geliebten Menschen sein, der Verlust des Arbeitsplatzes, der Verlust der Gesundheit oder die Verminderung der eigenen Leistungsfähigkeit. Immer wieder kann es passieren, dass uns Verluste überfordern oder gar hilflos machen. Der ständig zunehmende Leistungsdruck in der Gesellschaft färbt unseren Alltag zunehmend auch bis in unser privates Leben hinein. Wir übernehmen gängige Muster und Ansichten ungewollt, einfach weil wir in diesem System von "Ich schaffe das!" verhaftet sind. Wir verlieren ein Gespür für Grenzen, für unsere eigenen und auch für die Grenzen anderer. Daran krankt unsere "moderne Leistungsgesellschaft". Immer mehr führt im Grunde genommen zu immer weniger. Obwohl wir seit Bestehen der Bundesrepuplik Deutschland unser Bruttoinlandsprodukt stetig erhöhen konnten, hat sich das empfundene Glück seit den Neunzigern nicht weiter vermehrt (Quelle: Studie zur Konstruktion eines Lebenszufriedenheitsindikators, Zentrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster). Und so trifft es immer wieder Menschen, die diesem Druck zum Opfer fallen, Menschen, die ihren Beitrag leisten wollen, aber einfach nicht mehr können. Ebenso erging es Joe. Joe stand viele Jahre seinen Mann, lebte ein ganz normales Leben, bis eines Tages plötzlich alles anders war...

Hier weiter lesen: Joe und die Folgen von Leistungsdruck

1 Kommentar

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Die Depression - das schwarze Loch des Unbewussten

Hier begegnen wir Gefühlen von Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Freudlosigkeit und einer emotionalen Leere im Kopf. Eine affektive Ambivalenz, in der ein Mensch sich weder um sich selbst noch um andere, noch um das Leben kümmert. Nichts ist von Bedeutung, nur die Dunkelheit ist allgegenwärtig.

Manche Menschen erreichten diesen Seelenzustand bereits in ihrer Kindheit. Damals waren sie außerstande für sich Selbst zu sorgen und wandten sich hilfesuchend an die Welt mit der Bitte, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und dass sie akzeptierend angenommen werden.
Doch die Verantwortlichen, die Autoritätspersonen, die Eltern konnten oder wollten ihre Wünsche oft nicht erfüllen. So fühlten sie zum ersten Mal einen tiefen Schmerz – die innere Dunkelheit.
Das missfiel ihnen und indem sie genau beobachteten was ringsherum vorging, entwarfen sie ihr Szenario in der Hoffnung, nie wieder in diese Situation zurückkehren zu müssen. Dieses erschaffene Drehbuch zielt darauf ab, ins Licht vorzudringen und dort auch zu bleiben.

Einige Menschen geraten täglich in einen solchen Zustand der Depression, andere wöchentlich, die meisten aber erst nach Jahren. Und obwohl sie glauben, im Licht zu sein, brennt es doch vielleicht nur schwach oder auf Kosten von jemand anderem. Manchmal geschieht es auch, dass jemand anders die Kontrolle über den Schalter des Lebens hat.

Ich kenne niemanden ohne persönliches Lebensdrehbuch.
Wie können wir uns den Einflüssen unserer Umgebung auch entziehen?
Die Frage lautet also nicht: „Hast Du ein Drehbuch?“ sondern: „Inwieweit behindert Dich Dein inneres Drehbuch?

Jedes Mal, wenn wir uns anpassen oder zu einer einengenden Überzeugung gelangen, waren wir bereit, einen Aspekt unserer inneren Wahrheit, unseres autonomen Selbst oder unseres Geistes preiszugeben. Nach und nach vergaßen wir, wer wir eigentlich sind, und so dachten wir irgendwann, dass das angelernte Selbst - unsere Konditionierung - das wahre Selbst sei. Um uns gegen den Schmerz dieses Verlustes zu schützen, ersannen wir dann ausgeklügelte Verteidigungssysteme.
So überzeugten wir nicht nur die anderen davon, dass unsere Illusionen die eigentliche Realität darstelle, sondern sogar uns selbst. Außerdem bewahrten wir eine Art von Loyalität: Wir waren einverstanden, von unseren Eltern all das zu übernehmen, was sie in ihrem von Illusionen geprägten Leben ignorierten beziehungsweise verdrängten.

Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, mehr und mehr ein autonomes Leben zu führen, zu dem wir bestimmt sind. Denn autonom sind wir schon von Geburt an. Eigentlich bräuchte das autonome Selbst weder erkannt noch bestätigt werden. Da wir jedoch so lange „bewusstlos“ waren und unsere frühere Konditionierung so tiefe Spuren hinterlassen haben, mangelt es uns zunächst an Selbstvertrauen und Selbstliebe.
Oft wissen wir nicht, welches Selbst aus uns spricht. Und weil die meisten unserer Unternehmungen eine Rückkehr zum Drehbuch nahe legen, kommt es dennoch unter den günstigsten Umständen immer wieder zu solchen „Ausrutschern“ einer Depression.

Eine Möglichkeit Depressionen wirkungsvoll zu begegnen und sie therapeutisch aufzulösen ist die hypno-integrative tiefenpsychologische Therapie H.I.T.T. ® nach Werner Meinhold.



C.R. im Dezember 2011
  • 10.08.2016, 14:52 Uhr
  • 0
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