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Wie lässt sich Arbeit altersgerecht gestalten?

Wie lässt sich Arbeit altersgerecht gestalten?

Helmut Achatz
05.02.2017, 20:36 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Politiker und Ökonomen fordern, dass Ältere länger arbeiten sollen. Können sie das auch? Wie stellen sich Unternehmen darauf ein? Längst ist nicht alles ideal – höchste Zeit nachzubessern oder überhaupt erst mal loszulegen.

Zwar steigt der Anteil älterer Beschäftigter in den Belegschaften peu à peu, aber von den 63-Jährigen sind der Bundesagentur für Arbeit nur noch 15 Prozent Vollzeit beschäftigt, von den 64-Jährigen sind es lediglich 10,3 Prozent, selbst von den 60-Jährigen sind nur 35,2 Prozent Vollzeit beschäftigt. So sah im vergangenen Jahr die Realität aus. Dabei altern Deutschland und Italien in Europa am schnellsten. Dem Statistischen Bundesamt zufolge waren 2016 hierzulande 21 Prozent älter als 65 Jahre – getoppt nur von Italien mit 22 Prozent. Die jüngste Bevölkerung hat übrigens Irland mit 13 Prozent 65plus-Einwohnern.

Immer weniger Aktive und mehr Alte

Unternehmen stehen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vor der Herausforderung, Rahmenbedingungen für eine längere Lebensarbeitszeit zu gestalten. Die BAuA hat deswegen die Broschüre die „Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung“ herausgebracht. Die baua: Praxis vermittle systematisch und praxisnah den aktuellen Forschungsstand – plus Hinweise auf die Möglichkeiten einer alterns- und altersgerechten Arbeitsgestaltung.

2030 werden laut BAuA voraussichtlich nur noch 39 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland leben. 2010 seien es noch rund 45 Millionen. Schon aus Eigeninteresse müsste den Unternehmen daran gelegen sein, qualifiziertes Personal möglichst lange und leistungsfähig im Unternehmen halten – am besten bis zur Regelaltersrente. Eigentlich dürfte es sich von selbst verstehen, dass ein gutes Betriebsklima und ergonomische Arbeitsumfeld motivieren. Motivierte Beschäftigte, sind gesunde Beschäftigte, die seltener krank werden – gut für die Effizienz. Leider ist das bei vielen Führungskräfte noch nicht angekommen.

So sieht altersgerechte Arbeit aus

Die Broschüre der BAuA verdeutlicht, worauf es bei der alterns- und altersgerechte Gestaltung der Arbeit ankommt. Sie gibt konkrete Hinweise auf Gestaltungsmöglichkeiten im Betrieb – und ist gedacht für Verantwortliche in Betrieben, Arbeitsschutzakteure, Beratende, sowie Vertreter der Sozialpartner.

Mehr unter vorunruhestand.de

„Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungswissen für die Praxis“; Inga Mühlenbrock; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; ISBN: 978-3-88261-216-5; 100 Seiten, DOI: 10.21934/bauaraxis20161116. Die baua: Praxis gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

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5 Kommentare

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Was heißt hier altersgerecht?
Betriebe wollen doch schon heute ältere Arbeitnehmer über 50
nicht mehr einstellen!
  • 06.02.2017, 18:13 Uhr
  • 4
recht hast du,leider geht der trend schon nach unten wenn du ab 45 jahre krank wirst...
  • 07.02.2017, 15:17 Uhr
  • 1
In meiner Umgebung habe ich erlebt, dass eine Altenpflegerin, welche über 30 Jahre in einem Seniorenheim
tätig war, nun aber Probleme mit dem Knie und der Hüfte hat,
praktisch gehen kann. Eine leichtere Tätigkeit kann man
anscheinend nicht anbieten - obwohl sie sehr qualifiziert ist.
In der Zwischenzeit ist sie über 5o.
  • 07.02.2017, 17:45 Uhr
  • 0
ja leider ist das so in manchen berufen da brauchen die pflegekräfte dann selber hilfe aber dann fehlt das geld für die rente..ein kreislauf ohne ende..meine tochter ist jetzt bald 46 jahre und seit ihren 17.lebensjahr verkäuferin und ist auch krank im rücken und bekommt dann auch nichts mehr..also sagt sie sich durchhalten...
  • 07.02.2017, 19:59 Uhr
  • 1
in vielen berufen ist es einfach kaum noch möglich bis zum rentenalter zu ackern weil die jenigen selbst fix und fertig sind mit ihrer krankheit.so wie schon beschrieben in der pflege.aber auch fliesenleger dachdecker ect. den politikern wäre es doch am liebsten wenn wir bis der deckel zu fällt malochen.so siehr es doch aus.damit bloss nicht soviel an rente gezahlt werden muss.daher wird das renten alter ja auch immer höher gesetzt.sowie zur zeit bei 67 jahren.nur politiker müsste man sein.da kannste ja schon viiiiieeeelll früher in rente gehen.man braucht sich keine sorgen machen ob man alles noch bezahlen kann ohne zuschuss vom amt.denn die meisten bekommen ja im durchschnitt 2500 euro monatlich plus zuschüsse.aber wehe unser eins geht eher in rente weil es aus gesundheitlichen gründen nicht mehr geht.der muss abzüge ohne ende hin nehmen.wer fit ist und bis zur rente arbeiten kann ist das ja schön.doch wer aber wie auch schon genannt aus welchen gründen auch immer, einen anderen job sucht der hat es ab 40 verdammt schwer.da kann man noch soviele erfahrungen haben das juckt keinen.man ist zu alt, überqualifiziert so die ausreden der anbieter von arbeit.man kann es auch so ausdrücken das man ja nun in einem alter ist wo man dann ja eventuell öfters krank werden könnte die volle leistung nicht mehr bringt weil man ja nicht mehr so fit und schnell ist. es ist ein rattenschwanz ohne ende.
  • 08.02.2017, 09:47 Uhr
  • 1
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