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Frau oder Mann - wer trägt die Krone?

Frau oder Mann - wer trägt die Krone?

17.08.2017, 08:16 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Heute hörte ich als Morgengedanken (eines Pfarrers aus Tübingen) einen bemerkenswerten Text der Familientherapeutin Virginia Satir. Er drückt für mich aus, was eine von Liebe getragene Partnerschaft heute ausmacht:

„Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen.
Ich möchte dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten.
Ich möchte dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen.
Ich möchte zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen.
Ich möchte dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen.
Ich möchte dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen.
Ich möchte von dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben.
Ich möchte dir meine Gefühle mitteilen, ohne dich für sie verantwortlich zu machen.
Ich möchte dich informieren, ohne dich zu belehren.
Ich möchte dir helfen, ohne dich zu beleidigen.
Ich möchte mich um dich kümmern, ohne dich ändern zu wollen.
Ich möchte mich an dir freuen – so wie du bist.
Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern.“

Soweit der Text von Virginia Satir. Jedem Liebespaar wünsche ich diese gegenseitige Wertschätzung.

16 Kommentare

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"Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann......" und wenn nicht?
  • 17.08.2017, 13:24 Uhr
  • 0
"Wenn ..." - nach bedingungsloser Liebe klingt das schon mal nicht. (Ich liebe Dich, wenn Du....) Vielleicht ist das zwar die Basis für eine Versorgungs- , eine Interessengemeinschaft, aber mehr ???
  • 17.08.2017, 14:35 Uhr
  • 0
In meinem Bekanntenkreis erlebe ich es immer wieder,
dass mehr oder weniger eine "Versorgungsgemeinschaft"
angepeilt wird - vor allem im höheren Alter.
  • 17.08.2017, 14:51 Uhr
  • 0
Ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn sich beide darüber einig sind
  • 17.08.2017, 14:53 Uhr
  • 1
ich glaube nicht an die bedingungslose, lebenslange Liebe. Die himmelhochjauchzende Verliebtheit, während der man solche Gedanken ehrlichen Herzens hegt, ebbt nach einigen Jahren ab. Wenn dann einer nur gibt und der andere nur nimmt, kommt es zum Frust, gar zum Hass.
Menschen, deren Verhältnis (auch das innerhalb der Großfamilie) sehr harmonisch scheint, leben oft nach dem Motto: einer hat das Sagen und die anderen kuschen. Irgendwann explodiert der Vulkan, wenn es im Inneren nur lang genug gebrodelt hat.
Eine reife Beziehung ist lebenslange gemeinsame Arbeit und Begegnung auf Augenhöhe .--- aber diese ist wohl seltener als Gold.
  • 17.08.2017, 16:12 Uhr
  • 1
die bedingungslose Liebe hat nun mit "Verliebtsein" usw. so gut wie gar nichts zu tun. Eher z.B. mit der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind.
  • 17.08.2017, 16:52 Uhr
  • 0
Ich habe mit diesem Einwand gerechnet. Aber ich glaube nach wie vor, das jeder - ohne Ausnahme - sich früher oder später frustriert abwendet, wenn er immer nur gibt und nie etwas zurück bekommt.
Und was die Liebe der Mutter zu ihren Kindern betrifft: Ich habe selbst 2 Töchter - und z. B. in Pubertät gehen einem die Kids ganz schön auf den Geist, da kracht es mächtig und manche Mutter habe ich sagen hören: " Hätte ich mir bloß nie Kinder angeschafft". Es "normalisiert" sich erst wieder, wenn die Kinder vernünftig werden, und auch ihren Eltern Zuneigung zeigen. Wenn das nicht der Fall ist, weil der Nachwuchs z. B. drogen- oder alkoholabhängig oder kriminell wird, wenden sich die Eltern ab, wenn sie nicht selbst vor die Hunde gehen wollen.
Ich bestreite ja nicht die lebenslange Liebe in einer Partnerschaft - aber wie gesagt: das ist eher harte Arbeit, dass Harmonie wirklich vorhanden ist und nicht nur vorgetäuscht wird.
  • 17.08.2017, 17:52 Uhr
  • 0
Ich sagte ja auch "eher"; ich bin nicht der NMeinung, daß es die bedingungslose Liebe in einer Welt der Polarität gibt. (Liebe-Angst) Ausnahmen bestätigen die Regel.
  • 17.08.2017, 18:04 Uhr
  • 0
Trotzdem kann es sehr gute, lebenslange Beziehungen geben - aber eben nur auf Gegenseitigkeit - und da dürfen auch ruhig mal die Fetzen fliegen.
  • 17.08.2017, 18:37 Uhr
  • 0
Ja klar! Harmonie heiß´t ja nicht Eintönigkeit, sondern beinhaltet Auf und Ab.
  • 17.08.2017, 19:12 Uhr
  • 0
"Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern"
Ja, wie bei einigen Kommentatoren bereits zu lesen, dieser Schluss scheint mir ebenfalls nicht kennzeichnend für die Liebe, denn diese verlangt nicht nach einer "Gerechtigkeit" zwischen Geben und Nehmen der Liebenden.
Da steht keine Waage, die misst, ob die Liebe richtig oder falsch ist, ob jeder Partner Gleiches gibt oder gegeben hat. Aber es gibt sie, die große Liebe.
Ich erlebe sie seit mehr als 40 Jahre, damals war sie der zweite Versuch, wobei ich auch den ersten nicht bereue. Doch die echte , wahrhaftige Liebe erlebe ich in dieser aktuellen Beziehung, obwohl meine Frau nach einem Schlaganfall nicht mehr mit mir spricht, sprechen kann, im Rollstuhl sitzt und von mir gepflegt wird. Wir verstehen uns wortlos, unsere Augen "reden" miteinander.
Allen anderen Merkmalen im Beitrag stimme ich gerne zu, doch ein Gedanke bleibt dabei bestehen nämlich, dass die Liebe sich jeder Definition entzieht. Eine gute, dauerhafte Beziehung basiert auf dem beidseitigem Wunsch, dass die Beziehung bestehen bleiben möge, gleich worüber rund warum man miteinander streitet.
  • 18.08.2017, 12:41 Uhr
  • 2
Rainer, zur deiner Beziehung gratuliere ich dir. Ich hoffe, ihr habt trotz der schweren Last, die du nun allein tragen musst, noch ein paar erfüllte gemeinsame Jahre.
Es stimmt - man kann das was man gibt UND nimmt, nicht 1 : 1 gegeneinander aufrechnen. Wenn man jedoch das Pech hat, mit einem Egoisten zusammen zu kommen und immer nur gibt, während der anderen meint, das stünde ihm zu und von dem kaum etwas zurückkommt, außer vielleicht 1 Mal im Jahr ein Blumenstrauß, dann wird der andere eines Tages resignieren. Du hast sicher die Kraft, heute deine Frau zu pflegen, weil du in besseren Zeiten auch viel von ihr erhalten hast
  • 18.08.2017, 13:39 Uhr
  • 0
Viele Personen, besonders Frauen, die meinen, sie seien die immer Gebenden, suchen sich häufig diese Beziehungen. Sie brauchen es, gebraucht zu werden. Man nennt es auch Co-Abhängigkeit !
  • 23.09.2017, 14:13 Uhr
  • 0
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Ein schöner Text.
Von einem schwäbischen Dichter habe ich einmal gelesen -
ich glaube , es war August Lämmle:
"Der Mann ist der Kopf, aber die Frau ist die Krone"!
  • 17.08.2017, 10:46 Uhr
  • 0
Na ja, ich glaube, das hat er sich nicht so richtig überlegt. Schaut man, was die Köpfe der Männer so in der Weltgeschichte so alles produziert haben.............
  • 17.08.2017, 10:55 Uhr
  • 0
Ja, in der Weltgeschichte ist von den Männern allerhand
"angezettelt" worden und auch bis jetzt!
  • 17.08.2017, 12:27 Uhr
  • 0
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