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880 Euro Minimum! Nahles plant die Mini-Rente

880 Euro Minimum! Nahles plant die Mini-Rente

News Team
24.11.2016, 15:58 Uhr
Beitrag von News Team

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles geht mit einem neuen Vorschlag zur Aufstockung von Minirenten in den Koalitionsgipfel am Donnerstagabend. Wie die „Welt" am Donnerstag aus Koalitionskreisen in Berlin erfuhr, plant die SPD-Politikerin einen Zuschlag für Geringverdiener, die viele Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Ihre Altersbezüge sollen auf ein Niveau zehn Prozent über der Grundsicherung (derzeit rund 800 Euro im Monat) angehoben werden.

Das Modell der Ministerin sei deutlich großzügiger, als die bisher von der Koalition angekündigte Lebensleistungsrente, heißt es. Denn anders als bisher vorgesehen solle es die Aufstockung auch für diejenigen geben, die keine zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge betrieben haben. Da ein Großteil der Geringverdiener bislang nicht zusätzlich für den Ruhestand spart, vergrößert sich der Kreis der möglichen Berechtigten deutlich. Schon das ursprüngliche Modell der Lebensleistungsrente sollte knapp drei Milliarden Euro im Jahr 2030 kosten.

Nahles' Vorschlag einer Mindestrente ist Teil ihres Gesamtkonzept zur Zukunft der Alterssicherung. Ihr erklärtes Ziel ist es, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter besser da stehen sollen, als diejenigen, die nie oder nur wenig Beiträge gezahlt haben. Voraussetzung für die neue Leistung ist, dass man 35 Jahre lang beschäftigt war, wobei Zeiten der Kindererziehung oder Pflege ebenfalls zählen. Auch bis zu fünf Jahre Arbeitslosigkeit sowie fünf Jahre Bezug von Erwerbsminderungsrente will Nahles anrechnen. Ab dem Jahr 2023 müssen dann laut Konzept mindestens 40 Beitragsjahre vorgewiesen werden, um anspruchsberechtigt zu sein.

Wer allerdings über seinen Partner oder andere Einkünfte finanziell bereits ausreichend abgesichert ist, soll die neue Mindestrente nicht erhalten. Deshalb sieht Nahles’ Konzept eine einmalige Bedürftigkeitsprüfung vor. Diese erfolgt bei Renteneintritt. Eine Ausnahmeregelung gibt es aber für Einkünfte aus betrieblicher oder privater Altersvorsorge, für die eine Freibetragsregelung gelten soll. Damit will Nahles sicherstellen, dass sich zusätzliche Altersvorsorge für Geringverdiener in jedem Fall auszahlt.

Finanziert werden soll die neue Sozialleistung aus Steuermitteln. Ein entsprechender Haushaltstitel ist bereits im aktuellen Etat von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für 2017 vorgesehen. In Koalitionskreisen wird allerdings bezweifelt, dass die Koalition die Mindestrente noch in dieser bis Herbst 2017 laufenden Legislaturperiode einführen kann. Die Mindestrente ist Teil des Gesamtkonzeptes zur Zukunft der Alterssicherung, das Andrea Nahles heute Abend den Koalitionsspitzen von SPD und Union präsentieren wird. Eine Einigung auf eine große Rentenreform gilt als unwahrscheinlich. Auch die Zustimmung der Union zur Mindestrente ist höchst ungewiss, da vor allem die CSU große Vorbehalte hat. Erwogen wird, eine mit Experten besetzte Kommission einzusetzen, die Vorschläge für die wichtigsten Fragen wie etwa die Entwicklung des Rentenniveaus erarbeiten soll.

135 Kommentare

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Als welchem Märchenbuch habt Ihr den Betrag von 800,00 Euro Grundsicherung. Falls Ihr Beweise für diesen Betrag zur Verfügung habt,
dann hätte ich die Stelle wo das steht gerne schriftlich. Die Grundsicherung ist nicht einmal halb so hoch.
  • 01.12.2016, 21:22 Uhr
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Wenn alle "Unkosten a. Monat " abezogen was bleibt dann , Frau Nahles zum Leben und Kultur ? Nichts ? Genau ! so ist das mit der Realität . EU Rentner mit 525.00Euro haben eine noch größere Freude !!!
  • 29.11.2016, 10:49 Uhr
  • 1
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Die ungerechteste Gesetzesänderung in den letzten Jahren was, daß man bei einer Minimalrente, eine betriebliche Altersversorgung und einer Zusatzversicherung für die betriebliche Altersverorgung und derZusatzversicherung gleich ca. 25 % abgezogen bekommt für die Krankenkassen und Pflegeversicherung. Dies obwohl bei Abschluß aller Verträge, in den 80 er Jahren, nie die Rede war, daß davon noch Krankenkassenbeträge und Pflegeversicherungsbeitrag zu entrichten sind.
  • 28.11.2016, 15:30 Uhr
  • 1
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ich hab 48 jahre voll als lkw - Fahrer ..und bekomm in zwei monaten 900 ,-...danke danke danke
  • 26.11.2016, 19:23 Uhr
  • 0
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und die faulen werden belohnt.................... für nicht`s tun
  • 25.11.2016, 23:07 Uhr
  • 2
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Fragt mal die Renter mit aktuell 600,00€ Rente mtl. mit ca. 70 Jahren.... werden sie wohl nix mehr von haben.....
  • 25.11.2016, 17:22 Uhr
  • 0
Eins möchte ich gerne wissen: Wie kann irgendjemand in Deutschland mit 600 Euro Rente überhaupt leben. Ich wette es gibt genügend Leute die eine höhere Rente haben als 600 Euro die gar nichts eingezahlt haben (und ich meine nicht Beamten).
  • 25.11.2016, 17:30 Uhr
  • 0
Politiker?
  • 27.11.2016, 19:40 Uhr
  • 0
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Warten wir mal ab was hängen bleibt von dem was Frau Nahles jetzt da in den Ring wirft!!
Früher waren Zusatzrenten über den Betrieb frei von Sozialabgaben...schwupps ...ne kleine Gesetzesänderung und auf einmal waren die alle wo sie hatten mit drin im Boot.
Ergebniss ..Rendite gleich Null
Dann kam Herr Riester.... die meisten Riesterverträge sind nicht das Papier wert worauf man sie geschrieben hat.
Die einzigen die davon einen Nutzen hatten waren die Erfinder dieses " Produktes", wobei ich mich immer etwas "Schwer" tue mit dem Wort "Produkt", das ist etwas was man anfassen kann, dies aber sind konstruktive Gebilde.. wo du am Ende froh sein musst ..wenn du dass... noch bekommst was du Einbezahlt hast!!
  • 25.11.2016, 14:44 Uhr
  • 0
Wie wahr! Alle diese künstliche Gebilde wie Riester u.A. vom Staat vorgebracht weil sie ihre eigenen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind und das Rentensystem ausgeplündert haben. Wie auch das Kunstgebilde Euro was den meisten Deutschen den letzten Rest von einem Rentner Dasein ohne große Sorgen zunichte gemacht hat.
  • 25.11.2016, 17:26 Uhr
  • 0
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Wieso können wir es nicht machen wie unsere Nachbarn in Österreich. Da zahlen alle ein. Die Rentner haben erstmals ca. 500,00 Euro monatlich mehr als wir, bekommen 14 Renten im Jahr und dieses Jahr erstmals 100,00 Euro zu Weihnachten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Da möchte man am liebsten nach Österreich auswandern... Da gehts doch auch!!!
  • 25.11.2016, 13:54 Uhr
  • 1
Österreich auswandern? Wohl jetzt für die meisten im Rentenfähigenalter zu spät. Vor 30 Jahren wäre vielleicht richtige gewesen aber wenn man jung ist wer denkt an die Rente? Wir heutigen Rentnern dachte wohl immer der Staat wurde für uns sorgen.
  • 25.11.2016, 17:20 Uhr
  • 1
Auswandern.. wir haben es doch selber in der Hand wer in Berlin sitzt und unsere Gegenwart und Zukunft bestimmt. Wie war das 1989..wir sind das Volk ??? oder sind wir weiterhin die Tanzbären die durch die Manege geführt werden...?
  • 26.11.2016, 10:43 Uhr
  • 4
@Peter Siebert
Du schreibst von einer Generation, die so nicht gedacht hat.
Sie haben ihren Job gemacht und nicht zu allererst was verdiene ich dabei für die Rente. Die Freude an ihrem Job war der Mittelpunkt und nicht der Betrug des Staates, der sie durch Unterbezahlung um eine lebenswürdige spätere Rente betrog. Das Arbeitsleben ist auch verschleiß und das kann nicht mehr ausgeglichen werden.
So jedenfalls habe ich meine Zeit als Krankenschwester gesehen. 9 Stunden täglich von Montag bis Samstag, einschließlich Feiertage...
Nein, ich beklage mich nicht, denn ich habe einen der wichtigsten Berufe gemacht. ich würde es wieder tun, selbst wenn ich die Konsequenzen von heute wüßte...
Schönen 1. Advent
  • 27.11.2016, 11:55 Uhr
  • 3
@M.Noah. So ist es! An die Rente habe ich erst nachdem ich mehr als 40 Jahre im Arbeitsleben gestanden habe. Schade, dann hätte ich vorher für das Alter mehr tun können.
  • 27.11.2016, 15:10 Uhr
  • 1
@Peter
muss man an den Tod denken wenn man richtig leben will?
Was ist ein richtiges Leben?
Was ist Rente?
Sie sollte das Ergebnis einer langjährigen Einbringen der Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft sein. Jeder an seinem Platz und nach seinen Fähigkeiten.
Nur bei den Beamten wird das gewürdigt. Das ist zu wenig.
Rente ist für mich die Bringeschuld des Staates
  • 27.11.2016, 21:33 Uhr
  • 2
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Das stimmt, die Freude an den Job war der Mittelpunkt und wird zu allererst gedacht, bevor man an die späteren Rente überhaupt zu denken kommt, egal welche Tatigkeit man tut. Aber manchmal vergisst man, dass man vielleicht irgendwann krank wird und plötzlich nicht mehr Berufsfähig ist, dann merkt man das erst, wie wichtig es ist doch ein bisschen mehr Rente zu bekommen! Schwer betroffene Personen sind die ungelernte, wieder Berufseinsteigende alleinlebende Frauen mit Kinder, die als billige Arbeitskräften mit körperlichen Arbeitstätigkeiten sowie Schichtarbeiten arbeiten!
  • 02.12.2016, 23:53 Uhr
  • 3
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...Und Freibier für alle.....Schon in meiner Kindheit wurde versucht, mit Rentenerhöhungslügen die wichtigste Zielgruppe ( Rentner) zu veräppeln....Und das Schlimme war IMMER : Es hat jedesmal geklappt!!
Ist doch andererseits schön bequem für die Wahlkampfstrategen, man muss sich keine neuen Lügen ausdenken....
  • 25.11.2016, 13:23 Uhr
  • 2
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Es ist wieder einmal von Frau Nahles ein ausgekochtes Ei ohne Inhalt.Es ist schon richtig man sollte dem Wahlversprechen vor jeglichen Wahlen keinen Glauben schenken. Schäuble will eine schwarze null, daran sollte man bis zur Wahl denken.
Wir brauchen uns doch nur die Situation Mindestlohn ansehen. Wer profitiert denn dadurch, nicht der dumme Arbeitnehmer, sondern der Staat. Hier sind doch sämtliche Versicherungen gestiegen, aber am stärksten die Lohnsteuer. Der Arbeitnehmer hat eventuell 3,50 mehr in der Gedldbörse . Der Staat aber ca. 100,00 € mehr Steuereinnahmen.
Wenn alle Beamten, Bundestagsabgeordneten und arbeitende Bevökerung auch Pflichtbeiträge einzahlen müßten, brauchten wir diese Diskussion nicht. Aber hier werden sich diese Herschaften bestimmt nicht das Wasser abgraben und diese Situation befürworten.
Aber die Politiker dieses Staates haben doch überhaupt keinen Bezug mehr zu Ihren Wählern. Sämtliche fähigen Politiker sind entweder ausgestiegen oer wurden weggemoppt.
Wen soll man denn noch wählen?
  • 25.11.2016, 11:26 Uhr
  • 8
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