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Broken-Heart-Syndrom: Ein gebrochenes Herz kann krank machen

Broken-Heart-Syndrom: Kann Liebeskummer 💔wirklich Krebs auslösen?

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Ein gebrochenes Herz haben – das ist nicht nur eine Redewendung. Medizinisch ist längst erforscht, dass Liebeskummer oder andere seelische Trauer zu Problemen mit dem Herz führen kann. Schweizer Forscher haben jetzt Hinweise gefunden, dass es auch eine Verbindung mit Krebserkrankungen gibt.

Nach einer aktuellen Studie ab der Universitätsspital Zürich (USZ) ist einer von sechs Menschen, die am Broken-Heart-Syndrom leiden, auch an Krebs erkrankt. Die Forscher um den Kardiologen Christian Templin sehen darin einen Zusammenhang.

Brustkrebs besonders häufig

Die häufigste Krebsart, die entdeckt wurde, ist Brustkrebs, gefolgt von Tumoren im Magen-Darm-Trakt, in den Atemwegen, an den inneren Geschlechtsorgangen und an der Haut oder anderen Bereichen, wie das Gesundheitsportal „www.medinside.ch“. Betroffene haben zudem eine geringere Wahrscheinlichkeit als andere Krebspatienten, fünf Jahre nach dem Auftreten der Krankheit zu überleben.

Broken-Heart-Syndrom fĂĽhrt zu Luftnot und Brustschmerzen

Bei dem Syndrom des gebrochenen Herzens, auch Takotsubo-Syndrom genannt, kommt es zu einer Pumpfunktionsstörung des Herzmuskels. Es wird sowohl durch emotionalen als auch durch physischen Stress ausgelöst. Betroffene spüren Schmerzen in der Brust und Luftnot, die Symptome ähneln somit einem Herzinfarkt. Besonders häufig tritt die Erkrankung bei Frauen nach der Menopause auf. Sie kann wenige Wochen genauso wie Monate andauern.
Für die Studie werteten die Mediziner Daten von 1604 am Syndrom erkrankten Menschen aus dem von Templin aufgebauten Internationalen Takotsubo-Register aus. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im „Journal of the American Heart Association“.

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Öfter physische Auslöser

267 Patienten der Patienten waren demnach an Krebs erkrankt – ihr Durchschnittsalter liegt bei 69,5 Jahren, 87,6 Prozent sind weiblich. Die Krebspatienten waren im Schnitt älter als die anderen Erkrankten, und sie wiesen den Angaben zufolge häufiger physische als emotionale Auslöser für das Broken-Heart-Syndrom auf als Patienten ohne Krebserkrankung. Zu den physischen Auslösern zählen beispielsweise medizinische Eingriffe oder physische Traumata.

Patienten sollten auf Tumore gescannt werden

Die Fachleute empfehlen, Patienten mit dem Syndrom des gebrochenen Herzens auch auf eine Krebserkrankung hin zu untersuchen.

Weiter seien noch weitere Forschungen nötig, um die Verbindung zwischen Krebs und dem Syndrom besser zu verstehen.

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