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Polizei ermittelt im Fall Timo Kraus weiter - Frau des toten HSV-Managers glaubt nicht an Unglück

News Team
29.03.2017, 11:20 Uhr
Beitrag von News Team

Der 44-jährige HSV-Manager Timo Kraus ist tot. Polizeitaucher bargen seine Leiche in der Elbe, die Identifizierung ist erfolgt. Seine Frau Corinna zweifelt daran, dass ihr Mann durch ein Unglück starb. Sie sprach mit dem "Spiegel" und stellt diese Fragen:

Was suchte mein Mann bei Nacht auf der Brücke? War er allein? Ging er freiwillig dorthin? Hat ihn jemand ins Wasser gestoßen?

Corinna Kraus geht nicht davon aus, dass der HSV-Manager so heftig gefeiert hatte, dass er nicht mehr Herr seiner Sinne war.

Ich habe meinen Mann noch nie stockbetrunken erlebt. Dass er sich als Chef vor seinen Mitarbeitern volllaufen lässt, kann ich mir nicht vorstellen.

Auch für die Polizei ist der Fall noch nicht abgeschlossen. „Lediglich die Vermisstensuche konnte mit der Identifizierung des Toten eingestellt werden. Ein Todesermittlungsverfahren läuft aber noch und auch das abschließende Obduktionsgutachten liegt noch nicht vor", sagte eine Sprecherin zu "Bild".

Erst wenn alle Ermittlungsergebnisse, avorlägen, könne möglicherweise ein Fremdverschulden tatsächlich ausgeschlossen werden, so die Polizei. Nach fehlen Angaben aus der Rechtsmedizin - etwa auch zum Blutalkoholwert.

Bereits zuvor hatte sich die Witwe in einem Statement zu Wort gemeldet, aus dem "Bild" zitiert. Unvorstellbar, was Corinna Kraus und die gesamte Familie jetzt und seit Wochen durchgemacht haben muss.

"Es gibt keine passenden Worte für den Schmerz, den wir empfinden", schreibt Corinna Kraus. "Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Timo hinterlässt eine riesige Lücke in unserem Leben, und ich weiß noch nicht, wie es ohne ihn weitergehen soll. Wir werden weiterhin Zeit brauchen, um diese entsetzliche Geschichte zu verarbeiten."

Corinna Kraus weiter: "Ich möchte den Behörden, der Öffentlichkeit und den Medien danken, dass sie uns bei der Suche nach Timo so tatkräftig unterstützt haben. Ich möchte sie nun aber alle bitten, unserer Familie die Privatsphäre zu lassen um mit der notwendigen Trauerarbeit im Kreise unserer engsten Vertrauten zu beginnen. Wir brauchen jetzt unsere Ruhe, das gilt insbesondere für unsere beiden Söhne."

Auch der Arbeitgeber von Timo Kraus zeigt sich tief betroffen: "Wir sind zutiefst bestürzt. Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gelten Timos Familie, der wir weiterhin zur Seite stehen werden", sagte HSV-Vorstand Frank Wettstein.

Der Fall bleibt rätselhaft: Noch immer ist nicht geklärt, was an jenem 8. Januar in Hamburg genau passiert ist. Der 44-Jährige hatte mit Kollegen in einem Brauhaus an den Landungsbrücken gefeiert. Anschließend nahm er ein Taxi. In seinem Heimatort Buchholz kam er jedoch nie an. Warum und wie er an die Landungsbrücken zurückkehrte, ist offen.

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10 Kommentare

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hm..............
  • 28.03.2017, 22:06 Uhr
  • 0
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Mit der Zeit kommt alles ans Licht. Das Verhalten der damit verbundenen HSV-ler lässt auf die Grundeinstellung des HSV schließen. Abgefüllt und in den Dreck gestoßen. Wer lässt seinen Kameraden in den von ihnen geschilderten Zustand allein. Unverantwortlich. HSV ist für mich der letzte Sportverein. Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken.
  • 27.03.2017, 22:36 Uhr
  • 0
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Halten wir uns einmal an die bekannten Fakten von dem Zeitpunkt an, als Kollegen Herrn Kraus in ein wartendes Taxi mit einem afrikanisch aussehenden Fahrer Richtung Buchholz setzten. Stand das Taxi zufällig da oder in einer Reihe von auf Fahrgäste wartenden anderen? Kannte der Taxifahrer überhaupt den Weg nach Buchholz? Oder gehörte er einer skrupellosen Taximafia an, die nur darauf aus war, betuchte Fahrgäste, dazu noch betrunken und willenlos, auszunehmen und dafür auch einen Mord in kauf zu nehmen? Herr Kraus muss doch Bargeld, Ausweis, Kreditkarten und ähnliches bei sich geführt haben. Die Fahrt nach Buchholz kostet mehr als 30 Euro durch die Stadt. ..hat der Fahrer nach Geld gefragt und Herr Kraus ihm seine gefüllte Brieftasche gezeigt? Wurde er zwischenzeitlich betäubt, so dass er nicht mehr Herr seiner Sinne war? Wurde er seiner Jacke und seines Hab und Guts entledigt und hilflos an den Landungsbrücken seinem Schicksal übergeben? Warum nicht an der Alster sondern dort? Weil Tote in der eisigen und starkströmigen Elbe schlecht auffindbar sind?
Spaziergänger hatten ihn noch gesehen, aber ohne Jacke bei eisigen Temperaturen, warum ihm nicht angesprochen ? Machte er keinen hilflosen Eindruck? Sah er nicht aus wie einer, der in die Elbe fallen könnte? Oder war es einem egal, wer da nachts herumirrte?
Viele Fragen werden offenbleiben. ..der angebliche Taxifahrer wird niemals auffindbar sein, in einer kriminellen Großstadt gibt es genug Möglichkeiten unterzutauchen und Vertuschen ist an der Tagesordnung.
Der einzige Trost der hinterbliebenen Familie ist der, dass das Bangen ein Ende hat. ..
  • 27.03.2017, 12:42 Uhr
  • 3
Top Marlene, sehe ich auch so.
  • 27.03.2017, 15:30 Uhr
  • 1
Sehr gut geschrieben, so sehe ich das auch.
  • 27.03.2017, 16:47 Uhr
  • 1
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Vorab mein Beileid an die Familie Kraus! Ich hoffe auf eine wahrheitsgetreue AUFKLÄRUNG!! Alleine daß sich der Taxifahrer bis heute nicht meldete, ist doch ein FAUSTDICKER Beweis, daß da "was faul war" , bzw. daß hier die Wahrheitsfindung wohl vorsätzlich erschwert wird.
  • 26.03.2017, 23:14 Uhr
  • 4
Ein Glück, dass manche nicht Richter geworden sind !!!!!!!
  • 27.03.2017, 10:10 Uhr
  • 2
Mag sein, daß man da - entsprechend dem "Richter-Latein" eher von einem "Indiz" sprechen sollte...das ändert aber an meiner Beurteilung sehr wenig...im Gegenteil zeigt diese Spitzfindigkeit wieder mal deutlich, wie sehr das DEUTSCHE Strafrecht die Aufklärung geradezu mutmaßlich erschwert, bis verhindert. Seien sie mir nicht böse, ich kann da aus meinen Lebenserfahrungen über geradezu schauderhafte Richterverhaltensweisen zurückblicken. Am empfindlichsten hat mich getroffen, daß mir ein Richter gerade ins Gesicht sagte, das Gesetz kenne keine Moral....mit anderen Worten: "wer glaubhafter lügen kann, der gewinnt".
  • 27.03.2017, 13:46 Uhr
  • 1
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Mein Beileid an Frau Kraus und ihre Familie. Ich verstehe die Zweifel dieser Ehefrau und Mutter - eigentlich könnten ja die Mitarbeiter, die ihren Mann in dieses ominöse Taxi gesetzt haben, am meisten zur Wahrheit beitragen. Oder der Taxifahrer selbst.

Ich wünsche Frau Kraus, dass der Tod ihres Mannes voll und gänzlich irgendwann aufgeklärt werden kann, damit sie Ruhe findet.
  • 26.03.2017, 17:56 Uhr
  • 3
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Sehr dubios der Tod von Herrn Kraus.
  • 26.03.2017, 13:35 Uhr
  • 3
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