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Von Nazis und Gutmenschen

Von Nazis und Gutmenschen

02.07.2017, 15:32 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Nazi

Ursprünglich war Nazi die Kurzform des in Bayern und Österreich häufig vorkommenden Vornamens Ignaz. Für einfältige Menschen wurde das Wort abwertend gebraucht.
Kurt Tucholsky hat den Begriff Nazi im heutigen Sinn vermutlich 1923 als Erster verwendet, später benutzten ihn die Nationalsozialisten, z. B. Goebbels, als Selbstbezeichnung.
Heute findet man das Wort auch in der englischen, französischen und türkischen Sprache, wobei es teilweise als Bezeichnung für Fanatiker aller Art gebraucht wird.

Man unterscheidet zwischen Altnazis – also wenige ‚Überlebende‘ - und Neonazis, die sich von Ersteren durch eine höhere Gewaltbereitschaft unterscheiden. Sie beabsichtigen die Schaffung eines ethnisch homogenen Nationalstaats.
Als Feindbilder dienen deutsche Juden, Ausländer – Asylwerber, Einwanderer, Deutsche mit Migrationshintergrund – und Menschen, die politisch links orientiert sind. Kennzeichnend ist auch ihr Hass auf gesellschaftliche Randgruppen wie Behinderte, Homosexuelle und sozial Schwache.
Ein großer Teil der Neonazis leugnet die Verbrechen des Nationalsozialismus (siehe Wikipedia).

Durch das ‚Schwingen der Nazikeule‘ wird ein Diskussionsgegner ungerechtfertigt in die Nähe des Faschismus gebracht, um ihn zu diskreditieren und eine sachliche Diskussion zu vermeiden. Er wird ‚nazifiziert‘ (siehe Metapedia).

Es ist nicht gerechtfertigt, jeden, der hier seine Bedenken und Ängste zum Ausdruck bringt, gleich in die undemokratische rechte (‚braune‘) Ecke zu stellen.

Gutmensch

Woher stammt das Wort? Siehe dazu folgenden Link:
https://www.welt.de/kultur/article13...tstorm.html

Laut Wikipedia wird das Wort Gutmensch vorwiegend von konservativen rechtspopulistischen und rechtsextremen Personen verwendet und widerspricht den Grundprinzipien der Demokratie.
2011 belegte es bei der Wahl zum Unwort des Jahres den zweiten Platz, mit folgender Begründung:
„Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationaler Diskussion gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2011 ist er aber in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt entfaltet.“

24 Kommentare

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Schade, dass man das immer und immer wieder erklären muss... Ich gehöre ja angeblich zu den "Gutmenschen", als Steigerung als "GM" abgekürzt, und allein dadurch von aktuell 35 Usern hier blockiert, die ich im Leben nicht als Nazi oder ähnliches bezeichnet habe oder bezeichnen würde. Dafür ist mir dieses Wort zu heikel und trifft meines Erachtens auch nur auf die allerwenigsten zu. Einen sorgfältigen Umgang mit Sprache, insbesondere mit solch belasteten Begriffen sollte sich jeder auf die Fahne schreiben, finde ich.
  • 15.09.2017, 19:45 Uhr
  • 2
Das finde ich auch
  • 15.09.2017, 19:47 Uhr
  • 1
  • 15.09.2017, 19:48 Uhr
  • 0
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Wer Gutmensch sagt ist ein Nazi
https://www.welt.de/kultur/article13...tstorm.html
Niemand bezeichnet sich selber als Gutmensch. Er wird mit dem Begriff diffamiert
  • 15.09.2017, 19:42 Uhr
  • 0
Nun, so einfach ist es auch nicht....
  • 15.09.2017, 19:49 Uhr
  • 0
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anderes Wort für Gutmensch = Scheinheilige
anders Wort für Neonazi = Ungebildeter
  • 03.07.2017, 21:45 Uhr
  • 0
Meine Version: Gutmensch=Mitläufer; Nazi= Nationalist
  • 06.07.2017, 09:16 Uhr
  • 1
ich schrieb aber von Neonazi
  • 06.07.2017, 12:26 Uhr
  • 0
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Eins so dumm wie das Andere und die Menschen
die nicht in der Lage sind zu differenzieren.
  • 03.07.2017, 10:26 Uhr
  • 4
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Ein besonderes Merkmal undemokratischer Sprache ist der permanenter Versuch einiger, Begriffe ganz bewusst nicht mehr in ihrer ursprünglichen Bedeutung und in ihrem ursprünglichen Kontext zu gebrauchen, deren semantisches Umfeld, also den Bedeutungsgehalt, aber mitzutransportieren.

In diesem Sinne habe ich den Begriff "Gutmensch" als Kampfbegriff nie akzeptiert. Fällt es einem Gegenüber dennoch ein, mich einen "Gutmensch" zu nennen, dem unterstelle ich den Nazi zu geben.

Warum sollte ich ausgerechnet nett zu dem sein, der sich wie eine Dumpfbacke verhält und den ursprünglichen Kontext eines Begriffes verändert, um sich selber zu erhöhen in der Absicht,
seinen braunen Unterbau weiter zu verfestigen?
  • 03.07.2017, 10:10 Uhr
  • 5
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Sehr beliebtes Thema bei wl Nazi und Gutmensch. Wenn nichts mehr geht, hauen wir mal wieder diese beiden ans Brett.
Morgen sind es dann wieder die Fachkräfte und Flüchtlinge.
  • 03.07.2017, 07:33 Uhr
  • 1
Du als Experte für Hetze gegen Flüchtlinge tust das ja oft genug.
  • 15.09.2017, 20:02 Uhr
  • 2
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Gut erklärt !
Damit dürfte es auch das schlichteste Gemüt verstehen !
Obwohl ............
  • 03.07.2017, 06:58 Uhr
  • 5
Obwohl.......
  • 03.07.2017, 09:06 Uhr
  • 0
Wenn es die schlichten dann erst mal Gemüter denn mal lesen würden.
  • 15.09.2017, 19:37 Uhr
  • 0
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Ich sehr froh darüber, dass es Menschen gibt, die Dir sagen, ich kann es Dir schriftlich geben und es dann auch tun. Damit selbst der kleinste Geist es versteht- ** Satire aus **
  • 02.07.2017, 17:36 Uhr
  • 1
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"Ich bevorzuge diese Deutung, denn die kommt der Wahrheit wohl am nächsten.
Der Gutmensch fühlt sich aufgrund eingebildeter höherer moralischen Einsichten und Lebensweise über andere Menschen erhaben. Gutmenschen halten sich für die einzig anständigen Menschen und sind sehr leicht dabei, andere Menschen, die nicht ganz ihrem moralischen und politischen Ideal entsprechen, als unmenschlich zu diffamieren. Gutmenschen sind Moralisierer, peinlich genau in jeder Äußerung und Träger der Political correctness. Ihr Maß an moralischer Gutheit und politischer Korrektheit erwarten sie auch von anderen. Charakteristisch für Gutmenschen ist die Betroffenheits­miene und die Nazikeule. Gutmenschen sind ängstlich bedacht, auf "der richtigen Seite" zu stehen. Sie wollen das "gute Gewissen" der Nation sein. Besonders in Deutschland fühlen sie sich berufen, an die "Kollektivschuld der Deutschen" aus der Hitler-Zeit zu erinnern. Mit ihrer vorwurfsvoll moralischen Argumentation übergehen sie sachliche Einwände und legen ihr Haupt­augenmerk auf eine naive Einteilung der Welt in Gut und Böse. In dieser dualistischen Weltsicht sehen sie überall Opfer, denen geholfen werden muss, und Bösewichte, die bekämpft werden müssen."
  • 02.07.2017, 17:26 Uhr
  • 20
Und woher stammt diese Definition?
  • 02.07.2017, 17:37 Uhr
  • 3
Von Wikimannia! Das heisst aber nicht das ich diese Einrichtung für unfehlbar halte, nur eben diese Definition trifft meine Meinung als Definition am ehesten.
  • 02.07.2017, 17:40 Uhr
  • 5
Daa ändert nichts an der Tatsache, dass dieser Begriff genauso falsch und mit dem gleichen Ziel verwendet wird wie die 'Nazikeule'
  • 02.07.2017, 17:49 Uhr
  • 4
Naja falsch, aber das ist sicher Ansichtssache und ich will diese Definition auch nicht als vollkommen bezeichnen, aber im Prinzip hast Du sicher recht.
  • 02.07.2017, 17:51 Uhr
  • 0
Diese Definition halte ich auch für weitaus zutreffender.
Und ich wüsste kein anderes Wort, welches diese Gruppe von Menschen ähnlich zutreffend bezeichnen würde.
  • 03.07.2017, 06:12 Uhr
  • 3
Mag sein, aber es trifft längst nicht auf alle zu, die so bezeichnet werden. Es gibt auch die 'Gutmensch-Keule'.
  • 03.07.2017, 06:16 Uhr
  • 4
Das ist sicher auch richtig, ist bei vielen Begriffen zutreffend.
Die Umgangssprache heute nutzt viel zu oft Übertreibungen.
z.B. den Begriff "Rechte" liest man fast gar nicht mehr.
Statt dessen nur noch Rechtsextreme, Nazis, Rechtspopulisten, ...
Ohne übertreibende Zusätze geht fast nichts mehr.
Gilt auch für links, jedoch nicht ganz so ausgeprägt.
  • 03.07.2017, 06:44 Uhr
  • 4
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