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Die Grande Dame der FDP ist tot

Die Grande Dame der FDP ist tot

News Team
09.12.2016, 11:10 Uhr
Beitrag von News Team

Die FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher ist tot. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Parteikreisen.

Die ehemalige Bundespräsidentenkandidatin ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

1994 hatte Hamm-Brücher für das Amt der Bundespräsidentin kandidiert. Damals wurde Roman Herzog ins Schloss Bellevue gewählt.

Unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) war sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt.

63 Kommentare

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Sie war eine der letzten Vertreterinnen der Generation der frühen Nachkriegspolitiker, die noch für ihre Überzeugung einstanden und von denen nur noch Heiner Geisler und Erhard Eppler übrig geblieben sind. Der FDP hatte sie schon den Rücken gekehrt, bevor diese zu einem Verein für gegenseitige Karrierehilfe degenerierte. Helmut Kohl sagte sie zu seinem konstruktiven Mißtrauensvotum bei ihrer Rede im Bundestag ins Gesicht, dass sie ihn nicht wählen werde, worauf sie sein "Bannstrahl" traf.
Als Jugendliche war sie als "Halbjüdin" von den Nazis geächtet worden und soll mir Sophie Scholl im gleichen Chor gesungen haben !
Ich hätte sie gerne als erste Frau im Amt des Bundespräsidenten gesehen ! R I P
  • 11.12.2016, 09:23 Uhr
  • 2
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Hildegard Hamm-Brücher ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Sie war 54 Jahre lang FDP-Mitglied und 14 Jahre lang FDP-Bundestagsabgeordnete. 2002 trat sie aus der Partei aus. Aus dem bayerischen Landesverband war sie schon 1998 ausgetreten, weil dieser eine Koalitionsaussage zugunsten der CSU gemacht hatte. Als Studentin hatte sie sich im Umfeld der "Weißen Rose" in München engagiert. Als Kommunalpolitikerin stritt sie in München in den 1960er-Jahren gegen die Konfessionsschule, was damals eine Ungeheuerlichkeit war. 1982 weigerte sie sich, am reibungslosen Regierungswechsel von Helmut Schmidt (SPD) zu Helmut Kohl (CDU) mitzumachen. Zusammen mit Gerhart Baum und Burkhard Hirsch zählte sie zu den sozialliberalen Kritiker(inne)n der FDP-/CDU-Koalition.
  • 10.12.2016, 22:26 Uhr
  • 2
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Sie hat wenigstens ihre Partei überlebt.
Respekt und RIP.
  • 10.12.2016, 16:41 Uhr
  • 3
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ich hab gedacht die ist schon tot...gestern...wie lange geht das staatsbegräbnis noch????
  • 10.12.2016, 15:23 Uhr
  • 0
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Wo sind sie? Politiker ihrer Größe und Unbeugsamkeit.
  • 10.12.2016, 13:44 Uhr
  • 1
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Eine große Frau, die heute auch eine mehrheitsfähige Bundespräsidentin geworden wäre - aber zu einer Zeit, in der noch die traditionell konservativen Nachkriegs-"Bürger" das Sagen hatten, keine Chance hatte Heute wäre sie wohl die beste denkbare Kandidatin - als Stimme des "demokratischen Gewissens". Sie ruhe in Frieden.
  • 10.12.2016, 12:21 Uhr
  • 2
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Ein große Frau, die noch aus der zeit kam, wo die FDP noch frei und sozial war. Wir werden Sie hoffentlich NIE vergessen.
Auch die FDP sollte ihr Vermächtnis zu einer Wende veranlassen, zu einer Partei, die für Freiheit, soziale Marktwirtschaft und sozialer Solidarität!
  • 10.12.2016, 06:59 Uhr
  • 2
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Eine tolle, starke, sehr kluge Frau, an der sich viele orientieren sollten. ich verneige mich vor ihr und wuensche ihr Frieden, da wo sie jetzt ist.

»Darum bin ich gegen Quoten, denn ich glaube nicht, daß sie wirklich helfen. Keiner Frau bleibt die individuelle Emanzipation erspart – neben den gesetzlichen Voraussetzungen, die ihr den Zugang ermöglichen. Aber die eigentlichen Schritte, sich zu behaupten, sich einzubringen, die muß jede Frau selber tun.«

(Im Gespräch »Zeugen des Jahrhunderts«, 1993)
  • 09.12.2016, 22:29 Uhr
  • 4
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Eine tolle Grande Dame & ein super Alter, Ruhe in Frieden Hildegard.
  • 09.12.2016, 20:57 Uhr
  • 3
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eine wirklich große Demokratin hat uns verlassen. Sie war eine von denen die wirklich Vorbild waren. Im wahrsten Sinne des Wortes.
  • 09.12.2016, 19:17 Uhr
  • 3
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