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Die AfD und die (alternative) Abschaffung des Klimawandels

Die AfD und die (alternative) Abschaffung des Klimawandels

10.05.2016, 11:25 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Was den Klimawandel betrifft, gibt sich die AfD zu bekennen, was sie von Wissenschaft hält. Na gut, ich will nicht ungerecht sein. Es geht jetzt nur um den Klimawandel.

Die Ursachen des Klimawandels sind sehr vielfältig und unterliegen auch bestimmten Rhythmen in der Natur. So unterliegt der Einstrahlwinkel der Sonne, der sich aus der Erdbahn und dem Neigungswinkel der Erdachse begibt, bestimmten Zyklen, diese für den Eiszeitzyklus verantwortlich sind.

Wenn die AfD vom Klimawandel spricht, meint sie aber den, der von Menschen verursacht ist. Eben diesen, gibt es nach ihrer Meinung nicht. Eine Meinung dürfen sie dazu haben, aber was bringt diese Meinung, wenn sie den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft ignoriert. Der alte Parteislogan „Mut zur Wahrheit“ wird zum Witz.

In ihrem Grundsatzpapier behauptet die AfD unter dem Punkt 12.1:

»Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer‐Modellen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO 2 ) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.«

Daraus ergeben sich zwei Fragen.

1.) Wie funktionieren die Computer-Modelle des IPPC (Weltklimarat).

2.) Was bewirkt Kohlendioxid in der Atmosphäre

zu 1)
Die Computermodelle versuchen Entwicklungen und Komponenten des Klimasystems der Erde zu simulieren. Dabei wird das vergangene Klima analysiert und auch Vorhersagen über das künftige Klima getroffen. Die Arbeit mit Computermodellen ist ein allgemein in der Wissenschaft übliches Verfahren. So analysierten Astrophysiker eine Supernova am Computermodell, oder Evolution spielen am Computermodell die Evolution durch und gelangen zu neuen Erkenntnissen. Wenn nun die AfD das Computermodell der IPPC anprangert, es sei ungenau, woher nehmen sie diese Erkenntnis? Computermodelle werden ständig verfeinert, was zu noch besseren Ergebnissen führt. Im Grunde genommen, könnte die AfD auch die Astrophysik oder Evolutionsbiologie anzweifeln, wenn sie mit der Art ihrer Forschung nicht einverstanden sind, aber wenn es um Politik geht, zieht eben der Klimawandel doch besser. Denn ein möglicher Klimawandel könnte wirtschaftliche negative Folgen haben, darum schafft die AfD den Klimawandel einfach ab und kann sehr schön gegen die jetzige Regierung wettern. Die Co2-Emission soll bis zu 85% gesenkt werden, damit schwächt die jetzige Regierung, so die AfD, den Wirtschaftsstandort Deutschlands, senke den Lebensstandard, destabilisiere und verteuere die Stromversorgung, außerdem würde die Wärmeerzeugung durch fossile Energieträger drastisch heruntergefahren.

Zu 2)
Es ist natürlich richtig, dass Kohlendioxid, auch wenn er nur in geringen Mengen vorkommt, wichtig ist für die Photosynthese und damit wichtig für das Leben auf der Erde ist. Im laufe der Erdgeschichte hat es immer Schwankungen des Kohlendioxidgehalts gegeben und damit Klimaveränderungen beeinflusst.

Der von Menschen gemachte Ausstoß von Kohlendioxid ist zwar gering und wird teilweise durch die Natur wieder absorbiert, aber etwa 50 Prozent davon bleiben in der Atmosphäre und erhöhen den Kohlendioxidgehalt. Verglichen mit der vorindustriellen Zeit (vor 1750), habe der Kohlendioxid um 40 % zugenommen, heißt es bei Graham Wayne/klimafakten.de

Was bedeutet es, wenn zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre gibt? (vgl auch hier und hier)

Die Erde erwärmt sich (Gletscherschmelze, Arktisschmelze)
Der Meeresspiegel steigt (Überschwemmungen)
Der ph-Wert der Ozeane sinkt (Wirbellose Lebewesen wir Korallen, Seesterne und Seeigel werden besonders darunter leiden. Vor etwa 250 und 55 Millionnen Jahren gab es wegen erhöhtem Kohlendioxid auch schon mal ein Massensterben von Korallen u.a.)
Wüstenflächen nehmen zu
die biologische Vielfalt auf der Erde wird reduziert

15 der 16 wärmsten Tage seit Wetteraufzeichnungen sind im 21. Jahrhundert verortet

Dass diese Auswirkungen schwerwiegend für das Leben auf der Erde sein werden, dürfte einleuchtend sein. Das Jammern der AfD wegen Einbußen im Wirtschaftswachstum oder des Lebensstandards ist dagegen Peanuts. Die der AfD nahestehenden Zeitschrift »Compact« feuert auch das irrwitzige Gerücht an, das Zirka-Virus sei durch eine gentechnisch veränderte Mücke entstanden.

Die Anti-Wissenschaftspartei

Der Physiker Harald Lesch nimmt die Behauptungen der AfD über den Klimawandel unter die Lupe und erntet Hass.

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14 Kommentare

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Wer nicht nur ARD und ZDF anschaut, sondern auch z.B. Terra X konnte feststellen, daß Klimawandel kein Phänomen heutiger Zeit ist, sondern über lange Zeitrechnungen und -Spannen sich immer wiederholt. Selbst in Zeiten als noch unsere Urururahnen in Höhlen wohnten und keine Dieselautos auf der Erde verkehrten, gab es das auf und ab mit dem Klima. Eiszeiten gab es ebenso wie Erderwärmungen damit müssen Menschen wie Tiere und Pflanzen leben. Deshalb wird die Erde nicht untergehen, sofern der Mensch in seiner Gier nicht übertreibt.
  • 16.08.2017, 09:51 Uhr
  • 0
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Volksverars........ Klimawandel !
Gibt es denn nichts wichtigeres ? Würde man der Welt weiten Überbevölkerung einhalt gebieten, würde dies ein Schritt in die richtige Richtung sein, um auch den Klimawandel entgegen zu treten. Aber weit gefehlt, die Vermehrung der Menschheit wird ja auch noch durch Kindergeld und viele andere Vergünstigunge gefördert. Jeder Mensch erzeugt nun mal CO 2 !!!
Unter dem Deckmentelchen Klimawandel, lässt sich doch gut abzocken. Kaminkehrer profitieren davon und es werden jedes Jahr eine Unmenge von unsinnigen Protokollen erstellt die den CO 2 von Heizanlagen dokumentieren. Staatlich verordnet !!!!
Hauptschuldige an dieser Entwicklung sind die Grünen und andere Umweltspinner.
Es interessiert aber keinen von denen, welcher Radioaktivität Belastung in den letzten 70 Jahren, die Bevölkerung und deren Nachkommen ständig ausgesetzt sind.
Warum ?
Damit kann man die Bevölkerung nicht zur Kasse bitten und abzocken ! Bei Feinstaub und CO2 sieht das ganz anders aus.
  • 02.06.2017, 08:46 Uhr
  • 1
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Das ist typisch für diese Partei. Nazis haben offensichtlich wenig oder gar kein Hirn sondern nur braune scheiße im Kopf!
  • 16.10.2016, 21:11 Uhr
  • 1
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Es gibt für mich, kein Klimawandel. Jedes Volk egal welcher Nationalität, hat sein eigenes stück Land zum Leben. Gott hat sich etwas dabei gedacht, warum zum Beispiel die Afrikaner in Afrika zu Hause sind und nicht in China, und warum das Deutsche Volk nicht in Alaska lebt. Ganz einfach, sie sind dafür gemacht, mit allen ihren Eigenschaften, Charakteren usw. Man kann aus einer Banane kein Auto machen, sowie man Menschen mit den total, unterschiedlichsten Mentalitäten vermischen kann. Da gibt es bestimmt, und verständlicher Weise Kulturen, die einfach nicht zusammen leben können. Ein Pinguin kann auch nicht in der Sahara leben.
  • 19.07.2016, 14:16 Uhr
  • 2
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Warum verteidigen diese Flüchtlinge nicht ihr Land. Die vielen jungen Leute sollten sich zusammenschließen, und um ihr Land kämpfen, anstatt abzuhauen, zumindest die jungen Männer. Wie wäre es hier mit Wehrpflicht für diese jungen Einwanderer, um ihr Land zu verteidigen.
  • 14.05.2016, 10:13 Uhr
  • 3
Die kommen lieber nach Deutschland um hier Frauen zu begrabschen und........Es ist schon seltssam das meist junge Männer unter den Flüchtlingen und Armutsmigranten sind. Männer die in ihrem Land anpcken könnten um Veränderungen zu erzielen.
  • 20.08.2016, 20:05 Uhr
  • 3
Diese Völkerwanderung ist meiner Meinung nach komplett geplant. Und wie viele Milliarden wurde für Olympia ausgegeben. In Afrika verhungern derzeit Säuglinge. Es muss den Nationen im Land geholfen werden, aber nicht nur mit Gewalt und Krieg. So lange sich die Menschen versuchen gegenseitig zu beherrschen ändert sich gar nichts, denn es geht immer nur um Macht, Geld, und wer die besten Waffen hat, wie bei den kleinen Kindern. Die jedoch vertragen sich immer wieder, und schneller.
  • 21.08.2016, 11:11 Uhr
  • 3
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"Rauchen ist nicht schädlich !"

gez.
Dr. Marlboro
  • 11.05.2016, 10:28 Uhr
  • 1
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wize.life-Nutzer, für mich gibt es eine Grundregel bei jeder Kommunikation: Wer Physik oder Mathematik leugnet, mit dem trinke ich vielleicht ein Bier oder einen Wein.

Eine Diskussion mit ihnen ist die reinste Ressourcenvergeudung.

Allerdings würde ich mit der AfD oder ihren Mitgliedern oder Fans weder trinken noch diskutieren, die lehnen nämlich selbst chemische Gesetze ab.
  • 11.05.2016, 10:27 Uhr
  • 2
Nicht alle Mike, bei der AfD gibt es Naturwissenschaftler die sehr wohl Mathematik, Physik und Chemie während ihrer Studienzeit hatten und beherrschen! Es ist immer schlecht alle über einen Kamm zu scheren. Auch in anderen Parteien gibt es Blindgänger und laut schreiende Chaoten.
  • 16.08.2017, 09:38 Uhr
  • 1
Peter, aber hier haben sie sich bisher mit Erfolg versteckt! Und in ihrem Programm zeigen sich auch nicht gerade große physikalische Kenntnisse.
  • 16.08.2017, 09:40 Uhr
  • 0
Intellegente Menschen drängen sich i.d.R. nicht immer in den Vordergrund. Leider gibt es jeder Partei Möchtegerne und Machtmenschen die vorpreschen und oftmals lautstark die ruhigen und gemäßgten Menschen nieder brüllen. Aber das gibt es nicht nur bei der AfD, sondern auch in anderen Parteien. Deshalb habe ich mich seit meinen jungen Jahren keiner Partei mehr angeschlossen. Denn wenn manchmal Dummheit schmerzen würde, hätten wir nur vor Schmerzen weinende Politiker.
  • 16.08.2017, 09:57 Uhr
  • 0
Da werde ich keine Gegenrede halten
  • 16.08.2017, 09:58 Uhr
  • 0
Es gäbe viele Möglichkeiten die Erderwärmung nicht zu beschleunigen, in dem wir mehr die natürlichen Resourcen nutzen. In Tschechien habe ich sehen können, daß in einigen fließenden Gewässer Turbinen gelagert waren, die Strom für die Umgebung lieferten. Als weitere Maßnahme könnte man viel mehr die Sonne mit der Photovoltaik, den Wind mit Windturbinen zur Stromerzeugung nutzen. Irgendwann stelle ich mir vor, daß es Autos geben wird, die mit Photozellen den Elektromotor betreiben - kommt Zeit, kommt Rat. Immer wenn etwas Neues auf den Markt kommt, überweigt die Skepsis ob sich die Sache lohnt und rentabel ist. Meine Großmutter sagte früher immer: "Probieren geht über studieren!"
  • 16.08.2017, 10:10 Uhr
  • 0
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