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Viele Junge juckt Altersvorsorge herzlich wenig

Viele Junge juckt Altersvorsorge herzlich wenig

Helmut Achatz
20.10.2016, 06:15 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

„Altersvorsorge? Juckt mich nicht!“ So denken annähernd zwei Drittel der 16- bis 29-Jährigen. Sie vernachlässigen es, fürs Alter privat vorzusorgen, ja viele junge Deutsche haben über private Altersvorsorge noch überhaupt nicht nachgedacht. Das ergab eine Studie von Emnid im Auftrag der Postbank. Das Paradoxe daran, ein Fünftel der jungen Bundesbürger sind davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente für ihren Ruhestand ausreichen wird.

Es wird für die Rente schon reichen

Es erstaunt, wie gelassen viele sind mit Blick aufs Alter. Immerhin jeder dritte Deutsche glaubt, dass es schon reichen werde im Ruhestand und die gesetzliche Rente genüge. Annähernd 92 Prozent dieser Optimisten meinen Emnid zufolge sogar, dass sie im Alter keine Einbußen bei ihrem Lebensstandard hinnehmen müssen. Was für eine irrige Annahme. Aktuell decke die gesetzliche Standardrente netto etwa 48 Prozent des Durchschnittseinkommens ab – Tendenz fallend, so Karsten Rusch von der Postbank. Bundessozialministerin Andrea Nahles denkt zwar laut darüber nach, eine „Haltelinie“ einzuziehen, es ist indes fraglich, ob ihr das gelingt und ob das finanzierbar ist.

„Je weiter das Renteneintrittsalter in der Zukunft liegt, desto größer die zu erwartende Rentenlücke, das heißt die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente“, mahnt Rusch. Umgekehrt können die heute 60-Jährigen noch vergleichsweise entspannt auf den Ruhestand blicken. Annähernd 60 Prozent der über 60-Jährigen seien zuversichtlich, dass sie mit der gesetzlichen Rente auskommen werden, von den 50- bis 59-Jährigen seien es immerhin knapp 25 Prozent. In der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre hingegen vertraue nur noch eine Minderheit von annähernd 17 Prozent auf das staatliche Rentensystem; in der Gruppe 30 bis 39 Jahre seien es dagegen nur etwa sieben Prozent.

Null-Ahnung und keinen Bock

Und jetzt kommt’s – annähernd ein Viertel, genauer gesagt 23 Prozent der 16- bis 29-Jährigen meinen, die gesetzliche Rente recihe für ihren Ruhestand. Ist das Null-Ahnung, keinen Peil, keinen Bock oder kein Geld? Mangelndes Interesse spielt sicher eine Rolle. Deswegen sorgen auch knapp zwei Drittel oder 63 Prozent der 16- bis 29-Jährigen auch nicht privat nicht vor, so die Postbank Umfrage. Sie haben sich schlicht bislang noch keine Gedanken gemacht und chatten, bloggen, instagrammen lieber über Mode, Reisen und Beauty.

Aktien als Alternative

Doch, wer spät anfängt, fürs Alter vorzusorgen, wird das Ziel, im Alter auskömmlich leben zu können, wohl kaum erreichen. „Gerade junge Menschen sollten möglichst früh mit der privaten Vorsorge beginnen“, empfiehlt Rusch. „Auch wenn die Vergütung in der Ausbildung oder zum Berufsstart noch gering ist, lohnt es sich, monatlich kleine Beträge anzulegen.“ Der Renteneintritt liegt ja noch in weiter Ferne, da verspricht gerade ein Aktien-Investment eine entsprechende Rendite, mit der sich die Versorgungslücke ausgleichen lässt.

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

6 Kommentare

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ich propagiere hier einen anderen Weg. Es gibt das System Network Marketing - wo jeder der mitmacht sich ein Team von mensch zu Mensch aufbauen kann, - er sollte sich gute Produkte aussuchen und auch schon jung damit beginnen; dann hat auch der Drache arbeitslosigkeit sein Schwert verloren
  • 15.02.2017, 14:06 Uhr
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das stimmt ; ich habe heute Kontakte zu einer also Stelle - und zwar zu den Beratern dort. die sagen - warum sollte ich vorsorgen, wenn es mir mal passiert, dass ich arbeitslos werde, dann muss ich es doch schon vorher aufgebrauchen, was ich da zurück oder vorsorgen wollte - - sie verlassen sich alle dort auf den Staat - sie legen alle nichts zurück - und so beraten sie auch die jungen Leute die derzeit schon arbeitslos sind. Ich meine auch dass der Staat die falschen Ansätze dabei verfolgt.
  • 15.02.2017, 14:04 Uhr
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Die beste Altersvorsorge ist eine Auswanderung. Hier kann keiner mehr in Würde alt werden, seit die SPD das Punktesystem eingeführt hat.
  • 04.02.2017, 13:16 Uhr
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Wenn Du mich fragst, haben die Jungen mitgerechnet, dass bei der Riesterrente "hinten" nichts rauskommt. Wissen überdies, dass auch Lebensversicherungen Pleite machen und Aktien ja sowieso des Öfteren abstürzen. Vielleicht vertrauen sie ja auch - mit Recht - auf die dringend notwendige Rentenreform, in der Form, dass alle, auch die bisher freigestelten Begütertenda einzahlen müssen - und somit die Renten ja automatisch erhöht werden könnten.
Vielleicht arbeiten sie auch am bedingungslosen Grundeinkommen, um aus der Arbeits-Sklaverei und vor allem den Arbeitslosen-Stress rauszukommen. Wer weiß? Jedenfalls haben sie bestimmt alternativere Denkmuster als wir Alt-Kapitalisten (ohne Kapital).
  • 30.10.2016, 15:33 Uhr
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Wen wundert es? Die Jungen sehen doch wie es uns älteren Rentnern erging. Wie oft wurden die Rentenkassen für fremde Aufgaben des Bundes geplündert? Vielleicht sollte man darüber auch einmal einige Worte verlieren. Die Regierungen sind nicht nur Lügner, sondern auch Betrüger. Aber davon will das Parlament, das hauptsächlich von Beamten beherrscht wird, nichts hören. Bei der kommenden Wahl für den Bundestag müssen wir einmal darauf achten, welche Partei die wenigsten Beamten ins Rennen schickt. Solange wir ein Beamtenparlament haben, ändert sich bei dem Thema Rente nichts!
  • 21.10.2016, 12:26 Uhr
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Es ist normal, dass man in dem Alter noch nicht darüber nachdenken will. Das ging mir nicht anders. Wieviel prozent der 16-29jährigen sidn überhaupt berufstätig? Wie und wieso soltle man z.B. als Student/in irgendeine Art Altersvorsorge abschließen?
Die beste Altersvorsorge ist eh eine abbezahlte Wohnung.
  • 20.10.2016, 18:18 Uhr
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