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"Wäre 'Meine Schlachtfabrik' nicht ehrlicher?" Aldi will nicht, dass ihr die ...

"Wäre 'Meine Schlachtfabrik' nicht ehrlicher?" Aldi will nicht, dass ihr diesen Facebook-Post lest!

News Team
27.07.2017, 12:01 Uhr
Beitrag von News Team

Aldi modernisiert Filialen, Aldi verbannt Plastiktüten, Aldi verkauft Fleisch von nebenan unter der Marke "Meine Metzgerei". Alles gut bei Aldi! Nach Ansicht des Food-Aktivisten Hendrik Haase mitnichten. Nach dem Einkauf von 500 Gramm Rinderhack für 2,59 Euro von beim Discounter in Berlin hat er den auf der Verpackung aufgedruckten „Aldi Transparenz Code“ mal durch sein Smartphone laufen lassen. Erkenntnis: gleich null.

Haase auf Facebook: "Wenn ich den QR-Code einscanne, erfahre ich gerade einmal, dass das Rind irgendwo aus Deutschland stammt. Also von einer Fläche von gut 35 Millionen Hektar! Woher genau? Welcher Hof? Keine Information. Welche Haltungsform? Welches Futter? Welches Alter? Welche Rasse? Keine Informationen.

Die beiden Orte, die Du ganz stolz auf Deiner "Transparenz"-Seite ausweist sind Husum und Oldenburg. Orte, an denen aber nur geschlachtet und zerlegt wird – von einem riesigen Schlachtkonzern namens Danish Crown."

Und weiter: "Wäre "Meine Schlachtfabrik" dann nicht die ehrlichere Bezeichnung? "Qualität und Frische" will mir "Meine Metzgerei" bei Aldi bieten. Von Husum fährt das geschlachtete und zerlegte Rind dann 300km nach Oldenburg um dort zu Hackfleisch zu werden. Von dort fährt es dann nochmals 450km nach Berlin. "Meine Metzgerei" scheint ein ganz eigenes Verständnis von 'Frische` zu haben."

Also doch wieder bloß Verbrauchertäuschung oder zumindest ein Vorgaukeln von schöner, heiler Fleischwelt, die es so nicht. Mit seinem Post erzeugte Haase jedenfalls eine Welle der Empörung im Netz.

Auch Aldi reagierte. Eine Sprecherin sagte der "Welt", dass man gern konkretere Angaben zur Herkunft des Hackfleischs zur Verfügung stellen würde. „Das Bereitstellen dieser Informationen ist jedoch vor allem für die beteiligten Betriebe ein enormer technischer Aufwand“, sagte sie. „Als Händler stehen wir am Ende einer komplexen Lieferkette, das heißt, wir sind auf die Weitergabe der Informationen jedes einzelnen Betriebes angewiesen.“

Der Erkenntnisgewinn daraus? Nicht mehr als auf dem QR-Code steht! Aber fragen Sie doch mal Ihren Metzger im Ort, ob er seinen Lieferanten auch nicht kennt.

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Aldi schafft ein beliebtes Produkt ab - und das wird unseren Einkauf komplett verändern


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