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Welt-AIDS-Tag und andere Gedenktage

Welt-AIDS-Tag und andere Gedenktage

Peter Leopold
03.12.2016, 06:58 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Fast jedes Ereignis hat inzwischen seine Erinnerungs- oder Gedenktage. Viele Ereignisse sind tatsächlich so sehr in Vergessenheit geraten, dass diese Gedenktage durchaus angebracht sind. Allerdings gibt es auch Gedenktage, die Einem das ganze Jahr vorgekaut werden - an jeder Straßenecke sichtbar sind und nicht selten für zweifelhafte Aktionen missbraucht werden.

Man muss die Dinge immer von mehreren Seiten betrachten. Es gibt diese "Welt-Jahrestage" für alles Mögliche. Tag des Kindes, Tag des Tierschutzes, Tag der Abschaffung der Sklaverei, Tag der elektronischen Grußkarten, Tag der Zeitschriften, Welt AIDS Tag usw.

Viele dieser Tage werden wohl nur für Diejenigen eine Bedeutung haben, die davon betroffen sind. Ein Tag der Abschaffung der Sklaverei wird wohl nur in entsprechenden Ländern eine größere Bedeutung haben, obwohl verschiedene Arbeitnehmer in Deutschland das vermutlich anders sehen.

Andere Dinge sollten nie aus unserem Gedächtnis verschwinden und ich finde, sie sind zu wichtig, um dafür nur einen Tag im Jahr zu reservieren. Wozu einen Tag des Kindes, wenn Kinder doch ohnehin immer Priorität haben sollten? Ebenso wie der Tag der Behinderten in einer zivilisierten Gesellschaft keine spezielle Bedeutung haben sollte, weil es einfach zum Leben dazu gehört, mit Behinderten zu leben.

Einen Tag der elektronischen Grußkarten braucht man wohl in Zeiten der internationalen Vernetzung wirklich nicht. Es ist mit den Jahren einfach Alltag geworden und dafür einen eigenen Tag zum "Gedenktag" zu machen, ist doch etwas übertrieben.
Anders sieht es beim Welt-AIDS-Tag aus. Doch das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist AIDS nicht mehr unbedingt ein Todesurteil, das in absehbarer Zeit "vollstreckt" wird und dann wird man ohnehin mit dem Thema permanent konfrontiert.Für mich macht es allerdings einen großen Unterschied, WIE man sich infiziert hat - auch wenn das sicherlich nicht äußerlich erkennbar ist. Die Infektionswege sind bekannt und Mitgefühl verdienen Diejenigen, die sich durch Verunreinigungen in Krankenhäusern oder Bluttransfusionen infiziert wurden, auf jeden Fall, denn sie sind tatsächlich unschuldig. Mir fehlt allerdings jedes Verständnis für Diejenigen, die sich (einfach gesagt) "zu Tode poppen" weil sie schlicht unverantwortlich handeln. Und leider gibt es auch DAS heute noch in nicht geringer Zahl. Nebenbei bemerkt spielt dabei die sexuelle Orientierung keine Rolle.

Dass solche Themen immer wieder dubiose Spendensammler - egal ob offiziell oder privat auf den Plan rufen, ist bedauerlich aber auch immer wieder Realität. Und es wird nur zu gerne mit Bildern aus den 80er Jahren gearbeitet, die aufgrund des Fortschritts heute keinerlei Bedeutung mehr haben.

Und wenn man das "Restrisiko" durch Neuinfektionen tatsächlich reduzieren will, sollte man sich z.B. an Spanien orientieren. Bei JEDEM Krankenhausaufenthalt wird automatisch ein HIV Test gemacht - ob es dem Patienten nun passt oder nicht. Mit den entsprechenden Maßnahmen lassen sich weitere Infektionen vermeiden.

Die Kernfrage ist: Braucht man für wirklich Alles einen Gedenktag ? Oder sollten bestimmte Dinge nicht inzwischen "alltagstauglich" geworden sein?

37 Kommentare

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Soweit ich das sehe, heißen die meisten NICHT Gedenktage sondern Welttage. Ein Gedenken ist nicht also erforderlich.
Ich sehe das einfach als eine Art Idee, einmal täglich über etwa nachzudenken. Die Abschaffung der Sklaverei ist immerhin ein UN-Gedenktag und hat sicher nicht nur mit den USA zu tun. Unterdrückung und Ausbeutung gibt es auch heute noch, auch bei uns.

Ansonsten scheinen sich ja viele Gruppierungen ihren eigenen Welttag geschaffen zu haben.
Einen Überblick gibt https://www.philognosie.net/kunst-ku...rtage-liste

Beim 21.12. musst ich doch sehr schmunzeln. Wer sich das nur ausgedacht hat.
  • 03.12.2016, 10:59 Uhr
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Peter Leopold
Das stimmt schon. Viele Grüppchen haben ihren eigenen Welttag und deklarieren es als Gedenktag...
  • 03.12.2016, 11:02 Uhr
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Hmmm, ich habe nur Welttage gefunden. Welches Grüppchen hat denn aus ihrem Welttag einen Gedenktag deklariert?
  • 03.12.2016, 11:07 Uhr
  • 0
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Statt dieser ewigen Gedenktage, sollte man sich um Lösungen kümmern, um nicht mehr daran denken zu sollen!!!!
  • 03.12.2016, 10:47 Uhr
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Peter Leopold
Das wäre eine Alternative dazu. Dann bräuchte man keine Gedenktage...
  • 03.12.2016, 10:48 Uhr
  • 1
Ich glaube, ein Großteil dieser Tage (speziell die der UN) dient dazu, uns alle zur Mithilfe bei der Problemlösung aufzurufen. Es macht ja kaum Sinn, eine Welttag auszurufen, wenn die Problem nur von den Anderen (wer auch immer das sein mag) gelöst werden können.
  • 03.12.2016, 11:10 Uhr
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Wenn es diese selbsternannten Vereine nicht so zahlreich gäbe, gäbe es auch weniger selbstgemachte Probleme!!!
  • 03.12.2016, 11:15 Uhr
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wize.life-Nutzer Du meinst, diese Vereine (also UN und kath. Kirche, um mal die wesentlichen Welttagerfinder zu nennen) machen die Probleme selber, um danach einen Welttag zu erfinden?
Eine sehr gewagte Theorie. Hast Du mal Beispiele?
  • 03.12.2016, 11:26 Uhr
  • 0
Täglich in den Medien diese Beispiele der Götter auf Erden!!!
  • 03.12.2016, 11:28 Uhr
  • 0
Na, dann hast Du es sicher nicht schwer mit einem Beispiel.
  • 03.12.2016, 11:46 Uhr
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Habe täglich Beischlaf und das ist gut so!!!
  • 03.12.2016, 12:17 Uhr
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Mit anderen Worten, Du hast in der Argumentation übertrieben.
Aber schön für Dich, dass Du täglich Beischlaf hast.
  • 03.12.2016, 12:39 Uhr
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wize.life/themen/kommentar/584294ad297b5010f1...00cec375c35

An diesem Kommentar (Dieter Neubert) ist schon etwas dran. Aber das zu erklären, würde eine Anzahl von sogenannten "Führungspersönlichkeiten" auf den Plan rufen.

Daher verziehe ich mich und wünsche ein schönes Wochenende...
  • 03.12.2016, 13:20 Uhr
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Beim blick auf den Kalender habe ich festgestellt, heute ist mal wieder Rotweintag.
Ich werde dieses Fest gebührend feiern......... versprochen.
  • 03.12.2016, 10:32 Uhr
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Peter Leopold
Nee ist klar..und die Champustrinker können wieder mal zusehen, wo sie bleiben
  • 03.12.2016, 10:33 Uhr
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...gönn Dir doch eine
  • 03.12.2016, 11:03 Uhr
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Peter Leopold
Aber ja...wenn ich schon dazu aufgefordert werde !?
  • 03.12.2016, 11:04 Uhr
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Michaela freut sich sicher darüber, wenn der Korken knallt
  • 03.12.2016, 11:14 Uhr
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Ich darf keine Korken knallen lassen, sonst habe ich ständig meinen Nachbar auf der Pelle,
aber warum habe ich keine schöne Nachbarin......,????
  • 03.12.2016, 12:14 Uhr
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Kein Mensch braucht diese Vielzahl an Gedenktagen, sie dienen nur dazu den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
  • 03.12.2016, 10:09 Uhr
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Peter Leopold
Ja, genau so sieht es aus
  • 03.12.2016, 10:20 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer Wenn Du den Muttertag, Valentin, Weihnachten und Ostern meinst, dann hast Du wohl recht. Aber beziehst Du das wirklich auch auf die 360 anderen Tage?
  • 03.12.2016, 11:01 Uhr
  • 0
Ich beziehe das auf alle Tage für die Werbung in den Einkaufzentren und Einkaufstrassen gemacht wird.
Es bedeutet doch " Kommt Leute kauft ".
  • 03.12.2016, 11:47 Uhr
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Es ist schon gut, dass bestimmte "Gruppen" immer mal wieder Gelegenheit erhalten, auf Dinge aufmerksam zu machen, für die sie sich engagieren.
Man muss ja nicht auf alles eingehen, man muss ja nicht für alles sein...manchmal reicht auch einfach nur zu registrieren.
  • 03.12.2016, 09:58 Uhr
  • 2
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Ich habe meine eigenen Gedenktage, somit interessieren mich die angeordneten nicht. Vor allen Dingen werden sie zu einer Farce, wenn fast jeder Tag zu einem gemacht wird.
  • 03.12.2016, 09:51 Uhr
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Peter Leopold
Genau das ist mit dem Beitrag auch gemeint. Für jeden Schrott wird ein Gedenktag gemacht...
  • 03.12.2016, 10:45 Uhr
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" Die Infektionswege sind bekannt und Mitgefühl verdienen Diejenigen, die sich durch Verunreinigungen in Krankenhäusern oder Bluttransfusionen infiziert wurden, auf jeden Fall, denn sie sind tatsächlich unschuldig. "
Wenn Mitgefühl an das persönliche Urteil über Schuld und Unschuld der Betroffenen geknüpft ist, hat es für mich ein "G'schmäckle".
  • 03.12.2016, 07:10 Uhr
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Peter Leopold
Es ist aber nun einmal so, dass ich sehr wohl unterscheide, ob jemand selbst schuld ist weil er sich nicht im Griff hat, oder ob er selbst keinen Einfluss darauf hat.
  • 03.12.2016, 07:12 Uhr
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Das steht dir frei. Es ist aber trotzdem so, dass diese Art bedingten Mitgefühls für mich ein "G'schmäckle" hat.
Angesichts einer leidenden Kreatur frage ich nicht zuerst danach, wer die Schuld daran trägt.
  • 03.12.2016, 07:16 Uhr
  • 1
@ Gert, da bin ich ganz Deiner Meinung "Schuld", dieses Wort ist eh für mich manchmal unverständlich bei bestimmten Anlässen.
  • 03.12.2016, 09:52 Uhr
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Peter Leopold
Bei bestimmten Anlässen ? Bei Denjenigen, die Rudelpoppen praktizieren ?
  • 03.12.2016, 10:19 Uhr
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Peter ich komme aus der Medizin. Das Wort Rudelpoppen gibt es da nicht!!!! Da gibt es Kranke oder Gesunde - fertig, aus!! Oder meinst Du Menschen die Durch Bluttransfusionen infiziert wurden werden anders behandelt als Menschen die durch GV erkrankt sind? Und was verstehst Du unter Rudelpoppen Meinst Du bei der Anamneseerhebung wird gefragt "mit wieviel Leuten hatten sie gleichzeitig GV"?
  • 04.12.2016, 15:37 Uhr
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Peter Leopold
Es wurde schon im Betrag klargestellt, dass DAS etwas ganz Anderes ist Rudelpoppen ? Zügellose Gruppensexorgien...
  • 04.12.2016, 15:42 Uhr
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Hab ich noch nie während einer Anamneseerhebeung nachgefragt.........Gruppensex gibt's das überhaupt noch?????
  • 04.12.2016, 15:45 Uhr
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Peter Leopold
Ohhhjaaa...und gar nicht mal so selten....
  • 04.12.2016, 15:50 Uhr
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Dann bin ich von Hypochondern umgeben. Die Jugend heute geht mit dem Thema Sex meistens sehr sorgsam um und mit ihren Krankheitszeichen noch sorgsamer!!!!
  • 04.12.2016, 17:54 Uhr
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Peter Leopold
Mit Krankheitszeichen vielleicht. Aber das Andere ? Weit entfernt..
  • 04.12.2016, 18:09 Uhr
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