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Genial einfach! So erstrahlt Ihr Schmuck wieder wie neu

Genial einfach! So erstrahlt Ihr Schmuck wieder wie neu

Partner Tipp
31.03.2017, 15:09 Uhr
Beitrag von Partner Tipp

Von Michaela Strassmair

Wie sieht Ihr Lieblingsschmuckstück aus, denn Sie so oft und gerne tragen?

Angelaufen, glanzlos oder gar verfärbt? Keine Panik! Wir zeigen, wie Sie Ihr Juwel selbst zum Glanzstück machen: spielend einfach und sehr schnell.

Echter Schmuck gehört zu den schönen Dingen des Lebens. Für die einen ist er eine Wertanlage, die oft nur in der Schublade liegt, für die anderen eine Bereicherung, die sie täglich tragen. Doch egal ob die Juwelen den Körper schmücken oder nicht, im Laufe der Zeit verändert jedes Schmuckstück sein Aussehen. Das gilt für alle Legierungen - ob Gold oder Silber, mit oder ohne Perlen oder Edelsteine.

Cremes, Parfum, Haarspray, Wasser, Staub, Schmutz und Seife lagern sich an der Oberfläche ab und erzeugen mit der Zeit eine unschöne Patina. Insbesondere beim Tragen von Silberschmuck bleiben auf der Haut gerne dunkle Verfärbungen zurück.

Selbst wenn Silberketten, -armbänder und -ringe längere Zeit nur im Schmuckkästchen liegen und nicht getragen werden, bekommen sie einen dunklen Überzug. Das liegt an der chemischen Reaktion, der Oxidation von Silber mit Luft und Schwefelwasserstoff. Zu verhindern ist dieser Prozess nur mit viel Zeitaufwand. Der Schmuck müsste bei Aktivitäten wie Sport, Gartenarbeit, Putzen und Baden abgelegt und nach dem Tragen stets mit einem weichen Tuch abgewischt werden. Soweit die Theorie. Im wahren Leben ist das meist zu umständlich, schließlich geht die Pflege von Schmuckstücken viel schneller – mit diesen Tipps.

Funktionieren Gebissreiniger, Zahnpasta und Zahnbürste?

Mit Zahnpasta abreiben, mit einer alten Zahnbürste putzen oder in Gebissreiniger einlegen: Diese Zahnpflege-Produkte gelten als Wunderwaffen gegen angelaufenen und matten Schmuck. Doch Roger Waldherr vom Bundesverband Schmuck, Uhren und Silberwaren ist da ganz anderer Meinung. „Diese Mittelchen darf man auf keinen Fall bei Weißgold, Schmuck mit Edelsteinen und Perlen benutzen“, warnt er. Denn Zahnpasta enthält Abrasiva, kleine Schleifpartikel, die nicht nur die Oberfläche abschmirgeln, sondern sich auch unter Steinen im Schmuck festsetzen. „Weißgold beispielsweise ist mit einer 6000stel Millimeter dünnen Rhodium-Schicht überzogen, die der mechanischen Belastung durch eine Zahnbürste nicht standhält“, erklärt Goldschmied Waldherr. Wie echter Schmuck auf Gebissreiniger-Brausetabletten reagiert, kann der Experte aus Deutschlands Goldstadt Pforzheim in Baden-Württemberg nicht sagen: „Das habe ich noch nie ausprobiert, weil ich kein Fan von Chemie bin.“

Der Geheimtipp vom Profi: Tee-Ei mit Schmuck in die Spülmaschine

Sein persönlicher Geheimtipp lautet: Spülmaschine. „Die meisten Leute sind erstaunt, doch der Trick mit der Spülmaschine funktioniert perfekt bei Silber- und Goldschmuck, auch mit Diamanten“. Und das geht so: „Den Schmuck in ein Tee-Ei stopfen, so dass nichts herausfallen kann, einige golfballgroße Kugeln aus Alufolie formen, in den Besteckkorb legen, einschalten, fertig“, erklärt Roger Waldherr. Bei Spültemperaturen bis zu 60 Grad würden Schmutz und Fette selbst in den kleinsten Winkeln und Hohlräumen gelöst. Und die Schmuckstücke kämen mit maximalem Glanz aus der Maschine. Allerdings darf die Reinigung mit der Spülmaschine nur für Brillantschmuck angewendet werden, keinesfalls für Geschmeide mit farbigen Edelsteinen, Zirkonia, Glassteinen und Perlen. „Denn diese Steine, wie auch Perlen, halten das im Gegensatz zu Diamanten nicht aus“, so Waldherr.

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Wem dieses Verfahren zu radikal klingt, für den hat der Pforzheimer Goldschmied noch eine andere Methode: „Angelaufener Silberschmuck lässt sich auch mit einem warmen Gemisch aus Zitronensaft, Essig, Salz und Wasser gut reinigen, in das man die guten Stücke einige Minuten – nicht länger! - einlegt und dann mit einem weichen Tuch oder einem Silberputztuch poliert.“

Perlenschmuck braucht besondere Pflege

Vorsicht ist bei der Reinigung von Perlenschmuck geboten, denn Chemie und alkoholische Lösungen nehmen den Perlen ihr irisierendes Element und machen sie stumpf. Experte Waldherr empfiehlt wenige Tropfen Wasser auf ein Mikrofasertuch zu geben und damit die Perlen sanft abzureiben. „Das Problem dabei ist allerdings, dass der Schmutz vom Faden aufgenommen wird, der meist aus Seide ist.“ Da dieser nicht besonders widerstandsfähig ist, sollten Perlenketten regelmäßig neu aufgefädelt werden.

Schmuckpflege beim Profi ist laut Roger Waldherr auch nicht teuer: „Wenn wertiger Schmuck beim Goldschmied gekauft wird, dann reinigt dieser gerne auch für kleines Geld.“ Die Fachmänner verwenden professionelle Ultraschallgeräte und spezielle Schmucktücher und überprüfen zugleich auch Fassungen und Verschlüsse. Ultraschallreiniger gibt es auch für den Hausgebrauch zu kaufen - kleine, handliche Geräte die Gold- und Silberschmuck schonend von Rückständen säubern. Nach dem Trocknen verwenden Sie ein Poliertuch und Ihre Lieblingsschmuckstücke erstrahlen wieder im ursprünglichen Glanz.

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