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Wie der Staat Rentner um einen Teil der eigenen Altersvorsorge bringt

Wie der Staat Rentner um einen Teil der eigenen Altersvorsorge bringt

Helmut Achatz
22.03.2017, 21:48 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Was hilft die schönste Altersvorsorge, wenn der Staat am Ende die komplette Rendite einkassiert? Ja, Staat und Sozialversicherung schröpfen jeden, der jahrzehntelang brav für sein Alter vorgesorgt hat. Genau dann, wenn die Rentner ihr Geld brauchen, kommt die Krankenversicherung und holt sich annähernd ein Fünftel der Auszahlung. Wer fürs Alter vorsorgt, hätte sein Geld genauso gut unters Kopfkissen legen können.

Wenn die Beschäftigten, die sich auf eine der fünf Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge – Direktzusage der Firma an den Beschäftigten, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds – eingelassen haben, am Ende ihres Arbeitslebens das Geld abrufen, müssen sie feststellen, dass die Kranken- und Pflegeversicherung die Hand aufhält.

Direktversicherungsgeschädigte sind sauer

Am schlimmsten erwischt es heutige Rentner, die vor 2004 eine Direktversicherung abgeschlossen haben, denn damals hat ihnen niemand gesagt, dass sie am Ende ihres Beschäftigtendaseins ein Fünftel an die Krankenkasse zahlen sollen.

Der Widerstand gegen diese Abzocke durch Staat und Krankenversicherung wird immer heftiger. Frank Müller vom Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) hat Ralf Kapschack, dem SPD-Bundestagsabgeordneten und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales einen offenen Brief geschrieben. Darin wirft er der SPD Vertrags- und Vertrauensbruch vor. Müller wirft der SPD – übrigens waren 2004, als das Gesetz zur Doppelverbeitragung beschlossen wurde, auch die Grünen mit im Boot – Abzocke vor. Er rät deswegen jedem, keine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen. Warum das so ist, haben Stephan Busch und Tom Wonneberg vorgerechnet. Danach ist es günstiger, selbst privat vorzusorgen. Klingt paradox, ist aber so.

SPD will nichts ändern an dem Fehler

SPD-Mann Kapschack hat geantwortet. Fairerweise kommt auch er zu Wort. Hier seine Erwiderung auf Müllers Brief ...

Der komplette Wortlaut unter vorunruhestand.de

17 Kommentare

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Das beste ist solche Ganovenversicherungen abschliessen .Mit der sogenannten Altersvorsorge Mit betrügerischer Staatsbeteiligung stillt sich der Staat aus seiner Verantwortung und die eingezahlten Rentenbeiträge der Bürger für Fremdzwecke zu verschleudern.
  • 23.03.2017, 19:58 Uhr
  • 1
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diese Abzocke des ein leben lang arbeitenden kleines Mannes der dann auch noch was für seine Altersvorsorge tun möchte regt mich dermaßen auf, das kann ich gar nicht widergeben. Alte Menschen, Arme Mensche, Menschen die nicht mit dem goldenen Löffel geboren wurden darf man nicht reinlegen oder ausbeuten, das sind Schutzbefohlene, mit denen muss ehrlich umgegangen werden, aber ich sollte mir sagen: träum weiter
  • 23.03.2017, 09:11 Uhr
  • 6
ja genau - des iss a Traum...... - und wird einer bleiben..., danke für den Beitrag, Wolfgang.
  • 23.03.2017, 21:12 Uhr
  • 2
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diese ganze Riesterei und Co. mit angeblichen staatlichen Beteiligungen in Form von Gehaltsumwandlungen und und sind vorweggenomme Geschenke die später mit Wucher Zinsen usw. im starken zweistelligen Bereich zurückgefordert werden, nur davon sagt bei Abschluss dem gutgläubigen kleinen dummen Bürger niemand was. In der eigenen Familie so erlebt. Im Grunde ist es noch schlimmer wie im Mittelalter, da wurde den Bauern ein zehntel ihres Ertrages weggenommen und wenn sie gemuckt haben kam die Rübe runter, heute wird das alles von vorne herein gleich behördlich geregelt, so dass du null Einfluss auf das hast was du bekommst. Der einzige Vorteil ist das die Rübe auf dem Kopf bleibt.
  • 23.03.2017, 09:04 Uhr
  • 2
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Und wenn sich jemand aus. z.B. einer Pensionskasse o.ä. sein Kapital auszahlen lässt anstelle 100€ Zusatzrente zubekommen muss das dann noch zusätzlich versteuern und da werden dann noch mal locker 20% Steuer abgezockt. Und selbst diese Renten, die dann ausgezahlt werden sind auf eine solche Lebenserwartungszeit ausgelegt, da müsste man gut 90 Jahre alt werden um auch nur annähernd das eingezahlte Kapital wieder rauszuholen. Wenn ein Mann oder Frau mit 67 in Rente geht und einen Kapitalanspruch von ca. 35.000€ hätte bekommt er max. ca. 150€ Rente ausgezahlt. Er muss also mindestens 87 Jahre alt werden um auch nur annähernd seinen Einsatz zurückzubekommen, die Rente darf er dann natürlich auch noch versteuern und Krankenkasse usw. zahlen. Und wenn er als mit 78 einen Satz in die Kiste macht kann man ja rechnen, wem die Rente was gebracht hat. Ein Geschäft für Makler, Versicherungen, Staat, Krankenkasse. Abzocke und reinlegen auf hohem Niveau
  • 23.03.2017, 08:57 Uhr
  • 3
auch klar.... - unser Staat mitsamt seinen Lobbyisten greift seit Jahrzehnten heftig zu... wir haben uns das gefallen lassen, oder? wir haben nicht nachgedacht und erst wenn es uns selbst trifft, sind wir sauer......
An der Riesterrente verdient nur der Staat und die Versicherung - an jeder zusätzlichen Rentenversicherung verdient auch nur Schäuble..., wer denn sonst? Und die Krankenkassen freuen sich über Mehreinnahmen.., obwohl sie ja von Jahr zu Jahr schreien, dass das Geld nicht mehr reicht und die Beiträge wieder erhöht werden müssen
.....
Wir werden angelogen, belogen und betrogen........ warum geht keiner auf die Straße? Weil es uns noch immer viel zu gut geht..., das ist der Punkt.... - die armen Rentner, die von 800 EUR ums Überleben kämpfen.., gehen sicher nicht auf die Straße, die sind froh, wenn sie nicht die 800 auch noch versteuern müssen....
"Armes Deutschland" - und auch werde im September "Protestwählen"!!!! schönen Abend allerseits....
  • 23.03.2017, 21:18 Uhr
  • 2
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Dieser Bericht bringt es auf den Punkt !
Die rot,rot, grünen Parteien sind unwählbar ! Das zynische Geblabbere von Gerechtigkeit, spiegelt sich aber nicht nur bei der Renten und Krankenversicherung wieder, es geht ja so weit das Renten auch noch Einkommensteuerpflichtig sind. So werden rechtschaffende Bürger von der Politik verar............. und abgezockt !
Im Gegenzug leben dafür Asylanten umsonst, jahrelang auf unsere Kosten. Faulenzer und Alkis die ein Leben lang nichts gearbeitet haben, werden unterstützt. So darf es nicht weiter gehen.
Für mich gibt es deshalb nur eine Partei, die diese Misstände beseitigen kann, die AfD.
  • 23.03.2017, 08:17 Uhr
  • 4
wie man es macht, nie arbeiten zu müssen, beweist Arno Dübel ...
  • 23.03.2017, 08:32 Uhr
  • 1
Ich bin entsetzt und kann Herrn Dübel nicht verstehen!
  • 23.03.2017, 09:35 Uhr
  • 3
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"Ja, Staat und Sozialversicherung schröpfen jeden, der jahrzehntelang brav für sein Alter vorgesorgt hat. "
Genauso ist es ...
die, die nichts für die ihre Alterversorgung gemacht haben, also Politiker und Beamte werden nicht geschröpft ...
Es wird Zeit, dass alle Beschäftigten und Selbstständigen sich solidarisch an der Altersversorgung beteiligen.
Wie lange wollen wir noch dulden, dass Politiker, Beamte und Reiche sich aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stehlen ...
also weg mit der Beitragsbemessungsgrenze, die nur den Reichen nutzt und allen anderen schadet ...
Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens ...
alle Menschen in Deutschland haben das Recht auf ein Leben ohne quälende finanzielle Sorgen ...
also auch Kinder, alleinerziehende, arbeitslose UND die steigende Zahl von Rentnern, die nach 40 Jahren Maloche ihre Rente auf Antrag auf Hartz4-Niveau angehoben bekommen ...
während Politiker nach 27 Jahren eine Altersversorgung von knapp 6000.- € bekommen, oder solche Manager, wie Martin Winterkorn, die ein Weltunternehmen einen Schaden von derzeit 30 Milliarden € eingebrockt hat und zum Dank über 60 Millionen € für seine Altersversorgung bekommen hat.
"Auf dem Weg in die Plutokratie"
Quelle: http://www.zeit.de/2016/21/ungleichh...ut-reichtum
  • 23.03.2017, 06:13 Uhr
  • 7
Was für ein faules Stück ! Da könntre ich ausrasten !!!!!
  • 23.03.2017, 08:40 Uhr
  • 3
Nicht nur diese Ausbeutung bei den Rentnern ist ein Skandal.Gestern am Abend konnte man im Fernsehen wieder sehen wie verlogen diese Sippschaft ist. Ein Bericht über sogenannte Abrufarbeiter. Arbeitnehmer als Stunden,- oder Tagelöhner ohne Anspruch auf Krankengeld, Urlaubs,- oder Weihnachtsgeld. Diese modernen Sklaven der Wirtschaft werden mit Unterstützung der Politik ausgebeutet bis zum Zusammenbruch. Wehrend das Kartell der Wirtschaftslobbyisten aus CDU/CSU, FDP und Grüne zu ihrer perversen Politik stehen, behauptet die SPD sozial zu sein. Auf Fragen der Presse an das Ministerium von Frau Nahles gibt die Pipi der SPD, das singende Grauen aber keine Antwort. Selbst auf direkte Ansprache gibt es keinen Kommentar sondern nur ihr häßliches Lachen dieses Zynische Grinsen das wir von ihr kennen. Also SPD die Partei für Arbeiter und soziale Gerechtigkeit ist und bleibt ein Witz der Geschichte, daran wird auch ein Schulz nichts ändern.
  • 23.03.2017, 13:10 Uhr
  • 4
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