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BREXIT eine andere Betrachtungsweise

BREXIT eine andere Betrachtungsweise

01.07.2017, 14:24 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

KenFM am Telefon: Willy Wimmer nach dem BREXIT-Votum
Veröffentlicht am 24.06.2016

Die EU hat sich zu einem bürokratischen Moloch entwickelt. Gesetze werden über Brüssel und möglichst intransparent durchgewunken. Wer hier mitbestimmen möchte, ist besser Konzern-Lobbyist denn gewählter Politiker.
All das hat über Jahre zu einem enormen Unmut europäischer Bürger gegen Europa geführt. Gegen das Brüssel-Europa, nicht gegen das Europa der Reisefreiheit, der gemeinsamen Währung und das Europa der guten Nachbarn!

Die britischen Bürger haben am 23. Juni gegen das Brüssel-Europa gestimmt, doch jene, die sie mit manipulierten Medien dazu verleitet haben, werden ihnen etwas völlig anderes unterschieben. Die Briten werden fit gemacht für den Krieg gegen die russische Föderation. Da ist es besser, wieder eine Insel zu werden und Europa für ein Schlachtfeld zu präparieren.

Europa wird mit der Hilfe britischer Eliten gespalten. Britische Eliten haben spätestens seit dem Irak-Krieg unter Tony Blair klar zu erkennen gegeben, dass sie eher nach der Kriegspfeife der USA tanzen, denn sich die Friedenspfeife der Europäer zum Mund zu führen.

„Der BREXIT bedeutet letztendlich Krieg“, so Willy Wimmer. Er war über viele Jahre Staatssekretär im Verteidigungsministerium und kann geostrategisch denken.
Großbritannien hat sich gegen die EU, aber für die NATO ausgesprochen. Noch immer stehen britische Soldaten auf deutschem Boden. Dafür gibt es nach dem BREXIT keinerlei Berechtigung mehr.

„Die Britischen Soldaten sollen jetzt bitte schön ihre Koffer packen“, bringt es Willy Wimmer auf den Punkt. Das wird wohl nur geschehen, wenn die Bürger jetzt Druck machen und dabei auch Ramstein als wichtigste US-Basis außerhalb der USA dicht machen.

Warum?

Weil mit diesen NATO-Tools eine Politik gemacht wird, die zu riesigen Flüchtlingsströmen führt. Wer glaubt, der Zenit sei mit den Menschenmassen aus Syrien, Afghanistan, Irak oder Libyen bereits erreicht, hat keine Ahnung.
Landraub und von westlichen Agrar-Multis in Afrika diktierte Politik aktiviert schon heute Flüchtlingswellen, die in den zweistelligen Millionenbereich gehen. Diese Menschen werden die Flucht nach Europa antreten und werden von der EU in der Union verteilt werden müssen.

GB wird auch in Zukunft die Politik der NATO, der Eliten und der City of London weiter mittragen und ausweiten, aber es wird in Zukunft nicht mehr mit den dabei erzeugten Flüchtlingen behelligt werden können. BREXIT heißt vor allem: „Flucht nach Europa geht uns Briten ab sofort einen Scheiss an!“

Populistische Parteien nutzten schon Stunden nach dem BREXIT dieses verkappt rassistische Denken für sich. Ganz vorne mit dabei: Geert Wilders aus den Niederlanden. Und dann passt der BREXIT auch ganz zufällig zu den „russischen“ U-Booten, die wie zufällig mal wieder vor den Küsten des noch neutralen Schwedens aufgetaucht sein sollen. Das jedenfalls melden auch unsere Mainstream-Medien. Als jetzt der schwedische Verteidigungsminister im öffentlich-rechtlichen Radio sagte, die aktuell gesichteten U-Boote wären dann doch nicht aus Russland sondern würden aus Schweden UND aus Deutschland stammen, ist unsere Presse komplett auf Tauchstation gegangen.

Das alles muss man zu einem großen Puzzle zusammenbauen, damit es logisch wird und man es versteht:

Der NATO-Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung 1999, die permanente NATO-Osterweiterung, der US-finanzierte Putsch in der Ukraine, NATO-Panzer 150 Kilometer vor St. Petersburg, Deutsche Soldaten an der Ostflanke der NATO, eine weitestgehend auf NATO-Kurs gebrachte Presselandschaft, eine Friedensbewegung, die von IMs durchsetzt sich vor allem intern attackiert, statt den erneut angeschobenen Kalten Krieg zu benennen, und der soeben von Angela Merkel geäußerte Wunsch, deutlich mehr Geld in Rüstung zu stecken, das alles hat vor allem eines im Fadenkreuz: Den Frieden in Europa.

Der BREXIT ist weit mehr als das Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union, er ist das sich Vorbereiten auf eine Zeit, die man besser in Bunkern verbringt.
Wann begreift unser Land endlich, dass es zum Schlachtfeld gemacht werden soll? Wann begreift es, dass nukleare Teilhabe bedeutet, Waffen zum Einsatz bringen zu lassen, die ein Leben im Anschluss nicht möglich machen?
Der Dritte Weltkrieg lässt sich nicht auf einen russischen Grenzstreifen einfrieren, aber er bedeutet das Ende der Spezies Mensch. Radioaktiver Fallout kennt keine Landesgrenzen. Der 23. Juni wird in die Geschichte eingehen. Der Tag, an dem die Festland-Europäer es zuließen, dass man von Außen die Lunte an Europa anlegte, nachdem man zuvor jede Menge politischen und sozialen Sprengstoff deponiert hatte. Wir aber hatten keine Zeit, uns für unser eigenes Überleben einzusetzen. Wir waren voll beschäftigt mit der Fußball-Europameisterschaft.

9 Kommentare

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SZ vom 19. Juni 2017; Auszüge:
Was in aller Welt ist mit diesem Land passiert? Vor zwei Jahren ging David Cameron als rosig schimmernder Sieger aus der Parlamentswahl hervor. Er hatte eine absolute Mehrheit errungen, was hieß, dass die Karriere dieses heiteren Leichtgewichts einer erstaunlichen Vollendung zuzustreben schien. Die Wirtschaft wuchs schneller als in jedem anderen Industrieland der Welt. Die schottische Unabhängigkeit und damit der Zerfall des Vereinigten Königreichs war abgewendet. Erstmals seit 1992 gab es wieder eine konservative Mehrheit im Unterhaus. Großbritannien verstand sich als allseits respektierter Akteur auf der internationalen Bühne. Das war die Ausgangslage.
Um in kürzester Zeit von dieser komfortablen Position ins lächerliche Chaos der Gegenwart zu gelangen, bedurfte es im Wesentlichen zweierlei: zum einen des obsessiven Hasses der konservativen Rechten auf die EU, und zum anderen der Verantwortungslosigkeit von Cameron, der mit dem Referendum die Zukunft des Landes aufs Spiel setzte, um ein paar Fanatiker in seiner Partei zu befrieden. Immer klarer wird, was für eine außergewöhnlich schlechte Entscheidung das war. Dass Großbritannien zur Lachnummer Europas geworden ist, hängt direkt mit dem Votum für den Brexit zusammen.
Die Leidtragenden sind die britischen Bürger, die während der Referendums-Kampagne von den Brexit-Befürwortern systematisch belogen und von Teilen ihrer Presse verraten und für dumm verkauft wurden. Die Schamlosigkeit kennt bis heute keine Grenzen: Der Daily Express fragte allen Ernstes, ob das furchtbare Hochhaus-Feuer vielleicht damit zusammenhänge, dass das Gebäude gemäß EU-Regularien verkleidet worden sei. Es ist ein Leichtes herauszufinden, dass die Antwort auf diese Frage Nein lautet, aber indem man sie ungeprüft stellt, ist der Verdacht in der Welt: Vermutlich ist die EU auch daran schuld.
Schon jetzt steigen die Preise in den Läden, schon jetzt steigt die Inflation. Investoren halten sich zurück. Die Wirtschaft wächst langsamer. Dabei haben noch nicht einmal die Verhandlungen über den Brexit begonnen. Premierministerin Theresa May hat mit ihrer unnötig anberaumten Wahl bereits ein Achtel der dafür zur Verfügung stehenden Zeit verschwendet. Wie in der verbleibenden Zeit ein komplexes Unterfangen wie der Brexit ausgehandelt werden soll, ist ein Rätsel.
  • 02.07.2017, 20:05 Uhr
  • 2
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Zitat: "Die britischen Bürger haben am 23. Juni gegen das Brüssel-Europa gestimmt, doch jene, die sie mit manipulierten Medien dazu verleitet haben, werden ihnen etwas völlig anderes unterschieben".

Wenn man sich diesen Satz mal zu Gemüte führt, heißt das nichts anderes als dass die Briten dumm sind.

Ich gehe mit dir in dem Punkt konform, dass die Afrikaner massiv nach Europa wollen und es auch verwirklichen. Allerdings sollte man dabei beachten, dass umfangreiche Zahlungen an Entwicklungshilfe geleistet wurden, deren Verwendung nie geprüft wurde ...

Um die 1960er-Jahre wurden einige afrikanische Völker nach Aufständen und Kämpfen in die Selbständigkeit entlassen. Was ist daraus trotz der umfangreichen Entwicklungshilfezahlungen und vorhandenen Bodenschätzen geworden? Sie haben alle diese Chancen nicht ergriffen und fallen hier ein ....
  • 02.07.2017, 11:23 Uhr
  • 1
So lange in den Entwicklungsländern vom Westen geschaffene Diktaturen regieren wird sich zwangsweise dort nichts ändern. Das ist die Kultur des *** christlichen Abendlandes ***.
Die totale Ausbeutung der *** Schwachen ***.
  • 03.07.2017, 08:17 Uhr
  • 2
wenn du mir sagst, wie der Westen das gemacht hat ...

http://www.tenoftheday.de/die-brutal...n-der-welt/
  • 03.07.2017, 09:37 Uhr
  • 3
Frag auch Willy Wimmer, wer dahintersteckt!
  • 05.07.2017, 21:39 Uhr
  • 1
Ja es gibt noch mutige Menschen, meistens, wenn sie nichts mehr zu verlieren haben. So einer war zuletzt auch Reiner Geißler ! ! !
  • 09.07.2017, 09:05 Uhr
  • 1
Renate,
der € ist nicht Europa,= kein gewähltes Organ, also Kartell-verpflichtet. Heiner Flassbeck, Dr. Rath uva, auf Youtbe ansehen.
Ingo,
meinst du Heiner Geißler?
Wir werden von den Bilderbergern regiert die von den 20 Milljardären dieser Welt gesteuert werden.
Also:
Geld -----Medien-------Regierung-----Volk
Bitte um Berichtigung!
MfG
  • 10.07.2017, 00:30 Uhr
  • 1
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Dieses Szenario erinnert an die Machenschaften vor dem 1. u. 2. Weltkrieg. Bitter, dass sich die Geschichte mit anderer Maske wiederholen könnte.
  • 01.07.2017, 18:05 Uhr
  • 2
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(28:44)
KenFM am Telefon: Willy Wimmer nach dem BREXIT-Votum
Veröffentlicht am 24.06.2016
  • 01.07.2017, 14:34 Uhr
  • 1
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